Berlin – ein gefährliches Pflaster
Komme gerade (mit verspätetem Flieger) aus Berlin zurück – was für ein gefährliches Pflaster! Die Gehwege: total vereist. Die Straßen: von Eisbänken verkrustet. Überall Glatteisgefahr. Rutschende, schlitternde Menschen. Mit dem Rollkoffer zum Hotel zu laufen, war eine einzige Rutschpartie. Ich bin froh, heil wieder aus dieser Stadt herausgekommen zu sein. Dort sind sie dem harten Winter echt nicht Herr geworden. Hunderte Berliner sind schon schwer gestürzt und mit Knochenbrüchen im Krankenhaus gelandet.
Der “Tagesspiegel” machte das Eis-Chaos in seiner heutigen Ausgabe auf der Titelseite zum Thema – Schlagzeile: “Der Fall Berlin”. Im Lokalteil erfährt man unter der Überschrift “Glatt versagt”, dass allein am vergangenen Wochenende 108 Patienten behandelt wurden, die auf dem Eis ausgerutscht waren. Aber es wird auch Hoffnung gestreut: “Die Stadtreinigung (BSR) räumt oder bestreut nun auch Gehwege, Haltestellen oder Plätze, für die sie nicht zuständig ist. So wurde und wird auch auf eisige Nebenstraßen Splitt gestreut.” Ein Obdachloser hat aus der Not immerhin eine Notunterkunft gemacht – und sich am Nollendorfplatz ein Iglu gebaut.
- “Der Fall Berlin”: Tagesspiegel-Schlagzeile vom 9.2.2010
- Gehweg in Berlin: das geeignete Parkett für eine Rutschpartie
- Berlin, Albrechtstr. – eine Nebenstraße auf dem Weg zum Deutschen Theater
- Eisschollen auf der Spree, mit Blick auf S-Bahnhof Friedrichstraße. (Fotos: cd)
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