15.04.10 | 11:41 | Digitalia | In eigener Sache | Meinung | 1 Kommentar

Reflektion in Echtzeit

“Zum Nachdenken”, sagte der Medientheoretiker Geert Lovink heute morgen in seinem Vortrag auf der Re:Publica, “braucht man Zeit.” Er machte eine kurze Pause und sagte dann: “Kein Mensch denkt in Echtzeit nach.

Während er sprach, beurteilte sein Publikum seine Aussagen bereits online auf Twitter. Grundsätzlich gilt auf dieser Konferenz: Wenn in einem Raum nicht mindestens 50 Prozent der Anwesenden simultan zum Vortrag denselben öffentlich beurteilen, dann liegt das nur daran, dass die Bandbreite des drahtlosen Netzes nicht für alle iPhones und Notebooks gleichzeitig ausreicht. Wenn man Lovink ernst nimmt, kommt man um das Fazit nicht herum, dass die Twitterer nicht nachdenken – sie kommunzieren nur. Ohne Tiefe. Oder?

Mehr zur Re:Publica online – fast in Echtzeit – im on-the-road-Blog von sueddeutsche.de; und Andrian Kreye schätzt und verlinkt Peter Glasers Eröffnungsrede.

Ein längerer Text von mir zur Konferenz erscheint am Samstag im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung.

08.04.10 | 20:48 | Digitalia | Fatal viral | 4 Kommentare

Das aufregende Leben von Sebastian Edathy (SPD), MdB

Sebastian Edathy, Bundestagsabgeordneter der SPD auf dem dem Portal abgeordnetenwatch.de zur Frage nach der Vorratsdatenspeicherung:

Ich nenne Ihnen mal ein konkretes und reales Beispiel: Auf meinen Namen wurde vor ca. einem Jahr über das Internet bei einem recht bekannten Flensburger Erotik-Versand eine künstliche Vagina bestellt, über deren Eintreffen in meiner Privatwohnung ich sehr überrascht war. Ist es legitim, herausfinden zu wollen, ob der Besteller identifiziert werden kann? Ich meine: Ja. Das Versandhaus, das die Ware zurücknehmen musste, wurde finanziell geschädigt und ich belästigt. Zumindest zu versuchen, den Bestellungs-Urheber zu identifizieren, sah das Gesetz vor. Das Bundesverfassungsgericht sieht das anders. Damit kann ich leben, ohne mir deswegen zurechnen lassen zu müssen, ein schlechtes Gesetz mitverantwortet zu haben. Und das Beispiel mag ja noch eher erheiternd sein, aber haben Sie eine Ahnung vom Ausmaß des Betruges, der über das Internet erfolgt? Dieses ist groß!

(via Mikis per Skype)
17.03.10 | 15:08 | Digitalia | Meinung | 0 Kommentare

Es sind doch nur ein paar Kundendaten

Seit Vodafone mit der Werbekampagne “Es ist Deine Zeit” einen Wandel in der Kundenkommunikation avisierte, gibt es einen Vodafone-Blog, in dem nach Unternehmens-Angaben “Mitarbeiter und Gastautoren zu allen Themen bloggen, die Vodafone bewegen”:

Dazu gehört offensichtlich nicht der Bericht des Wirtschaftsmagazins Capital, nach dem rund 200 000 vertrauliche Kundendaten der früheren Vodafone-Tochter Arcor, die 2008 mit dem Mutterkonzern verschmolzen wurde, so wie Daten weiterer Firmen über dubiose Callcenter-Betreiber auf dem Schwarzmarkt gelandet sein sollen.

Sascha Lobo, der zum Start der Kampagner nicht nur als Werbefigur, sondern auch als Berater zu Vodafone geholt wurde, schrieb damals: “Es gibt den Anfang eines Dialogs, zu dem Vodafone bereit ist – der muss weiterverfolgt werden. (…) Vom Produkt- und Tarifangebot bis zu den wichtigen gesellschaftlichen Fragen der Netzwelt. Dass Vodafone das wirklich ernst meint, glaube ich, weil ich starke Anzeichen sehe.” (Bericht über die Kampagne, Juli 2009)

Lobo scheint bei Vodafone fast so viel Einfluß zu genießen, wie bei der SPD, wo er im “Online-Beirat” sitzt. Drei Abgeordnete der SPD stimmten gegen die Netzsperren, wie von Lobo geraten. 190 stimmten für das Gesetz.

Für Vodafone gilt: Chance verschenkt!

Auf Anfrage sagte man mir in der Vodafone-Pressestelle, das Thema würde im Blog nicht vorkommen, weil man genug damit zu tun habe, die Anfragen der klassischen Medien zu bedienen; darüber hinaus sei die zuständige Mitarbeiterin krank.

15.03.10 | 14:04 | Digitalia | 0 Kommentare

Das Spiel des Lebens

Kurzfilm von David Kaplan und Eric Zimmerman

via nerdcore / Youtube
28.02.10 | 23:47 | Digitalia | Lese-Empfehlung | Reportage | SZ-Plus | 3 Kommentare

Geschäftsmodell Abmahnen

“Mit Abmahnungen lässt sich aber auch ordentlich Gewinn machen. Man muss nur genügend verschicken. Die Digiprotect GmbH hat nach eigenen Angaben im Jahr 2009 zwischen 45.000 und 60.000 Abmahnungen verschicken lassen. Das hat der Gesetzgeber nicht unbedingt so vorgesehen, aber es ist ein funktionierendes Geschäftsmodell.”

Für das Ressort “SZ am Wochenende” habe ich den bekannten Anwalt Udo Kornmeier, seine Mandantschaft, die Digiprotect GmbH, an der wiederum der technische Dienstleister Digiright-Solutions hängt, besucht. Um mal all die Kernfragen der vergangenen Monate zum Thema Abmahnen gebündelt aufzuschreiben.

Der Text steht mittlerweile auch auf sueddeutsche.de

21.02.10 | 13:23 | Digitalia | 1 Kommentar

Wer das liest, ist doof

“Historische Beispiele für’s Abschreiben machen die Tatsache dabei keinesfalls besser: Sich unerlaubt anderer Menschen Kopfarbeit zu bedienen, ist doof, wer mit Copy-Paste jegliche Art von Content erzeugt, ist faul oder ahnungslos, wer das glaubt, was bei Wikipedia steht, ohnehin.” – Jenni Zylka in einem sonst sehr lesenswerten Beitrag über Helene Hegemanns Geburtstagsfeier auf spiegel.de

20.02.10 | 14:25 | Digitalia | Reportage | SZ-Plus | 11 Kommentare

Da teilt sich viel und es geht schnell

Besuch bei Rapidshare: Ein Tisch, ein Büro in einer Schweizer Kleinstadt und eine gigantische Internet-Verbindung. (Aus dem Feuilleton der Süddeutschen Zeitung)

Der Niedergang der Unterhaltungsindustrie hat eine Adresse: Gewerbestraße 6 im schweizerischen Örtchen Cham. Neubau im Industriegebiet, fünftes Stockwerk. Einen Namen hat er auch: Rapidshare, eine Firma, die sich in Cham eingemietet hat. Und das weder besonders unauffällig, wie es ihr ihre Feinde gerne unterstellen, noch besonders auffällig, wie es ihr Erfolg ermöglichen könnte. Beeindruckend ist hier nur das Alpen-Panorama.

Rapidshare ist ganz einfach nur da – und genau da liegt das Problem, das viele mit dem Unternehmen haben.

Rapidshare, die kleine Firma im noch kleineren Cham, hat Server, die mit 450 Gigabit pro Sekunde ans Internet angeschlossen sind. Die gesamte Schweiz, das sollte man an dieser Stelle erwähnen, verfügt über Internetanbindungen in der Größenordnung von fünfzig Gigabit pro Sekunde. Rapidshare, die Firma mit dem Pfeil im Logo, betreibt mit “rapidshare.com” eine Internetseite, die auf Platz 27 der am häufigsten besuchten Seiten der Welt liegt. “Rapidshare.com” ist größer als “cnn.com”, als “bbc.co.uk”, “apple.com” und “aol.com”. Und sogar als “pornhub.com”.

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Die Welt bei Cham

Die Nutzer der Seite verwenden die schnelle Anbindung, um auf den Servern von Rapidshare besonders große Dateien zu speichern. Mit einem speziellen Link, den nur erhält, wer die Datei hochgeladen hat, kann jeder, der im Besitz des Links ist, auf die hochgeladenen Daten zugreifen und sie auf einen anderen Rechner laden. Das ist praktisch, wenn eine Datei zu groß ist, um sie per e-Mail zu verschicken. Beispielsweise, wenn man ein selbstgedrehtes Hochzeitsvideo an Freunde und Bekannte weitergeben möchte. Oder wenn man die eigene CD-Sammlung für private Zwecke im Netz sichern möchte. Oder wenn man 500 illegal kopierte Hollywood-Filme kostenlos an den Rest der Welt weiterreichen möchte. Der kleine, aber entscheidende Unterschied: Die ersten beiden Beispiele sind legal – das letztgenannte ist ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht. Gegen geltende Gesetze verstoßen auch Rapidshare-Nutzer, die Download-Links der Öffentlichkeit zugänglich machen. Vielen ist das freilich gleichgültig: Das Netz ist voll von Foren und Blogs, die nichts anderes als Rapidshare-Links veröffentlichen. Was dazu führt, dass eine Google -Suche nach einem aktuellen Film zusammen mit dem Stichwort Rapidshare schnell zu einem Link führt, unter dem der gesuchte Film gratis und in bester Qualität von den Servern der schweizerischen Firma geladen werden kann.

Wie viele der 150 Millionen Dateien auf Rapidshares Servern für illegale Downloads missbraucht werden, weiß keiner. Unbekannt ist auch, wie viele der durchschnittlich 500 000 Dateien, die täglich von Rechnern auf der gesamten Welt neu hochgeladen werden, urheberrechtlich geschützt sind. Nicht mal die fünfzig Mitarbeiter bei Rapidshare wissen Bescheid. Denn zum einen ist die Menge der Dateien zu groß, um sie effizient zu kontrollieren. Zum anderen agieren die Betreiber des Dienstes in einer Grauzone zwischen Urheber-, Medienrecht und Datenschutz. Vielleicht dürfen sie überhaupt nicht in die Dateien schauen, die Privatleute auf ihre Server laden – es gibt nach wie vor kein finales Gerichtsurteil, das Klarheit schaffen würde. Allerdings: zwei bis drei Prozent der täglich neu hochgeladenen Dateien löschen die Techniker. Nämlich dann, wenn sie öffentliche Links auf urheberrechtlich geschütztes Material gefunden haben.
Natürlich gibt es auch Zahlen, die mehr Aufschluss über das Geschäftsmodell von Rapidshare geben können. Zum Beispiel, wie viele Nutzer sich für einen “premium account” entschieden haben und Geld dafür bezahlen, um besonders schnell und ohne Wartezeit Dateien von den Rapidshare-Servern laden zu dürfen. Aufschluss geben könnte auch die Anzahl der rechtlichen Angriffe, derer sich Rapidshare seit der Gründung im Jahr 2006 erwehren musste. Oder der Umsatz der AG. Oder wo die Server stehen, und wer sie betreut. Oder die Anzahl der Neukunden.

Man kann diese Fragen alle stellen, zum Beispiel an den freundlichen Unternehmenschef Bobby Chang und an seine Pressesprecherin Katharina Scheid. Es ist aber so, dass sich Chang und Scheid die Arbeit teilen. Der gebürtige Hamburger erklärt Besuchern gerne die Firma. Und Scheid erklärt Besuchern gerne, was man nicht verraten werde. Dazu gehören die Antworten auf alle eben gestellten Fragen. Und natürlich auch die Frage nach dem Leben und der Rolle von Christian Schmid. Dem Erfinder des Rapidshare-Prinzips, der mit Mitte Zwanzig die deutsche Vorgängerfirma von Rapidshare im Alleingang so groß gemacht hatte, so dass Chang leichtes Spiel gehabt haben muss, als er mit Schmid zusammen den Ein-Mann-Betrieb in eine schweizerische Privat-AG umbaute. Schmid ist für niemanden zu sprechen. Immerhin das lässt sich erfahren: Rapidshare, sagt Chang, habe sich in der Schweiz angesiedelt, weil Schmid zu seiner schweizerischen Freundin ziehen wollte.

T-Shirts mit dem Firmenlogo sind zu begehrten Raritäten geworden. Sie werden nicht verkauft, sondern auf Messen an besonders treue Fans vergeben. Immer dann, wenn die Auseinandersetzung zwischen der klassischer Unterhaltungsindustrie und den digitalen Apologeten ideologisiert wird, ist der Name Rapid-share eine Art Fanal für die Feinde der digitalen Welt. Doch bei Rapidshare verlässt man sich nicht auf den Ruhm des Hasses und die Liebe der Netzgemeinde. Wie schnell dieser Höhenflug vorbei sein kann, weiß Bobby Chang ganz genau. Schließlich profitiert er nicht nur von den drastisch veränderten Bedingungen des Unterhaltungsmarktes, sondern beschwört sie selber hinauf.

Rapidshare kämpft zum Beispiel mit Firmen, die das Geschäftsmodell nachahmen. Aber vor allem kämpfen die Schweizer vor Gerichten und gegen Gerichte, deren Rechtsprechung die Firma bislang nicht ein Mal in letzter Instanz verurteilte, aber auch nie Klarheit schafft, wie weit die Techniker dem Missbrauch des Dienstes vorbeugen müssen – und dürfen. Vor allem aber kämpft Rapidshare gegen die Zukunft.

Denn wenn es erstmal einfacher ist, ein Album sehr günstig zu kaufen, als es illegal herunterzuladen, werden die Nutzerzahlen des Dienstes sinken. Wenn es Film- und Musikindustrie gelingt, ihre Produkte digital intelligent und preiswert zu vertreiben, den Bezahlvorgang zu vereinfachen – dann kann im Netz blitzschnell ein großer Markt entstehen, der die digitale Anarchie der Nullerjahre unter sich begräbt. Und Firmen wie Rapidshare, deren Erfolg auch auf den illegalen Aktivitäten der Nutzer basiert, könnten dann leicht mit in den Abgrund gerissen werden.

Das Gespräch am braunen Holztisch in der Gewerbestrasse Nummer 6 bricht Chang nach einer Stunde ab. Ein Flugzeug wartet in Zürich auf ihn, Chang muss nach Hamburg. Dort trifft er den Erzfeind, Musikmanager von Warner Bros. Um die Wogen zu glätten, ist Mola Adebisi dabei. Der Ex-Moderator arbeitet bei Rapidshare als externer Berater im Unterhaltungsbereich. Denn Warner Bros. hat begriffen, dass die Jugend, die sich auf den Servern von Rapidshare tummelt, identisch ist mit der Kundschaft, die im Laden nicht mehr dreißig Euro für eine DVD bezahlen will. Daher wollen die Film-Manager versuchen, ihre Produkte dort zu verkaufen, wo ihre potentielle Kundschaft ist: auf der Webseite von Rapidshare.

Gleichzeitig wollen die Schweizer damit ein Geschäftsmodell entwickeln, das weniger auf illegaler, denn auf legaler Aktivität der eigenen Kundschaft aufgebaut ist. Denn es wäre ja, genau genommen, Ironie des Schicksals, wenn Rapidshare, das große Symbol der digitalen Welt, in einem zweiten digitalen Wandel, also in der Etablierung legaler Geschäftsmodelle, seine Geschäftsgrundlage verlöre. JOHANNES BOIE

© Süddeutsche Zeitung, 2010

Foto: Bilderberg
12.02.10 | 16:49 | Digitalia | 0 Kommentare

Jonathan Zittrain (Harvard) über Cloudcomputing

Noch besser direkt bei Youtube schauen, da hat das Video ein Inhaltsverzeichnis an der rechten Seitenleiste.

08.02.10 | 16:50 | Digitalia | Fatal viral | Meinung | 9 Kommentare

Copycat Hegemann

Den Diebstahl geistigen Eigentums der eigenen Autorin damit zu rechtfertigen, dass diese “mit der ‘Sharing’-Kultur des Internets aufgewachsen ist”, ist für eine Verlagsmitarbeiterin eine gewagte Aussage. Gesagt hat den denkwürdigen Satz Siv Bublitz, die Leiterin der Ullstein Buchverlage, im Zusammenhang mit dem auf Gefühlskonserve.de aufgeworfenen Plagiatsvorwurf gegen die jugendliche Bestsellerautorin Helene Hegemann (Axolotl Roadkill).

(Das viel gehypte – und auch in der SZ groß und positiv besprochene Buch – hätte von Anfang an misstrauisch machen müssen. Hegemann schreibe über eine ganze Menge, von dem sie keine Ahnung haben könne. Sagen zumindest die Blogger auf Gefühlskonserve und ich bin gewillt, ihnen Recht zu geben. Die Vorwürfe gegen Hegemann sind erdrückend – ihre eigene Rechtfertigung ein schlechter Versuch mit vielen geschwurbelten Worten den Klau zu übertünchen, schlimmer noch, nach intellektuell redlicher Strategie aussehen zu lassen: “Originalität gibt’s sowieso nicht, nur Echtheit”. Aha. Dass die jetzt erfolgenden Angriffe auf die 17-Jährige auch mit viel Neid auf ihren frühen Erfolg zu begründen sind, mag dennoch sein.)

Bleibt die Frage: Wie locker sieht Siv Bublitz die Sharing-Kultur des Internets, wenn Hegemanns Buch sich dort nicht länger nur bedient. Sondern plötzlich auch dort kursiert. Zum Beispiel in einer 200 MB-Datei mit dem Titel “250-ullstein-books-ebook”?

(Spreeblick mit ähnlichen Gedanken / SpOn)

Update: Sueddeutsche.de im Interview mit dem Blogger, der die Plagiatsvorwürfe erhebt.

Update: Wie immer lesenswert und sehr erheiternd – Willi Winkler zum Thema

26.01.10 | 19:10 | Digitalia | Meinung | 3 Kommentare

Don’t believe the Hype

“Revolutioniert Apples Tablet die Internet-Welt?” fragt Bild.de. Dem großen Bruder “vom iPhone” sei das zuzutrauen. Mag sein. Ich schreibe ja auch gelegentlich über technische Entwicklungen. Und gelegentlich tut es gut, sich auf dem Höhepunkt eines Hypes kurz ins Archiv zu klicken und das Stichwort “Second Life” einzugeben.

Hier und jetzt aus Zeitmangel nur einen Textausschnit, der allerdings exemplarisch für Hunderte steht -- vom 30. August 2007 aus der FTD:

“Die Hotelkette Crowne Plaza bietet seit Anfang August auf der “Place to Meet”-Insel künstliche Räume in der virtuellen Onlinewelt an. Man betritt diese Konferenzräume mithilfe virtueller Kunstfiguren, sogenannter Avatare. In einigen Unternehmen gibt es schon eine Kleiderordnung für Meetings in “Second Life”. IBM etwa hat einen Regelkatalog aufgestellt, wie Mitarbeiter sich mit ihren künstlichen Pendants zu verhalten und zu kleiden haben. Verrückte Frisuren und aufreizende Kleidung sind laut Onlineknigge tabu. Der elegante Anzug ist auch in der virtuellen Welt Pflicht, wenn es um Geschäfte geht.”

Update:

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