Von Frauen für Frauen?
Die Filmkritikerin der New York Times, Manohla Dargis, hat in einem Artikel das Thema Frauen in Hollywood sehr kompakt zusammengefasst – warum 2009 zwar, was Frauen und das amerikanische Kino betrifft, ein guter Jahrgang war, es aber trotzdem keinen Grund zum Jubeln gibt. Es gab in diesem Jahr eine ganze Reihe von Filmen, die für die wichtigen amerikanischen Filmpreise, Oscars inklusive, in Frage kämen, und Kathryn Bigelows ´The Hurt Locker` hat auch schon ein paar kleinere Auszeichnungen bekommen. Aber der erste Regieoscar für eine Frau ist wohl trotzdem noch weit weg.
Was Dargis aufgeschrieben hat, ist alles nicht neu – vor ein paar Jahren waren tatsächlich die Hälfte aller wichtigen Studiochefs Frauen, und es hat nichts genützt. Die Spielregeln für Frauen bleiben völlig andere. Dargis vergleicht Michael Mann und Kathryn Bigelow – wie lange man wegen eines Flops auf die Reservebank muss, ist offensichtlich unter anderem eine Frage des Geschlechts. Man könnte aber auch Elaine May mit irgendwem vergleichen, denn die hat, weil ihr ´Ishtar´in den Achtzigern absoff, nie wieder Regie geführt.
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