Spätes Experiment
Viele große Regisseure haben mit Dokumentarfilmen angefangen, aber Sir Ridley Scott – für “Alien” und “Blade Runner” von der Queen geadelt, für “Gladiator” und “Black Hawk Down” und “Thelma und Louise” oscarnominiert – war immer schon für Fiktionen zuständig. Jetzt hat er aber ein neues Projekt – er arbeitet doch tatsächlich, mit immerhin 72 Jahren, an einem experimentellen Dokumentarfilm, der “Life in a Day” heißen soll und den er zusammenstellen will aus von seinem Publikum gespendeten Bildmaterial – das soll am 24. Juli auf Youtube hochgeladen werden. Man kann auch das Filmemachen globalisieren. Sir Ridley betreut das Projekt zusammen mit dem FIlmemacher Kevin MacDonald – der, unter anderem, den oscarprämierten Dokumentarfilm “Ein Tag im September” über das Olympia-Attentat in München gemacht hat und die Spielfilme “Last King of Scotland” (Forest Whitaker als Idi Amin) und “State of Play” (Russell Crowe als der letzte echte Zeitungsmann). Außerdem wird es jede Menge Co- Regisseure geben, die genannt werden- alle nämlich, die Material liefern, dass es in den Film schafft. Sehr demokratisch. “Life in a Day” soll einen Tag im Leben ganz unterschiedlicher Menschen dokumentieren, das Ergebnis wird auf jeden Fall Anfang nächsten Jahres beim Filmfestival in Sundance gezeigt.
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