Digital | 15. April 2010 | von johanneskuhn | 0

Wikileaks und die Folgen

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Bereits auf den Fluren der re:publica war das Stichwort Wikileaks öfter zu hören – die Veröffentlichung des Irak-Videos vor wenigen Tagen hat der Plattform endgültig auf die Landkarte der internationalen Publizistik gesetzt. Bei seiner Präsentation wurde Daniel Schmitt (sorry für das unscharfe Foto) – neben dem wegen Krankheit abwesenden Julian Assange das Gesicht der Plattform – entsprechend gefeiert.

Wer Wikileaks bereits kannte, konnte nicht viel Neues erfahren – für alle anderen war es spannend zu sehen, welche Dimensionen das Projekt inzwischen angenommen hat. Was ich noch nicht wusste: Wikileaks will Journalisten die Möglichkeit geben, Artikel bei sich zu publizieren – falls sie an anderer Stelle aus irgendwelchen Gründen vom Netz genommen wurden.

Wikileaks wird den Journalismus verändern, weil die schnelle Upload-Methode anonyme Tipps enorm vereinfacht – gleichzeitig macht mir die Veröfentlichung von privaten Informationen in solchen Dokumenten (nach dem Motto “Ganz oder garnicht“) ziemliche Bauchschmerzen. In jedem Fall wird Wikileaks dafür sorgen, dass etablierte Medienseiten künftig öfter Faksimiles ins Netz stellen werden – Zeit wird es.

Übrigens: Einen Mangel an Selbstbewusstsein kann man den Machern der Enthüllungsplattform nicht vorwerfen. Das Präsentationsmotto: “Introducing the most aggressive press agency in the world“.

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