01.09.09 | 23:02 | Fatal viral | 16 Kommentare

Friendly Fire: Die gescheiterte Mission der Jungen Union

Man kann natürlich auch auf Wählerstimmen aus Mitleid hoffen. Was die Umfragewerte der SPD vor den Landtagswahlen als vernünftige Strategie der Genossen gerechtfertigt hätten, hat jetzt aber die Junge Union perfektioniert. Ein besonders eindrucksvolles Dokument der Traurigkeit politischer Nachwuchsarbeit hat der Nutzer JungeUnionTS auf Youtube gestellt. “Die Junge Unio-hon / ist unsere Missio-hon.”

(via Spreeblick)

Nachtrag, 2. September 16.11 Uhr: Kollege Michael König hat mal aufgeschrieben, wie das Video so ankommt. Und auch, wo es herkommt. Mein Lieblingszitat liefert der Bundesgeschäftsführer der Jungen Union, Thomas Dautzenberg: Der sagt allen Ernstes, das Video zeige “wie kreativ JU-Mitglieder sind.” Klingt ein bisschen, nach der Mutter, die die Dummheit des eigenen Kindes mit einem Verweis auf dessen angebliche Hochbegabung rechtfertigt. Übrigens: Abgesehen davon, dass man als Journalist unparteiisch sein sollte, war für mich auch immer ein guter Grund nie in eine Partei einzutreten, dass ich gerne sage, was ich wirklich denke.

Nachtrag, 3. September 22.30 Uhr: Habe das ursprüngliche, mittlerweile gelöschte Video durch eine Kopie ersetzt. Nicht umsonst heißt es ja im Lied: “Die JU wird immer sein. / Komm mit und sei auch Du dabei!”

16 Kommentare »

  1. Wird dieser Müll nun auch auf eine CD gepresst und auf Schulhöfen verteilt?

    Comment by Fabian — September 2, 2009 @ 11:53 am

  2. Ob’s wirklich sinnvoll ist, denen jetzt auch noch Views zu verschaffen?

    Comment by daMax — September 2, 2009 @ 2:53 pm

  3. [...] in Kürze an dieser Stelle zu erwarten. Allerdings stieß ich soeben hier (wobei, das gibt es auch hier und hier und an schätzungsweise nahezu unendlich anderen Stellen) auf folgendes Video, in dem man [...]

    Pingback by Hirnschrittmacher » Eigentlich hatte ich mir das alles etwas anders vorgestellt — September 2, 2009 @ 10:53 pm

  4. Ich wusste gar nicht, dass die Humor haben!

    Comment by Gila 46 — September 3, 2009 @ 12:52 am

  5. übel!

    Comment by 12 — September 3, 2009 @ 9:56 am

  6. video wurde gelöscht

    Comment by horst — September 3, 2009 @ 12:32 pm

  7. So etwas ähnliches wurde schon mal in Deutschland gesungen
    danach wurde die Jugend auf dem schlachtfeld verheizt.

    H….?

    Comment by Klaas — September 3, 2009 @ 12:54 pm

  8. @klaas: bitte in zukunft vor dem klick auf “kommentar absenden” kurz nachdenken. danke.

    Comment by Johannes Boie — September 3, 2009 @ 5:12 pm

  9. Naja auch wenn die vergleiche natürlich immer radikaler klingen…

    Allein das sie sich selbst als JU abkürzen hat auch mich direkt an die HJ erinnert…
    das ist ähnlich wie Schüler die Bundes Republik Deutschland im Geschichtsunterricht mit BRD abkürzen – wo dies doch nur der Konter zu DDR war…

    Comment by aberaber — September 3, 2009 @ 6:03 pm

  10. ich glaub, man sollte es eher so machen:

    http://www.youtube.com/watch?v=SiMTfr1Xifo

    Comment by Hans Müller — September 4, 2009 @ 11:09 am

  11. lieber “hans müller” freut mich, dass mein blog auch im bundestag gelesen wird, wie Ihre ip verrät. andererseits sprichts mal wieder nicht für die internetkompetenz Ihrer partei, wie Sie das spd-video verbreiten und nicht eben für Ihre persönliche kreativität, sich dabei “hans müller” zu nennen. schreiben Sie mir doch das nächste mal lieber ne ehrliche mail. viele grüße nach berlin!

    Comment by Johannes Boie — September 4, 2009 @ 2:50 pm

  12. Es hätte mir den Schlaf geraubt, wenn dies Weltkultur-Erbe verloren gegangen wäre, daher: heißen Dank für den Ersatz für das gelöschte Video!

    Comment by Wolf-Dieter — September 4, 2009 @ 10:26 pm

  13. *würg* xD

    Comment by äääähm — September 6, 2009 @ 8:59 pm

  14. ps:
    “Übrigens: Abgesehen davon, dass man als Journalist unparteiisch sein sollte, war für mich auch immer ein guter Grund nie in eine Partei einzutreten, dass ich gerne sage, was ich wirklich denke.”

    geht mir als normale privatperson genauso ;)

    Comment by äääähm — September 6, 2009 @ 9:01 pm

  15. [...] könnte ich es mir selber nicht verzeihen, Ihnen das nächste Glanzstück aus der kleinen Serie “Union — Wählen aus Mitleid” vorzuenthalten. Beziehungsweise jene Leser, denen der Spot im Kino begegnet, nicht vorgewarnt zu [...]

    Pingback by Hartmut Koschyk macht nicht nur Hunde glücklich « Schaltzentrale — September 8, 2009 @ 3:49 pm

  16. [...] gut gemachten, aber inhaltlich in weiten Teilen grausamen Webpräsenzen der SPD anschaut, wer ihre dreist-plumpen Versuche zur Streuung viraler Inhalte mitbekommt, glaubt jedes Wort in dem Text. Was nicht heißt, dass  andere Parteien in der Hinsicht [...]

    Pingback by Lesenswertes (3) « Schaltzentrale — September 24, 2009 @ 4:12 pm

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar