19.04.10 | 10:49 | In eigener Sache | 11 Kommentare

Zahlen und Qualen

Ausgerechnet unter einem nicht lesenswerten Text von Thomas Knüwer hat Markus Beckedahl von netzpolitik zwei Kommentare hinterlassen (1, 2), zu denen ich nach einem Telefonat mit Markus kurz Stellung nehme:

1. An meiner Meinung, dass die Re:Publica eine linke Konferenz ist, habe ich nichts zu ändern.

2. Anders als Markus in seinem Kommentar schreibt, hat er mir auf der Re:Publica explizit Zahlen zum Umsatz der Konferenz genannt – allerdings nicht eine, sondern zwei: eine Maximal- und eine Minimalsumme. Aus diesen beiden habe ich ein Mittel gebildet und im Text als “ungefähr” gekennzeichnet, um den SZ-Lesern eine ungefähre Einordnung der Konferenz in finanzieller Hinsicht zu ermöglichen.

3. Auf der Re:Publica arbeiteten 60 unbezahlte Helfer. (Sie erhielten freien Eintritt zur Konferenz.) Ich habe mit vielen von ihnen gesprochen. Andere Helfer waren bezahlt, bzw sind Markus’ Mitarbeiter bei Newthinking.

11 Kommentare »

  1. War das jetzt eine feine Ironie, die nur ich nicht verstehe? “Ein nicht lesenswerter Text”, der aber gleichwohl verlinkt wird?

    Eigentlich meinten Sie doch diesen hier, nicht wahr?
    http://www.sueddeutsche.de/computer/664/508805/text/

    Comment by Martin Koser — April 19, 2010 @ 2:11 pm

  2. @martin koser: “eine feine ironie” war das sicher nicht. verstanden haben Sie’s aber auch nicht.

    Comment by Johannes Boie — April 19, 2010 @ 2:29 pm

  3. Knüwers Text halte ich wegen des Zitats von Pallenberg für lesenswert. Der Rest ist sicherlich wertend, pikiert, unterstellend, verdrehend, aber eben auch überlesbar.

    @1. Der ursprüngliche Begriff, der beim Text in der Süddeutschen vorkam, war ja auch “dezidiert linke Konferenz”, was nach einer Konferenz mit politischer Richtungsvorgabe klingt. Ich hätte von einer latent linken Konferenz gesprochen, was daher kommt, dass das auf die gesamte sogenannte Blogosphäre zutrifft. Da ich aber gar nicht da war, kann ich diese Wortklauberei nicht entscheiden, die erste Deutung müsste wohl etwas unterfüttert werden, wenn man weiterhin von einer “dezidiert linken Konferenz” sprechen möchte.

    Comment by Carsten — April 19, 2010 @ 2:33 pm

  4. @Johannes der ist lustig – Sie haben mich auch nicht verstanden.

    Apropos, finden Sie den Rechtschreibfehler in ihrem Text?

    Comment by Martin Koser — April 19, 2010 @ 2:57 pm

  5. Wie ich Dir schon am Telefon erklärt habe, halte ich Deine Einschätzung, die re:publica sei einde “dezidiert linke Konferenz” trotzdem für falsch. Ich bin imme rnoch etwas verwundert, dass Du die Enteignungsphantasien für Provider aus einem Publikumskommentar herziehst (der nach Deinen Angaben dann von einer Panelistin aufgegriffen wurde), während z.B. die Vertreterin der Bundesnetzagentur für den freien Markt plädierte. Es gab auch zahlreiche Beiträge, wie den zu “Blogs monetarisieren”, die definitiv nicht als links bezeichnet werden können. Und die beiden angesprochenen Panels zu Feminismus kamen aus der Community als Einreichungen. Wir bemühen uns immer, ein sehr breites Spektrum abzubilden, so dass sich Besucher aus allen politischen SPektren im Programm wiederfinden können.

    Und die Zahl hab ich Dir auch schon erklärt. Du fragtest mich, wieviel wir umsetzen und ich sagte, dass wir das nicht wissen ohne Kassensturn, es genausogut irgendwas mit 2 am Anfang sein könnte, wie auch was mit 3 davor. Wenn Du Dich dann angegriffen fühlst, weil ich verwundert bin, eine konkrete Zahl von Dir zu lesen, weil Du den Zwischenwert errechnet hast, dann war das nicht beabsichtigt. Wie Du schon geschrieben hast, war die Korrelation zwischen großem Umsatz und 60 Menschen arbeiten wochenlang kostenlos für die Konferenz etwas, was mich gestern zu dem Kommentar gebracht hat.

    Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass das nicht zwischen uns steht. Wir haben ja beide Möglichkeiten unsere Sicht auf die Realität wieder zu geben.

    Comment by markus — April 19, 2010 @ 10:25 pm

  6. Um Gottes Willen @4, den Rechtschreibfehler bitte schnell schnell husch husch dem Lehrer melden, sonst bleibt der noch stehen, das können Sie doch sicher nicht verantworten.

    *kopfschüttel*

    Comment by Martin — April 19, 2010 @ 11:37 pm

  7. @6. Nein, vom Qualtitätsjournalismus erwarte ich nur Texte allererster Güte, da kann und will ich das nicht durchgehen lassen.

    Und extra für dich, ganz langsam: Auch das war Ironie.

    Comment by Martin Koser — April 20, 2010 @ 7:36 am

  8. Phänomenal was bei manchen alles als “Ironie” durchgeht. Vielleicht einfach nochmal üben? :-)

    Comment by Martin — April 20, 2010 @ 8:19 am

  9. zu 1. ich erwarte aber, eine Meinung mit Fakten unterlegt zu sehen. Zwei Vorträge und “mehrere Podien” sind jetzt nicht wirklich viel. Abgesehen davon, dass “links” offensichtlich “schlecht” oder “doof” heißt, jedenfalls im Originaltext.

    zu 2. Sie haben die Zahl nicht als “ungefähr” gekennzeichnet, sondern als “rund”. Ein Unterschied. Abgesehen vom Sprachlichen: wenn zwei Zahlen genannt werden, erwarte ich keine Rundung oder einen Mittelwert, sondern die zwei Zahlen: “zwischen … und …” Sehr unsauber geschrieben.

    zu 3. nicht die Anzahl der MA wurde moniert, sondern der Zusammenhang zu den Einnahmen. Und auch da ist ein sehr tendenzieller Ton, wie im gesamten Artikel.

    Comment by etg — April 20, 2010 @ 11:23 am

  10. [...] eine sehr eigene, sehr lesenswerte Art und Weise mit der Debatte (die in den vergangenen Tagen an unterschiedlichen Stellen geführt wurde) über den vermeintlichen Gegensatz von Bloggern und Journalisten. Dazu ist [...]

    Pingback by Digitale Notizen » Blog Archive » Analphabeten, Zausel und die FAZ — April 21, 2010 @ 11:57 am

  11. @8. und damit von meiner Seite Schluß und Ende – wenn du mir eine Emailadresse geben würdest – oder dich sonstwie offenbaren würdest – ich glaube, ich würde glatt bei dir Ironieunterricht nehmen.

    Over and out.

    Comment by Martin Koser — April 21, 2010 @ 10:53 pm

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