05.11.09 | 12:31 | Digitalia | Meinung | 6 Kommentare

Kritik dem Kritiker

Gelegentlich gibt es sie also doch, die ausgleichende Gerechtigkeit. Auch wenn man in diesem Fall getrost darauf verzichten könnte.

Aber dass ein rechtsaußen Weblog wie Politically Incorrect (PI) voll fremdenfeindlicher Beleidigungen ausgerechnet von Kay Sokolowsky im Internetmagazin Telepolis kritisiert wird, entbehrt leider nicht einer gewissen Ironie.

Denn Sokolowsky hat bereits dem Internetportal Muslim Markt ein Interview gegeben und befindet sich seinerseits auf einem ideologisierten Kreuzzug. Gegen islamkritische Denker unterschiedlichster Ausprägung nämlich. Und Sokolowskys Interviewpartner Muslim Markt wiederum, stand – und das im Gegensatz zu Politically Incorrect – unter Beobachtung des Verfassunsgschutzes. Die Betreiber der Webseite, die Brüder Özoguz, sind in gut informierten Kreisen als überzeugte Islamisten bekannt.

Kein Wunder also, dass die Kommentatoren bei PI, die oft an einen Stammtisch voll fremdenfeindlicher Kleingeister in der tiefsten Provinz erinnern, gut zu lachen haben. Denn wer Feinde wie Sokolowsky hat, muss sich um steten Zuwachs an Unterstützern nicht sorgen.

6 Kommentare »

  1. Und, wie man unter anderem seinen Kommentaren hier (http://www.wadinet.de/blog/?p=2286) entnehmen kann, hat der Kay Sokolowsky wahrhaft eine Mission …

    Comment by Janis Vogt — November 5, 2009 @ 3:10 pm

  2. Da sind Sie aber falsch informiert, PI wird sehr wohl überwacht.
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,589430,00.html

    Warum dem “Anderen” nicht ein Interview, wenn es doch kritisch ist.
    Warum auf einen Autor hetzen, ohne je eine Zeile des Buches gelesen zu haben?
    Er scheint Menschen wie Ihnen ja gewaltig auf die Füße zu treten, denken Sie mal darüber nach.
    Wäre das, was er zu sagen hat, wirklich so daneben, wie Sie meinen, dann hätte sich niemand auch nur einen Deut darum gekümmert. Aber da hetzt einer nicht mit und schon gibt es auf PI einen Block, in dem jeder seine üblen braunen Gedanken abladen darf. Haben Sie mal gelesen, wie der Ausdruck auf PI ist?
    Und Herr Janis Vogt hetzt ja auch ganz gerne mit.
    Macht Spaß, wenn man keine Freunde hat, oder?

    Comment by M. Brettschneider — November 5, 2009 @ 3:37 pm

  3. Danke für den Link. Ich gehe dennoch nicht davon aus, dass ich falsch informiert bin.
    PI ist mir sehr gut bekannt. Und ich begrüße Kritik an der Seite, vor allem hilfreiche. Allerdings: Leute, die mit Muslim Markt reden, sind meiner Meinung nach entweder schlecht informiert oder verblendet.

    Comment by Johannes Boie — November 5, 2009 @ 4:50 pm

  4. Schlecht informiert in diesem Fall nicht, wie diesem Vorabdruck eines Kapitels des Buches zu entnehmen ist, wusste Sokolowsky sehr genau, mit wem dem er sich da einlässt, wenn er ein Interview gibt http://www.rotbuch.de/images/medien/9783867890830-Leseprobe.pdf

    Comment by Janis Vogt — November 5, 2009 @ 5:25 pm

  5. Ich persönlich finde es viel schlimmer, wenn Menschen sich hinter Nicks verstecken und auf PI rumpöbeln in einer Fäkalsprache, aus der nur Hass auf den anderen spricht, als wenn jemand öffentlich seine Meinung sagt.
    Ein Interview ist ein Interview, einer fragt, einer antwortet.
    Und ich finde es in diesem Falle auch nicht verwerflich, dass sich der Autor demjenigen ein Interview gibt, den er auch kritisiert. Und ich unterscheide da auch etwas: EINLASSEN, das bedeutet für mich persönlich etwas anderes.

    Wenn mich ein Mensch etwas fragt und ich ihm eine Antwort gebe, lasse ich ich dann auf ihn ein? NEIN, nicht unbedingt.
    Vielleicht können Sie den Unterschied erkennen.

    Ich achte Herrn Sokolowsky genau deshalb, weil er offen redet und sich nicht versteckt.

    Comment by M. Brettschneider — November 5, 2009 @ 5:41 pm

  6. Herr Boie,
    sie zitieren kein Wort aus meinem Interview mit Muslim-Markt. Trotzdem erlauben Sie sich, festzustellen, daß ich mich auf “einem ideologisierten Kreuzzug” befinde. Warum? Weil ich mit Muslim-Markt geredet habe. Deshalb müssen Sie ja auch nichts zitieren. Deshalb ist klar, daß ich einen “Kreuzzug” führe, einen “ideologisierten” gar. Sie müssen deshalb überhaupt gar nichts belegen. Die Sache ist klar, weil die Sache klar ist, und darum ist alles klar: So tautologisch zu argumentieren und dabei keine Scham empfinden: Das muß schon ein Segen sein. Wie sagt nicht schon der paradigmatische Schmock in den Texten von Karl Kraus: “Eh schon wissen!”
    Ich halte es ja aus, kritisiert zu werden: Aber warum kritisieren Sie mich nicht für das, WAS ich sage, sondern allein dafür, ZU WEM ich es gesagt habe? Vielleicht weil Sie keine Lust haben, sich auch nur drei Sekunden lang damit zu befassen, was ich dem Muslim-Markt geantwortet habe? – Daß Sie mein Buch bestenfalls vom Hörensagen kennen, lasse ich Ihnen durchgehen: So ein vielbeschäftigter Mann wie Sie kann ja nicht plötzlich anfangen zu recherchieren, bevor er losbloggt. – Aber dann schreiben Sie das doch bitte dazu, bevor Sie hier auf Kenner und Autordurchschauer machen. Wäre immerhin fair gegen die Leser Ihres großartigen Weblogs.
    Kay Sokolowsky

    Comment by Kay Sokolowsky — November 7, 2009 @ 1:49 am

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