26.01.10 | 00:50 | Dichtung & Wahrheit | Literatur | Nicht verpassen | Kommentare 2 Kommentare

Frank Schätzing treffen in der Deutschen Bahn!

Der Autor Frank Schätzing hat jetzt endgültig den Durchbruch geschafft: Er ist auf dem Cover der aktuellen “mobil”, dem Magazin der Deutschen Bahn! Das könnte zu den 3,85 Millionen Käufern seines Bestsellers “Der Schwarm” noch einmal einen satten Schwarm von potentiellen Lesern seines neuen Romans “Limit” hinzubringen, ist es doch kaum möglich, seinem herausfordernden Beau-Blick vor halber Mondkugel auf einer längeren Zugfahrt zu entgehen.

Bahnmobil

Nichts gegen das Porträt des Schriftstellers von Christiane Winter; der Text ist bei aller Verwunderung darüber, “diesem schönen Mann plötzlich live gegenüberzustehen”, völlig okay. Im Editorial aber, wo sich die “mobil”-Redakteurin (und stellvertretende Chefredakteurin) an der Herzensseite des verehrten Schriftstellers mit bewunderndem Praktikantinnen-Blick vor dessen Apple-Notebook abbilden ließ, geht die Ergriffenheitspoesie doch mit ihr durch: “Hier hat er also gesessen”, schwärmt der Text. Gemeint ist der Eckplatz im vorderen Teil des Kölner Restaurants “Fonda”, wo Frank Schätzing einen Großteil seines neuen Mond-Thrillers “Limit” in guter alter Kaffeehaustradition geschrieben haben soll. Und auch Christiane Winter, so fährt der Text fort, “durfte beim Gespräch auf eben diesem hohen Stuhl sitzen und einen Blick ins Allerheiligste werfen: den Bauplan des Romans.” So was aber auch. Auf demselben Stuhl gesessen wie Frank Schätzing! In dessen Kölner Stammrestaurant!

Die Chancen stehen übrigens gut, in den folgenden Wochen in einem der DB-Züge auf demselben Platz zu sitzen, auf dem auch Frank Schätzing schon mal gesessen hat!!! Ja, vielleicht hat die eine oder andere Verehrerin sogar das Glück, im selben Abteil mit ihrem Schwarm zu fahren! Der supererfolgreiche, supergutaussehende und laut “mobil”-Porträt auch noch supernette (na gut: “Eine gewisse Eitelkeit gehört dazu …”) Schriftsteller tourt nämlich im Februar und im März mit der Deutschen Bahn durch Deutschland, um “Limit” vorzustellen – und zwar nicht in einer ordinären Lesung, sondern in einer ausgefeilten Multimediashow mit Filmausschnitten, kabarettistischen Einlagen, wissenschaftlichen Exkursen und einem von ihm selbst komponierten Soundtrack. Dieser Frank Schätzing! Entweder er ist der sagenumwobene Mann im Mond – oder einfach nur zu gut, um wahr zu sein.

Hier schon mal die Auftrittstermine – für die Streckenplanung:

24. Februar: Weimar, CCN Weimarhalle

25. Februar: Leipzig, Gewandhaus

28. Februar: Mannheim, Rosengarten

1. März: Frankfurt, Alte Oper

2. März: Nürnberg, Meistersingerhalle

3. März: Stuttgart, Liederhalle

7. März: Düsseldorf, Tonhalle

8. März: Hannover, Theater am Aegi

9. März: Berlin, Admiralspalast

10. März: Hamburg, Laeiszhalle

14. März: München, Herkulessaal in der Residenz

15. März: Dresden, Kulturpalast

17. März: Köln, Lanxess Arena

19. März: Bremen, Pier 2

20. März: Münster, Halle Münsterland

21. März: Dortmund, Konzerthaus

19.01.10 | 14:51 | Geht gar nicht | Kino | Kommentare 5 Kommentare

Mann trägt wieder Bart

Glückwunsch übrigens noch an Christoph Waltz! Dass der österreichische Schauspieler für seine SS-Rolle in Quentin Tarantinos “Inglourious Basterds” einen Golden Globe als bester Nebendarsteller bekam, ist natürlich eine feine Sache. Er hat sich bei der Preisverleihung ja auch gefreut wie ein Schneekönig und seine Dankesworte in bestem Englisch platziert. Aber – hilfe! – wie sah er denn dabei aus?! Woher plötzlich dieses Stoppelkinn?

Foto: afp

Waltz bei den Golden Globe Awards Foto: afp

Okay, es kann zwar sein, dass dieses Gesichtsgestrüpp keiner Geschmacksverirrung, sondern Waltz´ nächster Rolle geschuldet ist: In David Cronenbergs Verfilmung von Christopher Hamptons Theaterstück “The Talking Cure” wird er als Sigmund Freud vor der Kamera stehen. Aber grundsätzlich ist Waltz´ Kinnbehaarung ja wohl der augenfälligste Beweis dafür, dass sich der Schauspieler bereits bestens in Hollywood akklimatisiert hat. Das Role Model, dem er ganz offensichtlich nacheifert, ist kein Geringerer als George “Stachelbart” Clooney:

Clooney bei den Golden Globe Awards   Foto: AP

Clooney bei den Golden Globe Awards Foto: AP

Ohnehin war es die Siegernacht der graumelierten Stoppelträger. Auch Jeff Bridges, ausgezeichnet als bester männlicher Bartträger Hauptdarsteller für seine Rolle in “Crazy Heart”, konnte mit einem stattlichen – im Vergleich mit den anderen ziemlich stylishen – Exemplar aufwarten:

Jeff Bridges bei den Golden Globe Awards  Foto: AP

Jeff Bridges bei den Golden Globe Awards Foto: afp

All diese Barttrachten sind natürlich nur ein Gestoppel gegen den nachgerade göttlichen Rauschebart von Preisträger Michael Haneke (“Das weiße Band”), auch er ein Ösi wie Waltz – inzwischen fast schon mit der Anmutung eines alpenländischen Öhis:

Michael Haneke bei den Golden Globe Awards  Foto: afp

Michael Haneke bei den Golden Globe Awards Foto: afp

Und in Deutschland? Da versucht Harald Schmidt ja schon seit längerem, den Trend durchzusetzen. Bislang, gottlob, ohne größeren Erfolg. Woran´s wohl liegen mag?

Auch Harald Schmidt progagiert das Stoppelkinn.   Foto: ddp

Auch Harald Schmidt progagiert das Stoppelkinn. Foto: ddp

Ausgerecht Harald Schmidt war es, der 2005 in seiner “Focus”-Kolumne mit der Forderung “Bart ab!” gegen den damaligen Superstar der SPD Matthias Platzeck zu Felde zog: “Das mehrfach melierte Kurzgestrüpp in der unteren Gesichtshälfte von Matthias Platzeck geht gar nicht!”, schrieb Schmidt und schlug vor, Steinbrück solle da mal “mit dem Rasenmäher drübergehen”.

Schmidt weiter, in aller satirischen Glätte: “Wer Deutschland in die Zukunft führen will, sollte optisch unterscheidbar sein von einem Lyriker aus dem Kosovo, den die politischen Verhältnisse zum Gewerkschaftsidol gemacht haben. Ist wichtig, ehrlich, in unserer Mediengesellschaft.” Ja ja … aber was kümmert einen Spaßbartisanen schon seine Rasur von gestern.

28.12.09 | 16:16 | Dies & das | Theater | Kommentare 0 Kommentare

Kräftige, schöne Männer gesucht!

Das Berliner Ensemble hat ein Problem, das viele Frauen nur zu gut kennen: Es sucht „kräftige und gut aussehende Männer“ im Alter von 18 bis 45 Jahren. Tja, liebes BE, leicht wird das nicht! Auch wenn das Einsatzgebiet der Supermänner hier stark beschränkt und klar umrissen ist: Sie sollen in Peter Steins Sophokles-Inszenierung „Ödipus auf Kolonos“ die Soldaten spielen. In der Titelrolle wird Klaus Maria Brandauer zu sehen sein.

Das Casting für die Soldaten-Rollen ist am 2. Januar um 19.00 Uhr. Treffpunkt ist im Gartenhaus des Berliner Ensembles – das klingt zwar nach einem lauschigen Stelldichein, aber wer den Miesepeter Stein kennt, weiß: Er kann durchaus den Dieter Bohlen!

Die Proben für die Statisten sind den Angaben des Theaters zufolge in der Zeit vom 15. Juni  bis 8. Juli 2010 und dann wieder ab 23. August im Berliner Ensemble. Die Berliner Premiere ist für den 25. August angekündigt. Zuvor kommt die Inszenierung bei den Salzburger Festspielen heraus (Premiere: 26. Juli auf der Pernerinsel).

Kontakt unter 030/28408-153 und statisten@berliner-ensemble.de