Wenn die Regionalbischöfin zum Bier lädt…

Eine ganz besondere Verbindung hat Susanne Breit-Keßler zu den Wirtsleuten des Löwenbräu-Zelts. Als die im November 2000 gekürte Münchner Regionalbischöfin ein Dreivierteljahr später ihre Mitarbeiter zu einem Wiesn-Nachmittag einladen wollte, bekam sie nur Absagen. Alles belegt. Kein Wunder, schließlich hatte Breit-Keßler erst im August daran gedacht, einen Platz zu reservieren. Nur ein Wirt hatte ein Einsehen mit der Kirchenfrau. Wiggerl Hagn murmelte, das würde man schon hinkriegen – und seitdem feiert das Breit-Keßler-Büro (vier Frauen, zwei Männer) jedes Jahr im Löwenbräu-Zelt. Und wenn die Kapelle alte Rock-Klassiker spielt, dann singt auch die Regionalbischöfin (Lieblingssong: „Proud Mary“) inbrünstig mit.
Das erste Bier, so erzählt Breit-Keßler am Wiesn-Tisch der SZ, habe sie mit 17 getrunken – unter Aufsicht ihres Vaters. Ihre Mitarbeiter müssen bei der Wiesn-Feier jedoch nach einer gewissen Zeit auf die Chefin verzichten. Gegen 20:30 Uhr lässt sie ihre Mitarbeiter alleine weiterfeiern. Auf die freien Plätze werden dann andere Feierfreudige eingeladen, die dann mit etwas Glück noch von den restlichen Bier- und Essensgutscheinen profitieren. Wenn das nicht praktizierte Nächstenliebe ist!
Foto: Stephan Rumpf



