Archiv für die ‘Digital’ Kategorie

Digital | 16. April 2010 | von johanneskuhn | 1

Das Beste zum Schluss – doch was bleibt?

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Das Beste zum Schluss – was zu vielen Gelegenheiten nicht stimmt, trifft auf die re:publica zu. Das lag an zwei äußerst prominenten Gästen: Da war DM-Gründer Götz Werner, Deutschlands bekanntester Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens. Hessisch-entspannt prangerte er die Verkoppelung von Arbeit und Einkommen an, verglich Hartz IV mit “offenem Strafvollzug“ und   warb für eine Gesellschaft, die ohne den Zwang zu unerfüllender Arbeit zur Selbstverwirklichung kam. Wer allerdings dachte, die digitale Bohéme würde Werner ohne Widerrede folgen, sah sich getäuscht – weil genaue Zahlen und Antworten auf viele Fragen fehlten, musste er sich auch Kritik anhören.

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Miriam Meckel, derzeit vor allem wegen ihres Burn-Out-Buches in den Schlagzeilen, gelang, woran Frank Schirrmacher in den Augen vieler Kritiker gescheitert ist: Ihr Vortrag zu den Grenzen des menschlichen Ermessens wirkte überzeugend, weil sie Lücken in der Algorithmus-Argumentation Schirrmachers schloss – oder ihre Thesen zumindest weniger ich-lastig verkaufte. Weil wir uns bei Entscheidungen immer mehr auf Algorithmen verlassen (der Amazon-Algorithmus empfiehlt Frau Meckel übrigens ihr eigenes Buch), der Computer jedoch keinen Zufall berechnen kann, bewegen wir uns immer mehr in einem eingegrenzten Raum. Wenn der Determinismus zunimmt und der Ermessensspielraum schwindet, verlieren wir auch unsere Freiheit, so das Argument. Das Gegenargument, das soziale Web würde für Unberechenbarkeit der Entscheidungen sorgen, entkräftet Meckel mit dem Hinweis darauf, dass die Kommunikation und der Informationskonsum im Web durchaus zur Echokammer werden können – also auch hier die Wahrscheinlichkeit des Zufalls deutlich gemindert wird. Ob sich aus dem Meckel-Vortrag die Debatte ergeben wird, die sich Schirrmacher eigentlich gewünscht hat?

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Ob die angestoßenen Debatten (die hier nicht alle erwähnt wurden, Stichwort Feminismus) in den kommenden Wochen auf größere Resonanz stoßen werden? Verläuft die Trennung zwischen Digital Residents und Digital Visitors oder findet vor allem eine innere Aufspaltung der Netzgemeinde statt? Wird die Debatte über das Internet bald gesamtgesellschaftlich geführt? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung und bin etwas erschlagen von den vielen Themen. Wie immer war die re:publica interessant wie redundant, kann der Status der deutschen “Blogosphäre“ als stabil (2500 Teilnehmer, Themen jenseits des Tellerrands) oder komatös (wer bloggt heute noch und welcher Otto-Normalbürger kennt deutsche Blogs und ihre Themen) bezeichnet werden. Antworten auf die großen Fragen nach den Eckpfeilern einer digitalisierten Gesellschaft werden nicht hier auf der Konferenz verhandelt – doch immerhin werden sie hier klar benannt, wird nicht mehr nur im eigenen Saft geschmort. Und auf die grauhaarigen Ladys mit Laptoptaschen warte ich weiterhin.

Digital | 16. April 2010 | von johanneskuhn | 3

Befreit die Daten

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Der These, Deutschland ein Internet-Entwicklungsland, kann ich nur bedingt zustimmen – in einem Bereich aber trifft sie absolut zu: Bei den Bestrebungen, Daten von Behörden und politischen Institutionen öffentlich zugänglich und maschinenlesbar zu machen, liegen wir um Jahre hinter Ländern wie den USA  und Großbritannien zurück. Rob McKinnon erzählte gerade etwas zu diesem Thema und zeigt Beispiele wie FixMyStreet, MySociety oder Tweetminister (letzteres wertet aktuell die Twitter-Nachrichten zu britischen Politikern aus). Auf der EU-Ebene ist Farmsubsidy zu erwähnen, in den USA hat Barack Obama eine Transparenzinitiative ins Leben gerufen, die später in einem weiteren Vortrag genauer unter die Lupe genommen wird.

Und Deutschland? Wer einmal auf der Seite eines Länderparlaments nach dem Transkript einer Sitzung gesucht hat, weiß, wie weit es hier mit der Internetaffinität her ist. Damit sich das ändert, haben sich nun einige Transparenzenthusiasten zusammengetan, um die Deutschland API zu entwickeln – eine offene Schnittstelle, durch die es endlich möglich sein soll, Regierungsdaten und Statistiken ohne großen Aufwand zu aggregieren und auszuwerten. Ein Projekt, das daraus entstanden ist, heißt Petition24 und zeigt die aktuellen Bundestagspetitionen inklusive Parameter wie die Entwicklung der Unterstützerzahl. Im Anschluss an die re:publica wird ein Open Hackday stattfinden, aus dem neue datenbasierte Transparenzprojekte hervorgehen sollen. Ob die Bundestagsverwaltung einige hundert Meter überhaupt weiß, was sich hinter dem Prinzip des Open Government verbirgt?

Foto: iStock

Digital | 15. April 2010 | von johanneskuhn | 0

Wikileaks und die Folgen

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Bereits auf den Fluren der re:publica war das Stichwort Wikileaks öfter zu hören – die Veröffentlichung des Irak-Videos vor wenigen Tagen hat der Plattform endgültig auf die Landkarte der internationalen Publizistik gesetzt. Bei seiner Präsentation wurde Daniel Schmitt (sorry für das unscharfe Foto) – neben dem wegen Krankheit abwesenden Julian Assange das Gesicht der Plattform – entsprechend gefeiert.

Wer Wikileaks bereits kannte, konnte nicht viel Neues erfahren – für alle anderen war es spannend zu sehen, welche Dimensionen das Projekt inzwischen angenommen hat. Was ich noch nicht wusste: Wikileaks will Journalisten die Möglichkeit geben, Artikel bei sich zu publizieren – falls sie an anderer Stelle aus irgendwelchen Gründen vom Netz genommen wurden.

Wikileaks wird den Journalismus verändern, weil die schnelle Upload-Methode anonyme Tipps enorm vereinfacht – gleichzeitig macht mir die Veröfentlichung von privaten Informationen in solchen Dokumenten (nach dem Motto “Ganz oder garnicht“) ziemliche Bauchschmerzen. In jedem Fall wird Wikileaks dafür sorgen, dass etablierte Medienseiten künftig öfter Faksimiles ins Netz stellen werden – Zeit wird es.

Übrigens: Einen Mangel an Selbstbewusstsein kann man den Machern der Enthüllungsplattform nicht vorwerfen. Das Präsentationsmotto: “Introducing the most aggressive press agency in the world“.

Digital | 15. April 2010 | von johanneskuhn | 1

Netzneutralität – wohin schwingt das Pendel?

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Der Strom kommt aus der Steckdose, das Internet aus der Telefonbuchse: Menschen für das Thema Netzneutralität zu begeistern, ist ungefähr so schwierig wie der Versuch, aus Horst Köhler einen Karnevalsprinzen zu machen. Dennoch bin ich überrascht: Die re:publica hat in diesem Jahr einen ganzen Tag dem Thema Netzneutralität gewidmet, im aktuellen Vortrag des US-Aktivisten Marvin Ammori (Foto) sitzen jedoch gerade einmal etwa 50 Menschen – bei 2500 Konferenzteilnehmern.

Worum geht es? Netzneutralität bedeutet, dass jedes Datenpaket, das über das Internet verschickt wird, gleich behandelt werden muss – egal ob riesige Filesharing-Datei oder eine klitzekleine Chat-Nachricht. In Zeiten, in denen viele Nutzer auf datenintensive Dienste wie YouTube zurückgreifen und die Konkurrenz auf dem Markt groß ist, drängen Internetprovider auf eine Ablösung dieses Prinzips: Wer mehr zahlt, soll für seine Daten Vorfahrt erhalten, so der Wunsch. Die Lautstärke der Forderung wächst mit der Erkenntnis vieler Provider, dass sie mit der Bereitstellung von Breitbandanschlüssen kaum noch Geld verdienen können – man spricht auch von “dumb pipes“, also dummen Leitungen. Während Apple also beispielweise an einer Ein-Dollar-App 30 Cent Provision verdient, bekommen die Anbieter heruntergerechnet den Bruchteil eines Bruchteils eines Cents.

Noch vor kurzem schien ein Ende der Netzneutralität kein Thema: US-Präsident Barack Obama gilt als Freund des Prinzips, das von der Federal Communications Commission durchgesetzt werden soll. Vor wenigen Tagen hat jedoch ein Gericht der FCC im Streit mit dem US-Provider Comcast das Recht abgesprochen, das Unternehmen für die Verletzung des Prinzips zur Rechenschaft zu ziehen.  Nun muss wahrscheinlich ein neues Gesetz her – womöglich in einem ab November von den providerfreundlichen Republikanern dominierten Kongress.

Auch in Brüssel wird das Thema derzeit heiß diskutiert – im Sommer soll ein runder Tisch dazu einberufen werden. Die Luxemburgerin Viviane Reding hatte als Medienkommissarin Netzneutralität als unverhandelbar bezeichnet – ihre Nachfolgerin Neelie Kroes agiert abwartender. Auf der nächsten re:publica könnte Netzneutralität also durchaus ein Thema mit ähnlichem Aufregerpotential wie Netzsperren und Datensicherheit sein.

Digital | 14. April 2010 | von johanneskuhn | 1

Peter Kruse: Eine Frage der Semantik?

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Peter Kruse ist derzeit so etwas wie der Posterboyonkel der “Netzgemeinde“. Auch bei seinem Vortrag heute gab es tosenden Applaus – kernigen Sätzen wie “die Lawine donnert bereits zu Tal“ (zur Verschiebung der Machtverhältnisse im politischen Diskurs) oder “Die Schärfe des Disputs pro/contra Internet ist die Folge inkompatibler Wertmuster“ (zu Internet-Diskussionen im Fernsehen) ist auch schwer zu widerstehen.

Die Gedanken des Neuropsychologen kreisten auch heute um die Thesen (hier die Präsentation), die er vor einigen Monaten im Gespräch mit mir umriss. Den Versuch, die Unmöglichkeit einer sachlichen Debatte zum Thema Internet zu erklären, erweiterte er heute um eine neue Untersuchung mit 191 Testpersonen. Das Ergebnis auch dieses Mal: Wir haben es selbst bei starken Internetnutzern mit einer zweigeteilten Gruppe zu tun – auf der einen Seite die Digital Visitors, die sich im Netz bewegen, aber es nicht als Heimat ansehen; auf der anderen Seite die Digital Residents, die das Internet als Teil ihres Lebensraums wahrnehmen.

Der Schuh scheint gut zu passen: Weil wir unterbewusst verschiedene Werte und Vorstellungen haben, die beiden Gruppen über “ein anderes“ Internet reden, wird eine Debatte schwierig – es sei denn, wir reden offen über diese Werteunterschiede. Doch Dichotomien dieser Art machen mich stutzig: Wie bei jeder statistischen Auswertung ist es die Semantik, die zählt. Letztlich ist es Kruse, der den Kindern Namen gibt – und seine Aufteilung in Gegenpole ist eher rhetorischer Art, denn er spaltet die Internetnutzer (in diesem Falle die Heavy User) indirekt in die Gruppe der Wissenden und Ahnungslosen – Kritik an Kruses System kann also immer damit zurückgewiesen werden, dass “Digital Visitors“ das Internet nicht begriffen haben.

Das sichert ihm in einer homogenen Gruppe wie den Re:publica-Besuchern Applaus, macht die Debatte aber noch schwieriger – wer also wie Kruse die öffentliche Diskussion über das Internet als “Glaubenskampf“ tituliert, aber gleichzeitig selbst die Glaubenden kategorisiert (wer ist “drin“, wer nicht), verschärft mit semantischen Mitteln diesen Konflikt – oder baut Gegensätze auf, die in dieser Art und Weise in der Realität vielleicht garnicht existieren, aber gut in System und Agenda passen.

Die Diagnose, dass die Debatte über das Netz derzeit auf einem schwachen Niveau geführt wird, teile ich. Dass ein Schwarz-Weiß-Modell dies ausreichend erklärt, bezweifle ich hingegen.

Digital | 14. April 2010 | von johanneskuhn | 1

Die Blogosphäre in Russland und Weißrussland

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Transkript des Liveblogs.

Zugegeben, das ist ein Nischenthema – und auch etwas selbstbezogen. Da wir in Sachen ausländische Blogs meist nach China gucken, sollte dieser Vortrag Bildungslücken schließen.

Auf dem Podium: Viktor Malishevsky, ein Journalist und Blogger aus Minsk (links); Alexandr Plushev, Blogger und Medienkommentator aus Moskau (rechts). Die beiden sprechen russisch, in ihrer Mitte sitzt eine Übersetzerin.

Plushev beginnt: Er zählt die Demokratiedefizite in Russland auf und wirft einen Blick auf die Blogosphäre: Dort gibt es 17 Millionen Blogs, nur zwei Blogs in den Top20 sind politisch. Er selbst schätzt die Zahl der Blogs auf zwei bis drei Millionen, meist geht es aber über Lifestyle-Themen.

Plushev spricht von “Brigaden”, die zum positive Beiträge zur Regierung schreiben. Eine Verbindung zum russischen Staat kann nicht nachgewiesen werden, er geht aber davon aus. Verschiedene Politiker haben inzwischen Blogs entdeckt. 200.000 Menschen nutzen Twitter, einige Zehntausend aktiv. Eine besondere Rolle kommt Twitter bei der Organisation von Demonstrationen zu, genauso Foren. Twitter wird auch während Demonstrationen zur Kommunikation genutzt.

Jetzt wird es spannend: Plushev nennt ein Beispiel für eine Bürgerrechtskampagne, es betrifft Daimler und Korruption (hier eine deutschsprachige Meldung dazu). Blogger haben wohl massive darauf gedrängt, dass die Vorwürfe geprüft werden. Nun liegt es an den russischen Behörden, ob sie dem Druck nachgeben. Ein weiteres Beispiel betrifft die Rechte von Politikern, die Straßenverkehrsordnung zu ignorieren (erinnert mich ein bisschen an die Zarenprivilegien, by the way).

Plushevs Fazit: Einige Male konnten russische Blogger etwas ausrichten, generell sollte man ihren Einfluss aber nicht überschätzen.

Malishevsky stellt uns nun die Blogosphäre in Weißrussland vor. Zur Zensursituation haben wir auf sueddeutsche.de vor einigen Monaten etwas geschrieben. Portale wie Livejournal (.ru) werden nicht als Blogs, sondern als Nachrichtenportale genutzt. Offensichtlich schreiben viele Nachrichtenportale aus Angst vor der Regierung voneinander ab, was die Medienlandschaft noch trister macht.

Stichwort Selbstzensur: Nach zwei Warnungen kann die Regierung ein Medium schließen, selbst wenn es sich nur um technische Fehler halten. Journalisten “stellen nicht die Fragen, die sie eigentlich stellen müssten”. Die Blogs füllen bisweilen diese Lücke: Hier finden die Diskussionen statt. Manchmal reagieren die etablierten Medien nicht auf Tipps, sondern die Blogs müssen es bekannt machen  – erst dann findet es den Weg in die Mainstream-Medien.

Inzwischen findet bei der Medienzensur eine gewisse Liberalisierung statt. Journalisten suchen oft in Blogs nach Geschichten – zumal einige Blogger inzwischen relativ prominent sind. Blogger profitieren davon, dass ihr möglicher Einfluss noch unterschätzt wird und sie – im Gegensatz zu Journalisten – noch nicht so stark auf dem Radar der Regierung sind. Allerding sind einige Internetseiten in Weissrussland nicht erreichbar – als Beispiel nennt er eine tschetschenische Seite. Er spricht ein neues Gesetz an, wonach sich Online-Nachrichtenseiten in Weißrussland künftig wie Printmedien funktionieren. Sprich: Sie dürfen nicht in Echtzeit aktualisiert werden. Erstaunlich – leider wartet das nächste Panel auf mich.

Digital | 14. April 2010 | von johanneskuhn | 1

On the Road und vor Ort bei der Re:publica 2010:p

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Nein, das hier ist kein Designerkongress: Dass die Laptoptaschenquote rund um den Berliner Friedrichstadtpalast derzeit nahe an der 100-Prozent-Marke liegt, hat mit der Re:publica zu tun – der Berliner Bloggerkonferenz, die längst mehr als ein Klassentreffen für Geeks ist. Eine passende Gelegenheit, so finden wir, um unser Blog “On The Road“ einzuweihen: Hier werden künftig Autoren von SZ und sueddeutsche.de schreiben, wenn sie unterwegs sind, um kleine Anekdoten oder auch große Entwicklungen zu beschreiben, die Atmosphäre vor Ort zu schildern oder die eigene Arbeit zu reflektieren.

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Seit 2007 findet die Re:publica statt, und seitdem wird auch über ihre Wirkung und Intention diskutiert: Ist das hier ein Treffen von verzweifelten Existenzen, die das Internet in den Himmel loben, um sich selbst als Marke zu profilieren? Oder werden hier Debatten geführt, die für die digitale Gestaltung unserer Gesellschaft unverzichtbar sind? Mein erster Eindruck in diesem Jahr: Die Meta-Debatten spielen zumindest im Programm keine große Rolle mehr – vielleicht auch, weil die Selbstdefinition als “Blogger“ kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist, jetzt, da sogar die Generation unserer Eltern am Publizieren im Netz Spaß findet und uns Freundschaftsanfragen auf Facebook schickt.

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Ob das bereits reicht, um “relevant“ zu sein? Bereits in den vergangenen Jahren gingen hier die Fernsehteams ein und aus – es hatte ein bisschen was von Netizen-Zoo. Seit dem vergangenen Jahr ist viel passiert: Die Mobilmachung gegen Netzsperren, die Google-China-Kontroverse oder die jüngsten Debatten um  Google und Facebook seien hier stellvertretend genannt. Wie sich das in den Debatten der kommenden Tage niederschlagen wird? Die fast meditative Keynote von Peter Glaser lässt hoffen.