Media Markt to go
Gesehen am Münchner Flughafen, Terminal 1
Zigarettenautomaten sind ja schwer auf dem Rückmarsch. Und wo hätte man zuletzt einen Kaugummiautomaten gesehen? Dafür kann man sich jetzt schnell mal einen iPod oder ein neues Handy aus dem Automaten ziehen: im “Media Markt to go”, wie das “Ich bin doch nicht blöd”-Unternehmen seine Verkaufsautomaten für Elektronikartikel nennt. Seit November testet Media Markt, ob der schnelle en-passant-Verkauf aus der öffentlichen Vitrine bei der Kundschaft zieht. Mir ist der rote Kasten am Münchner Flughafen (Terminal 1) erst neulich aufgefallen, als ich nach Düsseldorf geflogen bin. Am Münchner Hauptbahnhof soll es noch ein zweites Exemplar geben, da bin ich aber offenbar immer dran vorbeigehetzt.
Auch an diesem Teil war ich schon vorbei, als irgendwelche Gehirnrezeptoren meldeten: Hey, das war ja gar nichts Essbares, keine Chips, kein Twix – was dann? Ich also noch mal umgekehrt, um die Produktlage zu sondieren. (Obwohl ich es bereits geschafft hatte, diesmal schnurstracks, mit eisern nach vorne gerichtetem Blick am Duty Free vorbeizustromern, das ist am Flughafen meine gefährlichste Kaufsuchtfalle.) Das Sortiment im Bauch des Automaten: Digitalkameras, Ladekabel, externe Festplatten, Kopfhörer, elektrische Zahnbürsten, Batterien … gottlob keine große Kaufgefahr. Das Angebot richtet sich wohl eher an Urlauber, die was vergessen haben. Und an Reisefrustkäufer, die so elektronikversessen sind wie ich kosmetikaffin.
Ich jedenfalls hab mir nichts gezogen, schon gar keine Digicam, hatte ja meine eigene dabei – damit hab ich dann schnell dieses Foto gemacht, und dann schaun wir mal, ob die Elektronik-Automaten ihre Testphase bestehen.
2 Kommentare »
RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL



Ebenfalls gesichtet am Düsseldorfer Airport.
Da dringender Bedraf bestand, habe ich mir gleich eine externe Festplatte (von WD, 500GB) gezogen, ganz easy per EC-Karte, umtauschbar in jeder Media-Markt Filiale.
Preislich absolut im Schnitt. Natürlich kann man es online immer billiger finden.
Sortiment ist gut, breit aber nicht tief. Aus jeder Kategorie findet man mittelpreisige Markenware von Köpfhörern und Adaptern über Digitalkameras und Nintendo DS bis hin zum iPod.
Zu allem gab es auch eine ausreichend umfangreiche Produktbeschreibung.
Fazit: Tolle Idee, die einem auch ohne Snickers die Wartezeit versüßen kann.
Comment by Philipp — März 21, 2011 @ 3:30 pm
Mich erinnert dieses Posting an den Kunst-to-go-Automaten, den es am Münchner Hbf gab – Originale, die man sich ziehen konnte.
Oder die Bäume mit Zetteln voller Gedichte, wo man eines ernten konnte… das war noch besser als eine elektrische Zahnbürste to go.
Bleibt die Frage an die Theaterkritikerin: Könnte man nicht noch einen Theaterautomaten designen? Man wirft 2 Euro ein und zieht ein Fach, und heraus kommt André Jung, der 1 Minute lang ein bisschen stottert? Oder Lars Eidinger zeigt mal eben seinen Körper vor? Oder Katja Bürkle und Martin Wuttke faseln ein bisschen Pollesch daher?
Comment by Prospero — März 21, 2011 @ 10:41 pm