18.03.11 | 16:43 | Allgemein | Fußball-WM 2018 | 1 Kommentar

Erst gegeneinander, jetzt miteinander: Ein Deal zwischen Russland und Portugal

Wie schnell im Sport Abstimmungsniederlagen vergessen sind, ist in diesem Blog ja schon an dieser Stelle dokumentiert. Denn Russland kann bei der Vorbereitung des WM-Turnieres 2018 auf Unterstützung aus Spanien hoffen, obwohl Spanien im Kampf um die Ausrichtung des Fußball-Großereignisses Russland unterlag.

Doch Spanien hatte in seinem Konzept ja noch das Nachbarland Portugal als Ko-Ausrichter an seiner Seite – und auch zwischen Fußball-Russland und Fußball-Portugal zeichnet sich nun ein interessanter Deal ab. Der Unternehmer Bruno de Carvalho möchte den Lissaboner Klub Sporting übernehmen und darf im Fall einer erfolgreichen Kandidatur auf Unterstützung aus der russischen Geschäftswelt hoffen. 50 Millionen Dollar, so heißt es, sollen dann aus dem Osten in den Südwesten Europas fließen.

Angeführt wird dieser Kreis russischer Geschäftsleute von zwei prominenten Namen. Zum einen Leonid Tjagatschow, früher Präsident des russischen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und langjähriger Gegenspieler des Fußballfunktionärs Wjatscheslaw Fetissow. Und zum anderen Alexander Nasarow, von 1991 bis 2000 Gouverneur des Autonomen Kreises der Tschuktschen im äußersten Nordosten des großen russischen Landes, dem von 2000 bis 2008 wiederum Roman Abramowitsch vorstand.

“Wir unterstützen ihn nicht nur, weil er den Fußball wirklich liebt, sondern auch, weil er ein hervorragender Geschäftsmann ist”, sagte Tjagatschow auf einer Pressekonferenz. Doch natürlich dürfte sich für Russland die Investition ziemlich lohnen: “Wenn Carvalho Präsident wird, sind die Portugiesen bereit, bei der Entwicklung des Kinder- und Behindertenfußballs in den russischen Regionen zu helfen. Genauso hilfreich könnte die portugiesische Erfahrung beim Stadionbau sein”, sagte er der Zeitung Sowjetskij Sport.

1 Kommentar »

  1. Weiß nicht! Diese Deals mit diesen neureichen Russen find ich nicht gut.Gestern noch Leutnant der russischen Streitkräfte, heute schon Multimillionär.
    Da sieht mans mal. Geld stinkt nicht und macht Leute.

    Comment by Lutze — 2. Mai 2011 @ 11:15

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