Fünf Thesen von… Stefan Hennewig (CDU)
(Im Format „Fünf Thesen“ gebe ich den ersten Teil der Sätze vor, die Vervollständigung leistet mein Gesprächspartner.)
Stefan Hennewig ist in der CDU-Bundesgeschäftsstelle für den Online-Wahlkampf verantwortlich.

1. Durch den Einsatz neuer Medien ist der Wahlkampf 2009 vielschichtig und interessant – auch für neue Wählerinnen und Wähler.
2. Das Verhältnis digitaler Wahlkampf zu Straßenwahlkampf beträgt bei der CDU 100 zu 100, da man digitale Maßnahmen nicht gegen Plakate, Spots und Broschüren aufrechnen kann.
3. Dass sich derzeit ungezählte Surfer beim Blog netzpolitzik.org über das CDU-Plakat mit Wolfgang Schäuble lustig machen, stimmt so nicht, da die Remixe sich nicht (alle) lustig machen, sondern sich mit dem wichtigen Thema unseres Plakates auseinandersetzen.
4. Dass viele Videos im CDU-Kanal auf youtube nur im dreistelligen Bereich geklickt wurden, zeigt, wie breit unser bereits über 600 000 mal genutztes Video-Angebot im Internet schon ist.
5. Die CDU wird die Wahl im September gewinnen, obwohl wir Mitbewerber haben, die lieber auf Negative Campaigning als auf eine sachliche Auseinandersetzung setzen.
(Bild: oh)
3 Kommentare »
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Beispiel für negative Campaigning statt sachliche Auseinandersetzung:
http://www.youtube.com/watch?v=PCt1DI5dBTI
Comment by ollyy — August 20, 2009 @ 10:47 am
Sehr diplomatische Statements
Aber, abgesehen von der in Kommentar 1 getroffenen Feststellung:
Welche sachlichen Auseinandersetzungen sind genau gemeint? Die Dienstwagenaffäre? Das… äh…
Ja, wofür steht die CDU in diesem Wahlkampf eigentlich, sachlich betrachtet, ein? So mit konkret und ohne Personen-/Flaggenwahlkampf?
Comment by RA — August 20, 2009 @ 11:33 am
Er sieht zwar nicht aus wie ein Webseitenausdrucker, aber er redet schon wie einer. In Berlin würde man so jemand “Politischen Zukunftskandidaten” oder so nennen: Keine Ahnung vom Thema, aber alles schön sonnig reden, auch wenns in Strömen regnet.
Zur ersten These: Wohl kaum jemand, der im Zeitalter des Internet lebt, wird die Partei der Zensurulla oder des SSchäble wählen. Oder auch die Partei der roten Umfaller, die krampfhaft zu zeigen versuchen, dass sie noch weniger Ahnung haben.
Zur zweiten These: Der digitale Wahlkampf findet schlicht und ergreifend ohne die etablierten Parteine statt, weil die immer noch im letzten Jahrtausen leben und am liebsten die Zeit zurückdrehen würden.
Zur dritten These:Ja, die Remixe setzen sich mit der Lächerlichkeit der Wahlaussagen auseinander. Wer bisher “1984″ nicht an der Totalüberwachung erkannt hat, wirde es vielleicht beim Neusprech der Plakate erkennen.
Zur vierten These: Mal wieder missverstehen die Politiker das Netz als eine billige Plakatsäule. An echter Interaktion und Kommunikation besteht weiterhin kein Interesse. Das zeigt sich in den weltfremden Entscheidungen der Politik.
Zur fünften These: Die Hoffnung sirbt zuletzt, lange nachdem das letzte sachliche Argument den Planeten verlassen hat, auf dem Herr Hennewig lebt. Wir wünschen Ihme alles Gute bei der Heimkehr zur Erde!
Comment by Christian Treczoks — August 20, 2009 @ 10:10 pm