07.12.09 | 17:01 | Dies & das | Kino | Kommentare 0 Kommentare

Ab in die Gender-Ecke

Das gabs noch nie – diesmal sind doch tatsächlich, zumindest im Vorfeld, drei Frauen im Gespräch für eine Nominierung für den Regie-Oscar. Jane Campion für „Bright Star“, eine feministisch poetische Annäherung ans Leben von John Keats; Kathryn Bigelow für den Irakkriegsfilm „The Hurt Locker“ ; und und Lone Scherfig mit „An Education“. Kämen alle drei durch, wären das soviele Frauen wie in der gesamten Oscargeschichte zuvor. Es sind nämlich seit 1927 überhaupt erst drei nominiert worden: Lina Wertmüller war mit Pasqualino Settebellezze 1975 die erste, 1992 dicht gefolgt von Jane Campion für „Das Piano“, und schon 2003 kam die vorerst letzte dran, Sofia Coppola, 2003, für „Lost in Translation”. Gewonnen hat natürlich noch keine.
Eine neue Studie belegt übrigens, das 2008 tatsächlich acht Prozent der 250 erfolgreichsten amerikanischen Filme von Frauen gemacht waren, immerhin zwei Prozent mehr als in den Jahren zuvor. Als Variety eine Geschichte machen wollte über den Stand der Dinge, was Frauen als Filmemacher angeht , erwies es sich als extrem schwierig, Interviewpartner zu finden, weil ´in die Gender-Ecke gestellt werden`als sehr karrierebremsend gilt. Als würde man sich mit unvorsichtigen Äußerungen endgültig als Frau zu erkennen geben.

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