Curtis, der Öko-Fascho
Richard Curtis ist so ziemlich der größte Drehbuchautor, den England zu bieten hat, er hat “Vier Hochzeiten und ein Todesfall” und “Notting Hill” geschrieben, und dann auch noch den nächsten Spielberg, der noch in Arbeit ist, “War Horse”. Wie der wird, weiß man ja nicht, aber dass Curtis nicht immer geschmackssicher ist, das sieht man an “Tatsächlich Liebe” , jenem Hugh-Grant-Film, den er nicht nur geschrieben, sondern auch ohne übergeordnete Instanz, inszeniert hat. Das Ergebnis ist an manchen Stellen der reine Kitsch. Aber man kann sich ja auf die unterschiedlichsten Arten geschmacklich verirren. Für die britische Öko-Kampagne 10 : 10 hat Richard Curtis einen Werbefilm gedreht, der am vergangenen Wochenende online gestellt wurde -- und dann, ein paar Stunden später, im Giftschrank landete. Curtis outet sich da als echter Öko-Faschist, für die Kampagne wurde etwas weniger blutrünstige Überzeugungsarbeit erwartet; “No Pressure” heißt das Ding, gemeint ist wohl das Gegenteil. Der Film wurde zurückgezogen, aber im Netz geht ja nichts verloren.
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