09.11.09 | 12:35 | In eigener Sache | 7 Kommentare

Heute so, morgen so

Der Anwalt muss natürlich bezahlt werden. Ich gehe zwar ingesamt davon aus, dass ich nicht draufzahle, aber dieser Einzelposten ist schon kostenpflichtig. Ich wusste das nicht, weil dessen Rechnung nach Berlin geschickt wurde, ich bin aber gerade in New York. – Eva Schweitzer per Mail aus New York.

Damit wir uns Recht verstehen: Ich stehe vollkommen hinter dem Zitat, das ich von Eva Schweitzer veröffentlicht habe. Wie von mir veröffentlicht, und nicht anders, hat sich Schweitzer am Telefon ausgedrückt.

Und dann antwortete sie ja noch in ihrem taz-Blog auf folgende Frage von Alvar Freude am 31. Oktober: “Das Unternehmen, das Ihnen die Urheberrechtsverletzungen sammelt, stellt/vermittelt das auch den Anwalt? Oder müssen Sie den selbst und in jedem Fall einzeln beauftragen?” – “Es ist ein Gesamtpaket”.

Nach diversen Telefonaten und dem Lesen von Eva Schweitzers diversen Statements will ich aber nicht länger ausschließen, dass sie schlicht keine Ahnung davon hat, was eigentlich genau im Netz und in Kanzleien abläuft, seit sie das Hamburger Unternehmen Textguard beauftragt hat, nach unerlaubten Veröffentlichungen ihrer Texte zu suchen. Genau genommen werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Möglichkeit nicht nur nicht auszuschließen ist, sondern sehr wahrscheinlich. (Warum sonst würde sie in ihrem neusten Beitrag den angeblichen Link auf nomnomnom.de auf eine etwas seltsame Presseerklärung als Beweis dafür sehen, dass nomnomnom.de eine kommerzielle Webseite sei)?

Bei so viel Durcheinander kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass Schweitzer bei unserem Telefonat vergangene Woche wirklich nicht wusste, dass sie einen Rechtsanwalt zu bezahlen habe. Offen bleibt die Frage, wie Schweitzer mit diesem ihrem Durchblick ein Leben zwischen Berlin und New York hinbekommt.

7 Kommentare »

  1. Da Frau Schweitzer meinen Kommentar wahscheinlich nicht veröffentlichen wird, schreibe ich ihn hierher.

    Frau Schweitzer,
    Ihr überhebliches, oberlehrerhaftes Getue ist unerträglich. Die “neugewonnenen Leser” werden nicht lange bleiben, da machen Sie sich mal keine Hoffnung. Und wenn Sie Ihre “kostbare Lebenszeit” mit Plattitüden wie diesem Artikel verplempern, scheint Ihr Vertändnis von “kostbar” ja ein recht verzerrtes zu sein.

    Hochachtungsvoll,
    ein spätpubertierender Sandkastenblogger.

    Comment by daMax — November 9, 2009 @ 2:15 pm

  2. @daMax Sie sind nicht alleie! Das macht Frau Schweitzer auch mit 2 Links von mir in ihrem Blog die auf diesen Beitrag verweisen…

    Comment by Stefan — November 9, 2009 @ 2:35 pm

  3. ein link zur open office mouse soll gleich kommerziel sein? darf man also nach der ansicht von frau schweitzer gadgets und co mehr verlinken?^^ raff ich nicht^^

    Comment by hä? — November 9, 2009 @ 5:28 pm

  4. @hä
    genau diese o.g. Aussage lässt tief in das Verständnis dieser Person ins virtuelle Zeitgeschehen blicken…aber New York iss ja sooo hip!

    Comment by Stefan — November 9, 2009 @ 5:51 pm

  5. Ich schreib jetzt auch ein Buch:

    Schweitzer Momente: Geschichten aus Nerd Land

    Comment by Stefan — November 9, 2009 @ 5:55 pm

  6. Der genannte Buchtitel kann mit Quellenangabe natürlich frei verwendet werden.

    Comment by Stefan — November 9, 2009 @ 6:31 pm

  7. [...] Update: Johannes Boie hat sich weiter mit dem Thema beschäftigt, hier und [...]

    Pingback by Prima Idee « …Kaffee bei mir? — November 9, 2009 @ 7:00 pm

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