19.05.10 | 15:54 | Lese-Empfehlung | 0 Kommentare

Lesenswertes (6)

Interessantes Projekt: Facebook ohne Datenschutzprobleme, dezentral, mit voller Kontrollmöglichkeit durch die Nutzer. Der Spendenstand auf kickstarter.com spricht für sich: In ein paar Tagen haben die New Yorker Stundenten hinter dem Projekt das 18-fache ihrer gewünschten Summe gesammelt. Lesenwertes darüber geschrieben hat der Kollegen Johannes Kuhn auf sueddeutsche.de und Simon Columbus auf spreeblick.com. Dabei fällt mir ein: Was ist eigentlich aus noserub von Dirk Olbertz geworden?

21.03.10 | 23:16 | In eigener Sache | Lese-Empfehlung | 1 Kommentar

Adebisis Erfahrungen

Als ich Anfang des Jahres beim umstrittenen Internet-Unternehmen Rapidshare im schweizerischen Örtchen Cham war, staunte ich nicht schlecht, als die Pressesprecherin in einem Nebensatz sagte, Mola Adebisi sei als Berater bei Rapidshare an Bord. Ich fand das insofern lustig, als Adebisi meiner Meinung nach beim Thema Um- und Absturz in der Medienbranche seine ganz eigene Erfahrung einbringen kann. Jetzt.de-Chef Dirk von Gehlen ist der Sache nachgegangen, heraus kam dieses Interview. (Und hier meine Reportage aus dem SZ-Feuilleton.)

28.02.10 | 23:47 | Digitalia | Lese-Empfehlung | Reportage | SZ-Plus | 3 Kommentare

Geschäftsmodell Abmahnen

“Mit Abmahnungen lässt sich aber auch ordentlich Gewinn machen. Man muss nur genügend verschicken. Die Digiprotect GmbH hat nach eigenen Angaben im Jahr 2009 zwischen 45.000 und 60.000 Abmahnungen verschicken lassen. Das hat der Gesetzgeber nicht unbedingt so vorgesehen, aber es ist ein funktionierendes Geschäftsmodell.”

Für das Ressort “SZ am Wochenende” habe ich den bekannten Anwalt Udo Kornmeier, seine Mandantschaft, die Digiprotect GmbH, an der wiederum der technische Dienstleister Digiright-Solutions hängt, besucht. Um mal all die Kernfragen der vergangenen Monate zum Thema Abmahnen gebündelt aufzuschreiben.

Der Text steht mittlerweile auch auf sueddeutsche.de

12.01.10 | 11:34 | Lese-Empfehlung | 5 Kommentare

Lesenswertes (5) (Update)

Spiegel-Junkies sind wir alle irgendwie, aber die Titelgeschichte über Googles Macht hat mich diese Woche eher enttäuscht. Wie dem auch sei: Wichtig ist ja, dass über das Thema geschrieben wird. Und ganz besonders eindrucksvoll geschieht dies auf der Seite The Rumpus beim Thema Facebook. Dort hat der New Yorker Phil Wong (angeblich) einen anonymen Facebook-Mitarbeiter zum Reden gebracht. Wenn das kein Fake ist (und ich bin dabei, das zu überprüfen), dann ist es eine beeindruckende und bedrückende Bestätigung, wie gläsern Facebook-Nutzer für die Firma wirklich sind. (Und wenn es kein Fake ist, schreibe ich darüber wohl auch was in der Zeitung.)

Update 19. Januar: Wie in der SZ von gestern und online hier zu lesen ist, habe ich zwischenzeitlich mit dem Chef  von The Rumpus, Stephen Elliott, telefoniert. Erwartungsgemäß hat er die Quelle des Interviews auch mir gegenüber nicht genannt, beharrte aber darauf, dass das Interview korrekt geführt worden sei. Ich glaube ihm das, weil der Inhalt des Interviews gerade wegen einiger Unstimmigkeiten dafür spricht, und auch der laxe Kommentar von Facebook auf Techcrunch nicht gerade eine Gegendarstellung ist.

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SZ-Feuilleton-Chef Andrian Kreye hat mit einem Kommentar zum Anschlag auf den dänischen Karikaturisten Westergaard eine gewaltige Debatte losgetreten. Da gab es viel Zustimmung und viel Ablehnung von allen Seiten, Kreye präzisierte – und schrieb in seinem Blog noch mehr zum Thema. Fast noch interessanter als die Debatte per se, finde ich ja, wie sie verläuft, wer da mit wem einer Meinung ist und wo die feinen Linien der Abgrenzung verlaufen. (z.B.: Wut als pawlowscher Reflex bei PI, Peter von Becker kritisiert im Tagesspiegel, Jungle World)

10.11.09 | 12:30 | Lese-Empfehlung | 0 Kommentare

Lesenswertes (4)

Die Junge Union schlägt Ausweitung von Internetsperren vor. Das recherchierte netzpolitk.org

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Privatssphäre (schon wieder/immer noch/dauerhaft) in Gefahr? Facebook wird erneut verklagt, berichtet wired.com (englisch)

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User Generated Content für die Druckausgabe der Bild. Chefredakteur Kai Diekmann bittet um Vorschläge für die In/Out-Rubrik.

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Biographin trifft Schauspieler: Christine Dössel erzählt von ihrem Treffen am Wochenende mit Klaus-Maria Brandauer: “,Ist es nicht schön, auf der Welt zu sein?’, strahlt er…” (SZ-Blog)

24.09.09 | 16:09 | Lese-Empfehlung | 1 Kommentar

Lesenswertes (3)

Hammerharter Text in der Wochenzeitung Freitag, der vor allem auf Insideraussagen aufbaut: Wie die SPD den Online-Wahlkampf verspielte. Letzten Endes wird die Geschichte erzählt, wie alte Strategen den digitalen Wandel nicht begreifen, sich vor dem Internet fürchten und nicht lernen wollen und können, dass Kommunikation in der digitalen Welt sich viel schwerer steuern lässt, als sie das aus ihrer alten Medienwelt gewohnt sind. Wer die gut gemachten, aber inhaltlich in weiten Teilen grausamen Webpräsenzen der SPD anschaut, wer ihre dreist-plumpen Versuche zur Streuung viraler Inhalte mitbekommt, glaubt jedes Wort in dem Text. Was nicht heißt, dass  andere Parteien in der Hinsicht auch nur einen Deut besser wären. Abgesehen von den Piraten, die sich tatsächlich sämtliche Solgans ihrer Konkurrenten als Domains gesichert haben. Zum Beispiel: unserlandkannmehr.de (eigentlich SPD) Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

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Gerrit von Aaken erklärt auf praegnanz.de das Firefox Hijacking durch Google Chrome. Ein eher technischer Text, in dem aber die gesellschaftlich relevante Frage nach Googles Marktmacht mitschwingt.

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Streitpunkt Grenzverlauf: Gegen Facebook werden in Syrien Proteste und Sperrwünsche laut, weil sich israelische Nutzer, die in den Golan-Höhen leben, auf der Netzwerkseite als Heimatort “Israel” eintragen lassen können. Schreibt die isrealische Zeitung Yedioth Ahronoth. (englische Online-Ausgabe; Kommentatoren weisen darauf hin, dass Facebook in Syrien schon länger gesperrt sei.)

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Schon etwas älter, aber insbesondere für Medienjunkies sehr amüsant: Bild-Chef Kai Diekmann taucht mit einem Kapuzenpullover, auf dem sein eigenes Gesicht im Che-Style prangt, als Genosse der taz-Genossenschaft auf der Mitgliederversammlung auf. Und weiß einiges besser als die taz-Leute. Bericht dazu in einem Blog der taz.

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Abschließend und leider etwas spät: Herzlichen Dank an alle Leser, die bei der Recherche zum Thema Sicherheitsleck bei den SPD-Servern mitgeholfen haben. Hat mir sehr geholfen. Danke auch für die freundlichen e-Mails dazu. Schönes Wochenende – für mich diese Woche schon am Donnerstag!

14.09.09 | 13:57 | Lese-Empfehlung | 1 Kommentar

Lesenswertes (2)

Die Debatte um das Internet-Manifest versickert langsam. Nach wie vor lesenswert: Die beiden von Felix Schwenzel geschriebenen Beiträge; auch in den dazu gehörenden Kommentaren gibt es interessante Meinungen. (Teil 1 / Teil 2)

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Wired.com erinnert an den Clinton/Lewinsky-Skandal und stellt -- in Bezug auf die interessanten wie obszönen Details der Geschichte fest: “For the first time, if you didn’t have the net, you were missing history.” Allein das Schwarzweiß-Bild über der Geschichte ist den Klick wert.

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SZ-Feuilletonchef Andrian Kreye über die bittere Tatsache, dass der chinesische Messen- und Handelspartner der Frankfurter Buchmesse das offizielle chinesische Zensurbüro ist: “Es zeigt, dass dem offiziellen China die Meinung des Westens wirklich vollkommen egal ist.”

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Nicht lesens- sondern sehenswert: CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen über den Medienwandel. Im Interview mit Nachwuchsjournalisten der Freien Universität Berlin.

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Und zum Schluß: Wie ein Blogger Opel-Werbung in der Zeitung (SZ?) wahrnimmt. (ebenfall wirres.net)

25.08.09 | 17:54 | Lese-Empfehlung | 1 Kommentar

Lesenswertes (1)

Ein paar Denkanstöße und ein bisschen Unterhaltung – im weitesten Sinn zu den Themengebieten dieses Blogs: Medien, Internet und Politik.

In der SZ von morgen (Mittwoch, 25. August) schreibt Katharina Riehl über die englische Zeitung theblogpaper, bei der Blogger Autoren sein können, und die Community eine klassische Aufgabe von Redaktionen übernimmt: Sie entscheidet über die Auswahl jener Texte, die es in eine gedruckte Ausgabe schaffen. Für die Arbeit gibt es kein Gehalt. Wird dieses Modell ein Erfolg, ist ein weiteres Argument für das klassische Zeitungsgeschäft widerlegt.  (Auf sueddeutsche.de nicht verfügbar)

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Der Onlinedienst orf.at berichtet, dass die britische Regierung Netzsperren bei wiederholten Verstößen gegen das Urheberrechtsgesetz etablieren möchte.

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Der Nachrichtedienst AFP meldet bereits am 14. August, dass der bayrische Innenminister Joachim Herrmann eine Ausweitung der deutschen Internetsperren auf rechtsextremen Seiten überprüfen möchte. Andere, zum Beispiel der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger (SPD), mahnt gegenüber des Nachrichtendienstes epd zur Vorsicht bei der Installation von Sperren: „Obwohl es im Internet so scheußlich viel rechtsextreme Angebote gibt, sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.“

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In eigener Sache. Ebenfalls in der SZ von morgen, im Wirtschaftsteil: ein Portrait des Malers Edward Benjamin Gordon aus meiner Feder. Gordon malt jeden Tag ein Bild und versteigert es online in seinem Blog. Im Durchschnitt zahlen seine Kunden 450 Euro pro Gemälde. Mein Lieblingsmotiv sind die orangefarbenen Bänke in der Kastanienallee. (Der Text auf sueddeutsche.de)