Heimliche Zwillinge, von Geburt an getrennt
Auf dem Titelbild der aktuellen “Mobil”, dem unverzichtbaren Fachmagazin aller Bahnreisenden, ist … ähm … wer gleich noch mal abgebildet?
Schon zweimal ertappte ich mich beim flüchtigen Draufgucken bei dem Gedanken, das sei Edmund Stoiber. – I mean … Stoiber, you remember?
Aber nein: Der im ungewöhnlichen Seitenprofil lachend abgelichtete Titelheld ist Harald Schmidt. – Harald Schmidt, you remember? Es gibt im Moment eigentlich rein gar keinen Anlass oder Bedarf, ein Interview mit Harald Schmidt zu lesen. Oder sollte ich mich da täuschen? Nun je, ich kann inhaltlich eigentlich gar nichts dazu sagen, denn ich habe das Interview tatsächlich nicht gelesen. Die Zeit ist knapp, das Titelbild langweilig, und man hat ja so viele andere Sachen zu lesen – gerade im Zug.
Ich habe das Heft zunächst einfach nur deshalb abfotografiert, weil es mir so unzeitgemäß stoiberhaft erschien …
Dann kam ich nach Nämberch, ins schöne Frankenland, und erlebte den auf Anhieb wahreren, erkennbareren Harald Schmidt: Klaus Kusenberg, Schauspielintendant am Staatstheater Nürnberg, ein Mann von echtem Schmidt-Muster.
Hier mal zum Vergleich:


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Zur Verdeutlichung: Links, das ist Klaus Kusenberg vom Theater in Nürnberg – rechts, das ist Harald Schmidt von Bahn Mobil, oder na ja: Schmidt mobil eben. Die Ähnlichkeit ist frappierend, und Kusenberg, von mir darauf angesprochen, muss beinahe gähnen, weil das für ihn nun wirklich nichts Neues ist. Mit Schmidt, sagt er, werde er schon seit Jahren verwechselt. Eine Zeit lang hätten sie eine fast identische Frisur gehabt, da sei es besonders schlimm gewesen. Aber er stehe da längst drüber.

Klaus Kusenberg
Was man unbedingt zu Kusenberg anmerken muss: Er ist derzeit einer der glücklichsten Schauspieldirektoren Deutschlands, wenn nicht der allerglücklichste. Hat er doch in Zeiten, in denen anderswo Sparpakete in Millionenhöhe geschnürt werden (siehe aktuell: Bonn), ein super schönes, rundum erneuertes, technisch hochmodernes Haus hingestellt bekommen (siehe meinen Blog-Eintrag vom 26.10.), in dem man es jetzt theatermäßig mal so richtig krachen lassen kann. Süß, wie er sich freut.
Der “Mobil”-Titel mit Schmidt lautet übrigens: “Ich will kein Upgrade”. Ist ja echt mal eine Nachricht! Die kann das Nürnberger Theater aber kein bisschen jucken, denn das hat ja eins.






