29.09.12 | 21:57 | Fußball-WM 2018 | 0 Kommentare

Stadien, die die Welt nicht braucht (8) – die endgültige Entscheidung

Soeben haben Sepp Blatter und die Vertreter der russischen Organisatoren die elf Städte bzw. zwölf Stadien bekanntgegeben. (Anschaubar in der Wiederholung hier in der Mediathek des Pervyj Kanal).

Gegenüber dem gestern vermeldeten Tipp hat es dann doch noch einmal eine Änderung gegeben: Nicht die Moskauer Dynamo-Arena, Jaroslawl und Saransk fliegen aus der Kandidatenliste, sondern die Dynamo-Arena, Jaroslawl und Krasnodar. Mal gespannt, zu was sich die Dynamo-Lobby in den kommenden Wochen noch so hinreißen lässt. Da bauen sie einen neuen Sportkomplex, der insgesamt mehr als eine Milliarde Dollar kostet – und dann ist da nicht einmal ein WM-Spiel …

BTW: Moskau munkelt, dass es entgegen der Planung nicht der letzte Tage gewesen sein könnte, an dem Kandidaten gestrichen werden. Ob Städte wie etwa Saransk am Ende wirklich Ausrichter werden, glauben noch nicht alle …

01.07.11 | 21:09 | Allgemein | Fußball-WM 2018 | 0 Kommentare

Stadien, die die Welt nicht braucht (5)

Aus 16 mach 13 oder 12 oder sogar nur 10 – die Reduzierung der vorläufigen Spielstätten-Zahl ist eines der Dauerbrenner-Thema in Russland und in diesem Blog. Bisher galten Jekaterinenburg, Saransk und das Stadion in der Moskauer Region, das in Podolsk stehen soll, als Streichkandidaten. Nun gibt es alut Iswestija einige Verswchiebungen in dieser Frage: Danach trifft es Samara, Saransk, Jaroslawl und das Podolsker Stadion.

Natürlich dementierte Sportminister Mutrko pflichtgemäß sofort. Diese Diskussionen dürften noch ein Jahr so andauern.

20.02.11 | 13:31 | Allgemein | Fußball-WM 2018 | 4 Kommentare

Stadien, die die Welt nicht braucht (3)

Wie erwartet: Die Frage, wie viele und welche WM-Spielstätten es im Jahr 2018 gibt, ist noch lange nicht entschieden. Bislang sind 16 Stadien in 13 Stätten (Liste über die veranschlagten Kosten siehe hier) vorgesehen. Doch es sieht so aus, als würden es am Ende weniger sein und als beginne der Kampf schon jetzt, obwohl die Fifa ihre endgültige Entscheidung erst im März 2013 treffen dürfte. RBK Daily berichtet unter Berufung auf eine Quelle aus dem Bewerbungskomitee, dass schon die Gespräche mit dem Fußballweltverband begonnen hätten. Danach sind Jekaterinenburg, Saransk und das Stadion in der Moskauer Region, das in Podolsk stehen soll, die Streichkandidaten.

Doch die Frage ist, wer das letztlich entscheiden darf. Die russischen Verantwortlichen sagen: die Fifa. Die Fifa sagt: die Russen selbst. Das kann ja noch zu manch spannender Auseinandersetzung führen.

Interessant übrigens am Rande: Mittlerweile beschweren sich auch die Vertreter der Regionen, die in der 16er-Liste nicht berücksichtigt sind, immer heftiger. Vor allem die Regierung der immer noch unruhigen Kaukasus-Republik Dagestan. Doch dieses Ansinnen von Dagestans Präsident Magomedsalam Magomedow ist aussichtslos.

24.01.11 | 16:06 | Allgemein | Fußball-WM 2018 | 4 Kommentare

Stadien, die die Welt nicht braucht

16 Stadien, 13 Städte, vier Cluster – und bis auf eine Ausnahme alle im europäischen Teil des Landes. Mit diesem Spielstättenkonzept ist es der russischen Bewerbung gelungen, den Fifa-Entscheidern die Angst vor dem Riesenland, vor weiten Reisewegen zwischen zwei Spielorten und vor WM-Partien im fernen Sibirien zu nehmen.

Konkret sehen die Cluster-Zuordnungen so aus:

a)      Nördliches Cluster: Sankt Petersburg, Kaliningrad

b)      Zentrales Cluster: Moskau (vier Stadien)

c)       Wolga-Cluster: Jaroslawl, Nischnij Nowgorod, Saransk, Kasan, Samara

d)      Südliches Cluster: Rostow, Krasnodar, Sotschi

e)      Jekaterinenburg

Allerdings: Gerade mal drei dieser 16 Stadien existieren bereits (das Olympiastadion in Moskau, das Dinamo-Stadion in Moskau und das Stadion in Jekaterinenburg), alle anderen müssen neu errichtet werden. Die großen Baufirmen des Landes dürfen sich freuen – zumal es ja nicht bei den Stadien bleibt, sondern diverse Infrastrukturmaßnahmen dazu kommen. Insgesamt investiert die russische Regierung gut 40 Milliarden Dollar.

Die Nominierungen einiger Städte sind überraschend, beispielsweise die von Jaroslawl oder die von Saransk. Deren Mannschaften spielen nicht einmal in der ersten Liga, und es ist zweifelhaft, ob es künftig genügend Fans gibt, um die mindestens 40.000 Zuschauer fassenden Stadien zu füllen – obwohl es nach Auskunft des Bewerbungskomitees ein Kriterium war, dass in der Stadt ein Klub der ersten oder zweite Liga beheimatet ist, um eine “angemessene fußballerische Benutzung des Stadions nach dem Turnier zu gewährleisten”.

Und ganz generell stellt sich die Frage, ob für eine WM überhaupt 16 Stadien nötig sind. Zum Vergleich: 2010 in Südafrika reichten zehn, 2006 in Deutschland zwölf, 1998 in Frankreich zehn. Nur 2002, bei der WM in Japan und Südkorea gab es mehr Spielstätten, insgesamt nämlich 20.

Manche Beobachter haben deswegen den Verdacht, dass die 16 Bewerberstädte jetzt mal munter anfangen können, für Bauvorhaben Geld auszugeben – doch dass die Zahl der tatsächlichen WM-Städte am Ende sinkt. Für Aufregung sorgte in den vergangenen Tagen schon eine Äußerung des Kaliningrader Gouverneur Nikolaj Zukanow, der davon sprach, dass seine Stadt in die “goldene Acht” strebe. Danach soll es also offenbar acht in irgendeiner Form priviligierte Austragungsorte geben. Im Bewerbungsbuch Russlands ist solch eine Formulierung jedoch nicht zu finden. Der Verband erklärte, dass er sich wundere, wie Zukanow darauf komme.

Doch eine kleine Hintertür zu einer möglichen Reduzierung der Stadionzahl lässt sich der Verband. Die endgültige Auswahl der Bewerberstädte, so hieß es auf Anfrage, sei Sache der Fifa – und diese Entscheidung falle wohl Anfang des Jahres 2013.