Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie

Allgemein | 1. Oktober 2010 | von tobias | 0

Warten auf Beeck

Es ist Freitagmittag im Augustinerzelt – die Belegschaft des SZ-Wiesntischs wartet. Sie wartet auf Rainer Beeck, den Präsidenten der Münchner Löwen. Doch Beck kommt nicht. Plötzlich ein Anruf. Beeck. Er wird nicht ins Zelt gelassen. Die Türen sind zu, keiner kommt rein. Wahrscheinlich wäre das pflichtbewusste Sicherheitspersonal auch bei Beckenbauer oder Hoeneß hart geblieben. Der Präsident des TSV 1860 München wird von einer Tür zur anderen geschickt. Schließlich schafft er es doch. Nippt an seiner Maß Bier, leert sie aber höchstens zu einem Viertel, berichtet von seiner Doppelrolle als Fußballfunktionär (“hätte nie gedacht, wie viel Zeit der Job in Anspruch nimmt”) und Flughafen-Manager. Nach dem 2:1-Sieg beim FC Augsburg ist die Euphorie um die Blauen wieder größer geworden. Beecks Wunsch für die Saison: Konstant spielen, vielleicht sogar oben mitspielen. Aufstieg 2011? Die Fans würde es sicher freuen

Allgemein | 24. September 2010 | von moritz | 0

Finanzbeamter in Lederhose

Hier geht's zum Oktoberfest-Finanzamt

Hier geht's zum Oktoberfest-Finanzamt

Ein seltsames Schild hängt da, an einer Wand drei Meter von dem Piesler-Hügel entfernt, an dem schon um ein Uhr Mittag die ersten Bierleichen ihren Rausch ausschlafen. “Wiesn-Finanzamt” steht da – eine neue Geisterbahn, ein Schauerkabinett? Nein, wer den Pfeil auf dem Schild folgt, kommt zu einer alten Villa oberhalb der Theresienwiese, und dort im ersten Stock, da  liegt der Fiskus auf der Lauer.

An der Wand hängt neben Klebebildchen von Jogi Löw von der WM 2006 eine große Sammlung Speisekarten, davor Schreibtische mit Computern, leicht angegilbt. Über 10.000 Menschen arbeiten auf der Wiesn, das habe Ausmaße eines DAX-Konzerns. Da müsse kontrolliert werden, ob steuermäßig alles mit rechten Dingen zu geht, erfährt man.

Mehr aber auch nicht, denn das Wiesn-Finanzamt arbeitet wie alle bayerischen Ämter: Sehr korrekt. Der Steuerfahnder trägt Lederhose, “um einen besseren Zugang zu den Klienten zu finden”, Auskunft geben darf er jedoch nicht. Davor müsse man erst eine Presseanfrage ans Landesfinanzamt stellen. Nur so viel: Die Wiesnwirte seien die korrektesten Steuerzahler Deutschlands und die Wiesn die steuerlich am besten überwachte Großveranstaltung der Welt. Das glaubt man sofort, die bayerische Verwaltung spielt schließlich immer in der Champions League, wie Edmund  Stoiber zu sagen pflegte. Nur eines ist komisch, an den Wiesn-Finanzamt: Es hat am Freitagnachmittag  geöffnet. Nach zwölf.

Allgemein | 23. September 2010 | von moritz | 0

In Wiesn veritas

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Das Weinzelt ist ganz klar der Exot unter den Zelten auf dem Oktoberfest – Wiesnbier gibt es hier gar nicht, Maßkrüge auch nicht, höchstens ein Weißbier. Oder eben Wein und Schampus, für schlappe 1900 Euro die Neunliterflasche. Nur: Wie löst die Band dann das mit dem Antsoßen? Heil Prosit, die – äh, was jetzt – hoch? Der Schampus wird ja nicht aus Maßkrügen getrunken. Doch Gott sei Dank erfand Gott den Diminutiv. Im Weinzelt heißt es: “Die Krügerl hoch.” Trifft es ja auch irgendwie. Oans, zwoa, gsuffa – runter mit der Brause.

 

Allgemein | 23. September 2010 | von admin | 0

Edle Rösser mit wertvoller Ladung

Foto: Toni Heigl

Foto: Toni Heigl

Ein Wiesnerlebnis, das gar nicht auf der Wiesn stattfindet können die Münchner an diesem Vormittag erleben. Erst hört man von weitem Glocken scheppern, dann das Klacken der Hufe auf dem Asphalt und dann zieht mitten auf der befahrenen Emil-Riedel-Straße ein Brauereiwagen vorbei. Zwei in blau und silber geschmückte Pferde ziehen das Holzgefährt, das bis oben mit Bierfässern beladen ist. “Hofbräuhaus” steht auf der Seite des Wagens. Pferde und Kutscher lassen sich von den vorbeirauschenden Autos nicht beeindrucken. Mittags kommen die Wagen auf der Wiesn an. Dann gibt es einen Eimer Wasser für die Pferde – und für die Wiesnbesucher Fotos mit echten Brauereirössern.

Felicitas
 

 

Allgemein, München | 19. September 2010 | von tobias | 0

Ein Mann, eine Mission

Schauspieler Götz Otto auf der Jagd

Schauspieler Götz Otto auf der Jagd

Auf dem Oktoberfest ist die Tradition zuhause. “Das Bier war noch dunkel, die Menschen waren typisch; die Burschen schneidig, die Dirndl sittsam”, hieß es in den 70er Jahren in der TV-Serie “Königlich Bayerisches Amtsgericht” – und eigentlich hat sich an diesen Tatsachen bis zur Jubiläums-Wiesn 2010 nicht viel geändert. Bestes Beispiel: Schauspieler Götz Otto, auf den die Bezeichnung “schneidig” im doppelten Sinne des Wortes passt. Wahrscheinlich dressiert er gerade seine animalischen Instinkte und bereitet sich emotional darauf vor, seiner Frau Sabine ein Hendl zu erlegen.

Allgemein | 18. September 2010 | von lisa | 0

Beer festival – von wegen!

Eine Runde Schnaps

Gut sechs Millionen Liter Bier werden jedes Jahr auf der Wiesn verzehrt, im Ausland wird das Oktoberfest deswegen gerne als beer festival bezeichnet. Doch das stimmt gar nicht, wie wir am Samstag im Schottenhamel beweisen konnten. An diesem Tisch wird eindeutig mehr Schnaps als Bier getrunken!

Allgemein, München | 18. September 2010 | von kathrin | 0

Erlebnisse auf dem Raucherbalkon

Raucherbalkon

Raucher sind die geselligeren unter den Menschen, das behaupten zumindest Raucher gerne von sich selber. Auf dem Balkon vom Schottenhamel jedenfalls geht es schon am Nachmittag ans Anbandeln: Einer, der seine Lederhose kühn mit Sonnenbrille kombiniert hat, schlingt seinen Arm um die Hüfte eines feschen Dirndls, busselt die Dame ganz arg heftig ab und dann gibt’s noch einen zünftigen Klapps auf den Po. Uns am Boden des Balkons sitzenden Schreiberlingen schenkt indes einer der Angestellten vom Schottenhamel seine Aufmerksamkeit. Und nicht nur das: Er versorgt uns mit Blumen, Radi und Radieserl. Das finden wir sehr nett, weniger nett finden wir, dass uns wenige Minuten später sein Kollege vom Balkon vertreibt. Schon am Nachmittag macht der Schottenhamel seine Schotten zumindest am Balkon dicht.

Allgemein | 16. September 2010 | von lisa | 0

Franz Josef Strauß: Zurück auf der Wiesn

Auf geht's! 2010 beginnt die Wiesn schon einen Tag eher. Auf dem südlichen Teil der Theresienwiese beginnt bereits am 17. September die historische Wiesn mit einem Festzug und einem Pferderennen.

Und am Samstag um 12 Uhr, wenn Oberbürgermeister Christian Ude im Schottenhamel anzapft, steigt im Herzkasperlzelt eine Konkurrenzveranstaltung. Der ehemalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß kehrt auf das Oktoberfest zurück und zapft auf der historischen Wiesn das erste Fass an. Gespielt wird Strauß von Helmut Schleich, der in dieser Rolle bereits auf dem Nockherberg glänzte. Anschließend hält Schleich noch eine Bierzeltrede.