Archiv für die ‘München’ Kategorie

München | 5. Oktober 2010 | von lisa | 0

Aus is’

Hacker

Es roch nach Mandeln und menschlichen Ausscheidungen, es gab Umarmungen und Schlägereien: Doch nun ist sie Vorbei die Jubiläumswiesn. Wir waren am letzten Abend im Hackerzelt. Ein letztes: “Sierra, sieeeeeerra Madre….”

München | 4. Oktober 2010 | von lisa | 0

Zu Wiesn blau, nicht rot

 FC Bayern

In München geht während des Oktoberfestes ziemlich viel drunter und drüber. In den Hotels, in den U-Bahnen, aber auch beim Fußball. Der TSV 1860, in den vergangenen Jahren alles andere als vom Glück verwöhnt, hat eine beachtliche Wiesnbilanz vorzuweisen: drei Siege, ein Unentschieden. Der große FC Bayern dagegen versagte auf ganzer Linie. Die Wiesnbilanz der Roten: drei Niederlagen, ein Unentschieden.

Gestern nach dem 0:2 gegen Dortmund muss es in der Kabine recht heftig zugegangen sein. Denn nun heißt es: Der FC Bayern hat seinen für Montagmittag geplanten Wiesnbesuch abgesagt. Auf Grund der sportlichen Situation habe Trainer Louis van Gaal anstelle der Wiesn-Feier eine Trainingseinheit angesetzt, heißt es.

Foto: dapd

München | 3. Oktober 2010 | von moritz | 0

Der Run nach der Verknappung

Bier
Viele hatten befürchtet, dass wegen des großen Ansturms zum Wiesnende das nach altem Rezept gebraute Bier auf der historischen Wiesn ausgehen könnte. Doch Christian Winklhofer, Sohn des Wirtes des historischen Festzeltes, sagt: “Wir haben noch viel Jubiläumsbier.” Er rechne sogar damit, dass am Ende etwas übrig bleibt. Wie das Gerücht, dass das Bier knapp werde, aufgekommen ist, kann er sich nicht erklären. Aber es stört Winklhofer nicht, im Gegenteil. “Marketingmäßig war das super, weil Verknappung ja immer einen Run auslöst.” Viele Besucher würden nun extra kommen und ein, zwei Maß von dem einmaligen Bier zu trinken. Tatsächlich sieht das Jubiläumsbier am Sonntag noch so schaumig wie am ersten Wiesntag aus – und schmeckt auch so.

Am Montag wird die Historische Wiesn voraussichtlich länger als 20 Uhr geöffnet bleiben. “Damit das Bier weggeht”, sagt eine Bedienung. Von 15 Uhr an können die Besucher für zwölf Euro die Steinkrüge erwerben.

Dem Jubiläumsbier waren die Münchner also recht angetan, den Krügen jedoch nicht alle. Es hat einige Beschwerden gegeben von Gästen, die dem Krug misstrauten. Dass dort wirklich ein Liter reingeht, glaubten sie erst, als nachgemessen wurde.

Foto: dpa

München | 1. Oktober 2010 | von lisa | 0

Achterbahn und Karussell für lau

Star

Da sagt noch einer, ein Wiesnbesuch sei teuer: Am Montag, dem letzten Tag der Jubiläumswiesn, kann man eine Stunde lang alle Fahrgeschäfte fahren, ohne einen einzigen Cent zu zahlen. Die Münchner Schausteller und Marktkaufleute schenken zwischen 13:30 und 14:30 Uhr eine Stunde Freifahrt zum Oktoberfest-Jubiläum. Da kann man nur hoffen, dass man nicht eine Stunde lang anstehen muss.

Foto: Robert Haas

München | 29. September 2010 | von tobias | 0

Wenn die Regionalbischöfin zum Bier lädt…

Breit-Kessler

Eine ganz besondere Verbindung hat Susanne Breit-Keßler zu den Wirtsleuten des Löwenbräu-Zelts. Als die im November 2000 gekürte Münchner Regionalbischöfin ein Dreivierteljahr später ihre Mitarbeiter zu einem Wiesn-Nachmittag einladen wollte, bekam sie nur Absagen. Alles belegt. Kein Wunder, schließlich hatte Breit-Keßler erst im August daran gedacht, einen Platz zu reservieren. Nur ein Wirt hatte ein Einsehen mit der Kirchenfrau. Wiggerl Hagn murmelte, das würde man schon hinkriegen – und seitdem feiert das Breit-Keßler-Büro (vier Frauen, zwei Männer) jedes Jahr im Löwenbräu-Zelt. Und wenn die Kapelle alte Rock-Klassiker spielt, dann singt auch die Regionalbischöfin (Lieblingssong: „Proud Mary“) inbrünstig mit.

Das erste Bier, so erzählt Breit-Keßler am Wiesn-Tisch der SZ, habe sie mit 17 getrunken – unter Aufsicht ihres Vaters. Ihre Mitarbeiter müssen bei der Wiesn-Feier jedoch nach einer gewissen Zeit auf die Chefin verzichten. Gegen 20:30 Uhr lässt sie ihre Mitarbeiter alleine weiterfeiern. Auf die freien Plätze werden dann andere Feierfreudige eingeladen, die dann mit etwas Glück noch von den restlichen Bier- und Essensgutscheinen profitieren. Wenn das nicht praktizierte Nächstenliebe ist!

Foto: Stephan Rumpf

München | 29. September 2010 | von birgit | 0

Ude: “Sonst kann ich ja gleich Limo trinken”

Ude

Christian Ude mag nicht nur die Wiesn -  das ist ja auch das Mindeste, wenn man in München Oberbürgermeister werden will. Der Chef im Rathaus mag auch das Bier, und zwar das mit Umdrehungen.  Ein Dialog zwischen Rathauschef und Chef-Bedienung in der Boxe:

Ober: Eine Bleifreie, Herr Ude?

Ude (reißt die Augen auf): Bleifrei? Na. Eine echte! Sonst kann ich ja gleich Limo trinken.

Ober: Und zu essen?

Ude: Na. Nix zu essen. Nur was zu trinken.

Einen kräftigen Schluck und eine Stunde später: Christian Ude verlässt das Zelt. Zurück bleibt ein Maßkrug. Halbleer. Oder doch halbvoll?

Foto: Robert Haas

München | 29. September 2010 | von lisa | 0

Joop fordert: Dirndl statt Jeans – nicht nur zur Wiesnzeit

Joop

Modeschöpfer Wolfgang Joop kann das Oktoberfest nicht besonders leiden, Drindl dagegen schon! Er empfiehlt den Frauen dieser Welt sogar, die Tracht nicht nur zur Wiesn anzuziehen, sondern auch im Alltag. Bei einer Veranstaltung in München sagte er laut der Nachrichtenagentur DAPD: “Trachten finde ich sehr schön, eine barocke Mode. Wenn die meisten Frauen wüssten, wie sie aussehen mit den sogenannten Jeans, die man heutzutage trägt.” Er könne daher nur raten: lieber ein Dirndl. “Der Frauenkörper ist eigentlich für Jeans nicht gedacht. Die meisten sehen aus wie eine Bodenvase: Oben kommen die Blumen raus – an der breitesten Stelle.”

Foto: DAPD

München | 28. September 2010 | von lisa | 0

Der Wiesn-BH

Breznhalter

Vor drei Tagen haben wir es erstmals auf der Wiesn gesehen: Auch Männer tragen BH, zumindest diejenigen mit Lederhose! Der Wiesn-BH stützt nicht die Brust, sondern die Magengegend. Ob der Breznhalter sich ähnlich flächendeckend durchsetzen wird wie der Büstenhalter?

Foto: Mati

München | 28. September 2010 | von lisa | 0

Wiesn-Liebe

Herzl

Oktoberfest 2000, ein Tag Ende September, 23 Uhr: Eva, Jenny und ich verlassen das Bierzelt und machen uns auf den Heimweg. Vor dem Wienerwald legen wir eine kleine Pause ein. Plötzlich kommen drei Jungs auf uns zu und fragen nach Feuer. Einer davon ist Klaus. Inzwischen ist er mit Eva verheiratet.

Oktoberfest 2010, ein Tag Ende September, 11 Uhr: Eva und Klaus feiern Zehnjähriges und laden alle, die damals am Kennenlernen “schuld” waren, in die Bräurosl ein. Wiesnliebe kann so schön sein!

München | 27. September 2010 | von admin | 0

“Ah, die Bavaria”

kinseher

Stolz präsentiert sie ihr Dindl. Schwarz ist es mit kleinen Blumen drauf. Doch als Clou zeigt sie ihre grüne Schürze. “Das ist mein SZ-Dindl” , scherzt die Kabarettistin. Doch wer in diesen Tagen mit Luise Kinseher spricht, will mit ihr nicht über die Farbe ihrer Schürze oder die Anzahl der Dirndl in ihrem Kleiderschrank sprechen, sondern über das kabarettistische Großereignis im Freistaat: den Nockherberg. Sie wird als mögliche Nachfolgerin von Michael Lerchenberg für die Fastenrede gehandel. Aber kaum kommt das Thema auf ihre mögliche Rolle, verstummt sie, presst die Lippen aufeinander. Nur das Grinsen, das sich in ihrem Gesicht breit macht, kann sie nicht unterdrücken. Es sei “definitiv noch nichts entschieden” – das ist der einzige Satz, den sie sich entlocken lässt. Umso mehr schwärmt sie von ihrer Rolle als Bavaria, die sie im Frühjahr auf dem Nockherberg gespielt hat. Von der “Energie”, die diese Figur auf die Zuschauer ausgestrahlt hätte, von ihrem Partner Helmut Schleich als Franz Josef Strauß. Und wie viele Menschen sich jährlich den Nockherberg anschauen. Einmal sei sie sogar in der Schwabinger 7 von einem 18-Jährigen mit den Worten begrüßt worden: “Ah, die Bavaria!” Wie wäre die Resonanz dann erst auf die erste Frau in der Rolle des Bruder Barnabas? Eines müsste sich auf jeden Fall ändern. Der Name. Schwester Barnabarbie wäre doch was, findet Kinseher. Sicher, nur bitte nicht mit blonder Perücke.

Birgit

Foto: Robert Haas