15.11.10 | 01:05 | Begegnung mit ... | Kritikerin unterwegs | Theater | Kommentare 10 Kommentare

Frankfurt – immer ein Klassiker!

Panoramabar-Blick im Frankfurter Schauspiel

Panoramabar-Blick im Frankfurter Schauspiel

Das Frankfurter Schauspiel unter der Intendanz von Oliver Reese stand bisher ja nicht so auf meiner Reiseroute. Hat sich am Anfang bei dem geballten Neustart von gleich sieben Intendanten irgendwie nicht ergeben – und inzwischen, nun ja … ich muss gestehen: Dieser einseitige Klassiker-Spielplan reizt mich einfach nicht so sehr.

Alles Off-Mäßige, Experimentelle haben sie in Frankfurt abgeschafft. Design und Branding – und so manchen Regisseur – hat Reese einfach vom DT in Berlin mitgebracht, da, wo er herkam.

Huch! Ist das der Geist von Elisabeth Schweeger? Man dachte ja, den hätten sie in Frankfurt gründlich ausgetrieben. Aber immerhin: Ihr Haarstil lebt fort!

Huch! Ist das der Geist von Elisabeth Schweeger? Man dachte ja, den hätten sie in Frankfurt gründlich ausgetrieben. Aber immerhin: Ihr Haarstil lebt fort!

Und dann immer diese Aufgeregtheit der FAZ bei jeder Frankfurter Goethe-Schiller-Kleist-Premiere. Na, ich weiß nicht … da ist vielleicht besser eine gewisse Münchner Skepsis angebracht.

Elisabeth Schweegers Geist wurde jedenfalls gründlich ausgetrieben – in manchen hysterischen Zügen (speziell in den Pressekommentaren gewisser männlicher Kollegen) glich das fast schon einer Hexenaustreibung. Umso erstaunter war ich, als ich sie jetzt unter den Premierengästen zu sichten glaubte, als ich von hinten eine dunkelhaarige Frau mit Hochstecknestfrisur im Schweeger-Stil sah. Es war dann zwar doch nicht die Schweeger, aber dass eine junge Frau – und wenn auch unbeabsichtigt – zumindest Schweegers Haarstil fortsetzt, das hat mich doch gefreut. Und die junge Dame ließ sich auch gerne für diesen Blog fotografieren.

Frankfurt-KlassikerJetzt, in seiner zweiten Saison, geht Reese mit seinen ewigen Klassikern in die Offensive. “KLASSIKER!” – Ausrufezeichen! -, schrillt das Spielzeitmotto in Großbuchstaben. So etwas nennt man wohl Vorneverteidigung. Auf den begleitenden Postkarten – es gibt drei Varianten – ist dann jeweils ein Klassiker aus der (huch: zeitgenössischen!) Objektwelt abgebildet, als da wären: ein Flipflop in Pink, ein Äppelwoi-Glas und, ja tatsächlich: ein Fläschchen “4711″, obwohl das doch eindeutig der Stadt Köln zuzuordnen wäre. Hm, was man sich in Frankfurt nicht alles von anderswoher einverleibt …

Hier sagt die Körpersprache alles: Nis-Momme Stockmann mit seinem Uraufführungsregisseur Martin Klöpfer

Hier sagt die Körpersprache alles: Nis-Momme Stockmann mit seinem Uraufführungsregisseur Martin Klöpfer (rechts)

Nun hat Frankfurt aber auch einen lebenden Hausautor – und mit Nis-Momme Stockmann wahrlich nicht den schlechtesten. Zur Uraufführung seines neuen Stücks “Die Ängstlichen und die Brutalen” bin ich angereist. Ehrensache. Ich schätze Nis-Momme Stockmann sehr, halte ihn für ein wirklich herausragendes, ernstzunehmendes Talent, mag die Wärme, Menschlichkeit und Anteilnahme in seinen Stücken – und mag ihn, Stockmann, seit ich ihn in der Heidelberg-Jury (und bei all dem Ärger, der damit zusammenhing) näher kennen gelernt habe, auch als Mensch. Mag seine Klugheit, seine Ernsthaftigkeit, die erwachsene Art, wie er nachdenkt, redet und dann doch ganz jung für etwas brennt. (Unter dem Titel »Stockmanns Appendix« schreibt er fürs Frankfurter Schauspiel auch einen Blog.)

Zwar sind “Die Ängstlichen und die Brutalen” sicherlich nicht sein stärkstes Stück, aber dass es ausgerechnet an Stockmanns Hausbühne derart arglos in den Sand gesetzt wird wie von dem Regisseur Martin Klöpfer, der für das Brüder-Drama rein gar kein Gespür hatte, das ist schon traurig und auch ärgerlich – zumal ja auch schon Stockmanns Stück “Das blaue blaue Meer” in Frankfurt von der Regie verspielt wurde. Die sollten dort nicht nur ihre Klassiker, sondern schon auch ihren Hausautor pflegen.

Der freundliche Herr Fritsch findet Frankfurt freilich freakig

Der freundliche Herr Fritsch findet Frankfurt freilich nicht sehr freakig

Dann hatte ich an dem Abend noch das Vergnügen, durch die Frankfurter Kritikerin Eva-Maria Magel den äußerst sympathischen und erfrischenden Herrn Fritsch kennen zu lernen. Gemeint ist Herbert Fritsch, der einst so wilde Volksbühnen-Schauspieler (übrigens: ein Oberpfälzer!), der derzeit nur noch als Regisseur arbeitet, dies aber recht erfolgreich. Von seinem “Biberpelz” in Schwerin und seiner “Nora” in Oberhausen hört man viel Gutes, hört man zum Beispiel auch, dass Teile der Theatertreffen-Jury schon zur Besichtigung angereist sind (und zwar in beiden Fällen).

Der kampferprobte Herr Fritsch kann wunderbare Geschichten aus seiner Zeit als Castorf-Schauspieler erzählen, wurde als solcher von aufgebrachten Zuschauern beschimpft und beschmissen und hat auch schon erlebt, wie ein Backstein nach vorne flog und Zuschauer die Bühne stürmten. Es sei für ihn als Schauspieler bei Castorf immer so gewesen, als stünde er an einem Abgrund und müsse springen … und dann, sagt Fritsch, sei er gesprungen. Klarer Fall.

Ich denke mal, da kommt noch was ... von Stockmann und Fritsch. Klingt wie ein Komiker-Duo - und schaut auch so aus.

Ich denke mal, da kommt noch was ... von Stockmann und Fritsch. Klingt wie ein Komiker-Duo - und schaut auch so aus.

Lustigerweise kennen sich auch Fritsch und Stockmann, mehr noch: Sie haben sich angefreundet und sind offenbar auch projektmäßig an einer Sache dran. Wo, frage ich die beiden, haben sie sich denn kennen gelernt? Die Antwort: an einem frustreichen Abend beim Heidelberger Stückemarkt.

10 Kommentare »

  1. Ja, Herbert Fritsch ist großartig, als Schauspieler, als Medienkünstler, auch als Regisseur. Die Oberhausener “Nora” gefiel mir ausnehmend, gar nicht so volksbühnig, wie ich erwartet hatte, kein Abgrund, in den gesprungen werden musste, einfach eine sehr gute, konzentrierte, heutige Arbeit. Schauen Sie es sich an. Und schreiben Sie darüber, bitte.

    Ach, Frankfurt … Ich denke, die haben eine Zielgruppenanalyse gemacht, was gibt es hier für ein Publikum, was gibt es hier für eine Mediensituation, und wo haben wir einen gemeinsamen Nenner für diese beiden Aspekte? Und danach haben sie dann ihren Spielplan zusammengebosselt. Dramaturgie ist was anderes, aber gut, sie scheinen erfolgreich zu sein, vielleicht muss man das als Theater momentan so machen? Mir gefällt das nicht besonders, das Erfolgssüchtige, Streberhafte dieses Spielplans, aber ich habe schon ein paar recht gute Inszenierungen unter Reese gesehen, ebenso wie ich unter Schweeger schon extrem misslungene Abende erlebt habe.

    Comment by Zahnwart — November 17, 2010 @ 10:25 am

  2. Kritik zu Fritschs Oberhausener “Nora” in der heutigen SZ-Printausgabe – geschrieben von Martin Krumbholz als Doppelbesprechung mit der Düsseldorfer “Wildente”!

    Comment by Christine Dössel — November 18, 2010 @ 10:21 am

  3. Liebe Christine Dössel,
    könnten Sie nicht ein Foto von sich auf diesem Blog veröffentlichen, bitte?
    Nur damit ich zukünftig weiß, wer von mir Schnappschüsse macht und anschließend mit Andeutungen zur Körpersprache versieht.
    Man möchte sich nämlich hüten vor Kritikern die zur Premierenfeier gehen, wenn sie noch über die Premiere schreiben wollen.
    Herzliche Grüße
    Martin Kloepfer

    Comment by Martin Kloepfer — November 21, 2010 @ 1:23 pm

  4. Lieber Martin Kloepfer,

    zunächst einmal: Ich habe in diesem Blog schon gelegentlich Fotos, auf denen ich selber mit drauf war, veröffentlicht – aber ich halte das in Grenzen, das wird einem nämlich als pure Eitelkeit ausgelegt; und es gibt schlichtweg auch gar nicht so viele Bilder von und mit mir, da ich es ja bin, die fotografiert. Im offiziellen Logo dieses „geht´s noch?!“-Blogs auf sueddeutsche.de (Ressort Kultur) ist aber mein Konterfei und das meiner – derzeit leider bloggermäßig total inaktiven – Kollegin Susan Vahabzadeh abgebildet, das scheint Ihnen entgangen zu sein.

    Dann muss ich zugeben: Ich habe in Ihrem Fall tatsächlich vergessen zu fragen, ob ich das Foto, auf dem Sie mit Nis-Momme Stockmann zu sehen sind, eventuell in meinem Blog veröffentlichen dürfte. Sorry. Das tue ich sonst immer, selbst bei der Frau mit der Schweeger-Frisur habe ich gefragt, obwohl man ihr Gesicht gar nicht erkennen kann – aber das Foto mit Ihnen und Stockmann am Geländer habe ich eigentlich nur so schnappschussmäßig von meiner Fenstersitzbank aus gemacht, und als ich später Stockmann und Fritsch für den Blog ablichtete und ihnen die Fotos zwecks Genehmigung zeigte, da tauchte im Display auch das Foto mit Ihnen auf, und Stockmann war ganz begeistert und sagte: „Tolles Foto!“, und ja, wirklich, das fand ich dann bei näherer Betrachtung auch, und so habe ich es halt später auch hochgeladen (wobei mir, ehrlich gestanden, schon da der Gedanke durch den Kopf schoss: Oh, das gibt vielleicht Ärger mit diesem Kloepfer, weil ich ihn nicht explizit gefragt und ihn dann auch noch in meiner Kritik verrissen, ihn also umso empfindlicher gemacht habe …). Tja, und so ist es nun auch eingetreten.

    Deshalb entschuldige ich mich hiermit für meine Nachlässigkeit, mir nicht Ihre Genehmigung eingeholt zu haben und bitte im Nachhinein um Ihre Einwilligung. Und sollten Sie darauf bestehen, dann nehme ich das Foto natürlich heraus … obwohl Sie, wie ich finde, sehr gut darauf aussehen – und das Bild ja nun wirklich überhaupt nichts Ehrenrühriges hat. Im Gegenteil. Meine Kommentare indes lasse ich mir nicht verbieten. Soviel Spaß und (Meinungs-)Freiheit müssen sein.

    Nun aber zu diesem Satz hier, den ich von einem Menschen Ihrer Generation nicht erwartet hätte: „Man möchte sich nämlich hüten vor Kritikern die zur Premierenfeier gehen, wenn sie noch über die Premiere schreiben wollen.“

    Was soll man davon halten? Ich verstehe den Satz nicht und weiß nicht, ob die Haltung dahinter fundamentalistisch, abgezirkelt exklusiv oder einfach nur grundspießig zu nennen ist.
    Mal abgesehen davon, dass mir nicht einmal bewusst war, dass in der so genannten Panoramabar, in die mich eine Frankfurter Kollegin nach der Vorstellung mitnahm, die Premierenfeier stattfand – ich dachte, die sei, wie früher, in der Kantine! –, und abgesehen auch davon, dass ich mit dieser sehr netten Kollegin, mit der ich bisher nur über Facebook „befreundet“ war und die ich an diesem Abend nun endlich im Real Life kennen lernen durfte, dass ich also mit dieser Frankfurter Kritiker-Kollegin buchstäblich „außen vor“ auf einer dieser Lederbänke im Treppenhausfoyer saß und mich dort sehr gut unterhielt und die eigentliche Bar nur betrat, um ein Getränk an der Bar zu besorgen und ein Foto von der „View“ zu schießen, abgesehen von solchen Dingen, die eigentlich nicht der Rede wert sein sollten und dürften (und ich komme mir schon lächerlich vor, Sie Ihnen hier wie zur Entschuldigung aufzulisten) – abgesehen davon muss ich gestehen, dass ich grundsätzlich durchaus gerne auf Premierenfeiern gehe!
    Nicht immer. Nicht überall. Hängt immer vom Theater und dessen Offenheit, von der jeweiligen Inszenierung, vom Tag und von der Tagesform ab; davon, wer da ist; wen man sprechen oder lieber meiden möchte; davon, ob man alleine in einer fremden Stadt ist, ob man am nächsten Tag gleich schreiben muss und so fort … Man muss das immer von Fall zu Fall und von Haus zu Haus und nach dem entscheiden, was mein Kollege Till Briegleb die „innere Hygiene“ nennt. Aber grundsätzlich zu sagen, Kritiker hätten Premierenfeiern zu meiden, ist derart von vorgestern, dass Sie mir diese Ihre Haltung schon noch mal erklären müssen.

    Ich verstehe ja, dass Sie gekränkt sind, weil ich einen Verriss geschrieben habe. Aber glauben Sie allen Ernstes, ich hätte positiver/ freundlicher/ kundiger or whatever geschrieben, wenn ich mich an diesem Freitagabend (!) nach der Premiere nicht – wie übrigens alle, wie sich alsbald herausstellte, außer Stadelmaier natürlich – in diese Panoramabar begeben hätte?
    Ich meine: Was wäre denn die Alternative? Die Bahnhofskneipe um die Ecke? Sofort zurück in mein kleines, lautes Hotelzimmer und mir dort noch einen Krimi reinziehen?
    Ich sage Ihnen eines, Herr Kloepfer: Ich bin zur Zeit nahezu jedes verdammte Wochenende für irgendeine Premiere in irgendeiner Stadt, während meine Freunde in München Geburtstagspartys feiern, ausgehen, essen gehen, ein Sozialleben pflegen … alles ohne mich. Ich bin eh schon ständig einsam unterwegs. Wenn ich nicht mal mehr reden, Künstler/ Kritiker/ Kollegen treffen und mich dort aufhalten dürfte, wo ich mich – trotz meiner Kritikerposition – heimisch und irgendwie „zugehörig“ fühle, also im Theaterbereich … dann, das meine ich ganz ehrlich, würde ich vermutlich verbittern. Dann könnte und wollte ich diesen Job ganz sicher nicht auf die Dauer betreiben.

    Ich bin ein kommunikativer Mensch – mit Betonung auf Mensch. Kein Roboter, keine Maschine und auch kein Tier (einsame Wölfin oder so … oder gar Geier, der auf die Theaterszene herunterstürzt, sich eine Beute reißt und wieder abzieht). Bin ich alles nicht. Sehe mich im selben Boot, nur auf der anderen Seite.
    Warum wollen Sie sich hüten vor Kritikern, die auf eine Premierenfeier gehen? Ich verstehe es einfach nicht. Glauben Sie, dass die Kritik dann besser wird, schlechter? Dass die Kritiker sich beeinflussen lassen, dass sie mit den Künstlern kungeln, klüngeln, sich mit ihnen oder gegen sie verschwören? Das ist mir alles so was von fremd!

    Mir steht eine Haltung wie die Ihre bis hierher (Geste weit über der Nase), wirklich! Vielleicht sollte ich das mal in einem Blog-Eintrag thematisieren, es gibt ja mehr Leute wie Sie – obwohl den meisten inzwischen ja doch klar ist, dass man sich nicht als Feinde betrachten sollte.
    Und auch, wenn Sie Kritiker hassen, lieber Herr Kloepfer: Ohne uns und unseren ständigen Kampf für das Noch-Vorkommen des Theaters in den Medien wäre das Theater im Bewusstsein der Öffentlichkeit (und auch der Politik) ganz schnell ganz klein und bedeutungslos.

    So. Das musste ich mir jetzt echt mal von der Leber schreiben.
    Grüße aus Hamburg, nachts, Hotel Reichshof Maritim. Tolle Inszenierung gesehen („Axolotl Roadkill“ in der Regie von Bastian Kraft), nicht auf der Premierenfeier gewesen.
    Christine Dössel

    Comment by Christine Dössel — November 22, 2010 @ 12:45 am

  5. Sie haben so Recht Frau Dössel. Das ist echt spießig was der Kloepfer da geschrieben hat. Diese Regisseure die mit anständiger Kritik nicht umgehen können, echt zum Totlachen. Keine Ahnung in welchem geistig verkaterten Vakuum die arme Journalistenzunft leben und arbeiten muss. Mein Mitleid haben sie, wenn sie sich ihren Job und dessen Anforderungen nicht aussuchen können. Hab mal einen einsamen Staubsaugervertreter getroffen, der wollte jetzt das Abi nachholen, Journalist werden und mehr Freunde haben. Bahnhofskneipen sind auch echt kacke, man trifft da manchmal sogar Menschen mit denen man über Facebook “befreundet” ist … Ach so und im Kommunionsunterricht habe ich gelernt, daß man zwar um Entschuldigung bitten kann, sich jedoch nicht einfach selbst einer Schuld entledigen kann. Na ja, das ist bestimmt auch ziemlich spießig jetzt…
    P.S. Auf Modeparties übrigens sind Kritiker wie ich super duper gern gesehen. Ich kann Sie ja mal mitnehmen.
    Ganz liebe Grüße vom Kollegen
    Ansgar Dorenkamp
    (laute Hotelzimmer – jetzt buchen über z.B. HRS, ADAC, HAMBURG.de)

    Comment by Ansgar Dhorenkamp — November 22, 2010 @ 2:09 pm

  6. Sie sind ja so witzig, Herr Dorenkamp! Mit Ihnen muss ich unbedingt mal ein Bier in einer Bahnhofskneipe trinken gehen. Und Ihren Schuldkomplex, den treib ich Ihnen dann – als gelernte Katholikin mit Beichterfahrung – schon aus.
    So long!

    Comment by Christine Dössel — November 22, 2010 @ 4:42 pm

  7. Neinein, liebe Frau Dössel,
    lassen Sie das Foto ruhig dort, Sie haben ja völlig recht. Ich sehe wirklich verdammt gut aus darauf. Ich bin a bissl altmodisch, aber mit so einem netten Kompliment kriegen Sie mich immer. Lassen Sie den Kopf nicht hängen, ich hasse Sie nicht, und auch nicht Ihre Zunft. Wir teilen das Schicksal, in einem zunehmend bedeutungslosen Bereich tätig zu sein.
    Alles Liebe
    Martin Kloepfer

    Comment by Martin Kloepfer — November 24, 2010 @ 5:45 pm

  8. Herr Kloepfer!

    Sie werden mir ja direkt sympathisch! Jedenfalls haben Sie mich gerade so richtig zum Lachen gebracht. Ich vermisse hier drin inzwischen selber schon den “Gefällt mir”-Thump-up-Button, den hätte ich in diesem Fall gerne geklickt.
    Übrigens bin ich selber altmodisch, zumindest in all diesen umgangsmenschlichen Dingen, das kann mich also rein gar nicht schrecken. Im Gegenteil. Aber, um das noch mal klar zu machen: Ich bin immer für die Kommunikation, für das Gespräch und gerne auch für den Streit! Und unbedingt für ein bisschen Humor! Nur nicht für für dieses einsame, mies gelaunte, raubtier-existenzielle Fressen oder Gefressenwerden.

    Also, dann werde ich das Foto mit Ihnen und Stockmann (welches mir, wie man ja wohl nicht umhin kommt, zugeben zu müssen, sehr gut gelungen ist :-) ) drinnen lassen! Und sollte ich Sie je irgendwann bei einer Premierenfeier sichten, werde ich mich zu erkennen geben (und dann hoffentlich einen ätzenden Kommentar zu der ganzen Sache hier unterlassen).
    Übrigens, jetzt ganz im Ernst: Es wird tatsächlich immer schwieriger in unserem Bereich. Aber wir werden ja wohl weiter kämpfen!?

    In diesem Sinne
    alles Gute
    Christine Dössel

    Comment by Christine Dössel — November 24, 2010 @ 10:15 pm

  9. Ganz großes Kino – äh, Theater!
    BITTE mehr davon!!!
    Viele Grüße
    H. Silberstein

    Comment by Harald Silberstein — November 24, 2010 @ 10:36 pm

  10. Zur Information: Ich schalte hier weder Spam-Mails mit Links zu Casinos, Viagra, alternativen Medizinadressen oder zu Auto- und sonstigen Versicherungen frei noch persönlich diffamierende, misogyne Kommentare, die mich und mein Äußeres auf hämische Weise herabsetzen. Sorry, Ihren Hass und Ihre Ressentiments müssen Sie schon mit sich selbst ausmachen, Frau M. – oder wenden Sie sich an Nachtkritik, die veröffentlichen das sicher gerne, wenn die mir damit eins reinwürgen können. Ihre Ansicht, dass nur junge, gutaussehende Menschen (Frauen?) bloggen sollten, wäre allerdings echt mal ein Thema!

    P.S.: Generell rate ich, diesen Blog mit ein wenig Humor zu lesen.

    Comment by Christine Dössel — Dezember 25, 2010 @ 2:21 pm

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