
Brigitte Hobmeier auf dem Plakat im Eingangsbereich der Münchner Kammerspiele
Gestern hat die Schauspielerin Brigitte Hobmeier den Theaterpreis der Stadt München erhalten. Die Preisverleihung fand im Anschluss an die Vorstellung “Hotel Savoy” in der Spielhalle der Kammerspiele statt. Hier auf vielfachen Wunsch meine Laudatio – mit der ich mich wieder zurückmelde in diesem Blog.
(Die lange Sendepause tut mir leid, das hatte persönliche und technische Gründe. Heute habe ich leider schon wieder keine Zeit, aber ich werde – sorry lieber Herr FAZ-Kollege! – schon auch noch jene Preisverleihung nachholen, die seit Mai überfällig ist: die Auszeichnung Gerhard Stadelmaiers mit dem Herbert-Riehl-Heyse-Preis)
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Preisträgerin,
Als ich mich letzte Woche zur Vorbereitung auf diese Laudatio mit Brigitte Hobmeier im Blauen Haus traf, da trat ein älterer Herr an unseren Tisch und bat die Schauspielerin in aller Ehrerbietung um ein Autogramm. Er hatte sich dafür eines der neuen Spielzeithefte der Kammerspiele geschnappt, die auf den Tischen ausliegen, und er hatte die Seite mit dem ernsten, asketisch-strengen, fast ikonisch wirkenden Schwarz-Weiß-Porträt von Hobmeier aufgeschlagen. In meine Richtung sagte er erklärend, er habe sie in „Hotel Savoy“ gesehen, da spiele sie „15 Rollen“.

Die rote "Gitti", von der Probe kommend - letzte Woche bei unserem Treffen im Blauen Haus
Wie wir soeben sehen konnten, sind es nicht 15 Rollen, die Brigitte Hobmeier in „Hotel Savoy“ spielt, sondern „nur“ sieben, genau genommen: acht, aber die Intensität und virtuose Wandlungsfähigkeit, mit der sie diese Minirollen darstellt und zu grandiosen Kabinettstückchen aufwertet, ihre Knallchargenresitenz und komödiantische Durchschlagskraft – all das reicht natürlich locker für 15 und ist in dieser Aufführung so unübersehbar ausfüllend, dass man den Eindruck des begeisterten Autogrammjägers ohne Weiteres nachvollziehen kann.
Schon einmal habe ich mich mit Brigitte Hobmeier für ein längeres Gespräch getroffen, das war 2004 für ein Porträt in der Fachzeitschrift „Theater heute“. Damals war sie 28 und der Star am Münchner Volkstheater, und auf die Frage, was ihr berufliches Fernziel sei, antwortete sie: „Ich möchte gerne eine außergewöhnliche Schauspielerin werden.“ Und, „ja, doch“, auch Berühmtheit strebe sie an. Aber (Zitat): „Ich möchte kein Star sein nur um der Berühmtheit willen, sondern als Künstlerin etwas Besonderes.“
Tja, da kann man eigentlich nur gratulieren, denn wenn Brigitte Hobmeier etwas geworden ist, dann sicher eine außergewöhnliche Schauspielerin – die sie übrigens auch damals schon war. Etwas Besonderes. Eine Auffallende. Eine auffallend Unmodische, Untypische, Unverbogene . . . Rothaarige. Kussmündige. Bayerisch-Bodenständige. Inbrünstige.

1. Reihe: Die Familie Hobmeier aus Ismaning (Brigitte mit Bruder, Mutter und Vater), der Rede lauschend
Diese sehr besondere Schauspielerin Brigitte Hobmeier ist mit 35 Jahren die bislang jüngste Trägerin des Münchner Theaterpreises, einer Auszeichnung, für die nur Künstlerinnen und Künstler in Frage kommen, „die ihre Wirkungsstätte in München oder der Region haben und ⁄ oder deren Schaffen mit dem Theaterleben Münchens eng verknüpft ist“.
Dass München sie gewonnen hat und wir sie heute überhaupt hier ehren können, verdankt sich einem harten Entscheidungsfindungsprozess, den Brigitte Hobmeier vor neun / zehn Jahren durchgemacht hat. Damals hatte sie gerade zwei Jahre im „Faust“-Ensemble von Peter Stein hinter sich gebracht, in Winzigrollen als Nymphe, Hexe, Wassergeist, Äffchen oder – jawohl! – als „Gemurmel“. Jetzt wollte sie spielen, endlich spielen! Aber wo: am Schauspielhaus Düsseldorf oder am Münchner Volkstheater? Von beiden Theatern hatte sie ein Angebot, in Düsseldorf stand sie damals sogar schon auf der Bühne, als Ismene in einer „Antigone“-Inszenierung der Intendantin Anna Badora. Es war eine Entscheidung zwischen einem großen und einem sehr kleinen Haus, zwischen Bundes- und Lokalliga, Nordrhein-Westfalen und Bayern, zwischen abgesichertem Stadttheaterbetrieb und einem ungesicherten Neuanfang, denn am damals siechenden Münchner Volkstheater übernahm im Herbst 2002 Christian Stückl die Intendanz, und noch wusste keiner, wo das hinführen würde.

Bürgermeisterin Christine Strobl liest die Jurybegründung vor. Sie kam direkt vom Marienplatz, wo an diesem Tag die Olympia-Entscheidung für Südkorea hingenommen und verkraftet werden musste.
Brigitte Hobmeier nimmt solche Lebensweichenstellungen alles andere als leicht. Sie ist eine „Entweder/Oder-Frau“ – das, wofür sie sich entscheidet, gilt hundertprozentig, voll und ganz, und da haut sich sich dann auch entsprechend rein. Das muss also gut überlegt sein.
Wenn sie von den „verzweifelten Nächten“ erzählt, in denen sie damals mit sich gerungen hat, klingt das kein bisschen übertrieben. Sie sagt, die Verzweiflung sei ihr derart ins Gesicht geschrieben gestanden, dass sie ein Polaroid von sich machen musste: ein Porträtfoto als „Mahnmal“ für diesen existenziellen Zustand. Dieses Bild würde man gerne einmal sehen: Brigitte Hobmeiers schönes, expressionistisches Stummfilmdiven-Gesicht in selbst erzeugter München-Düsseldorf-Tragik, wahrscheinlich noch blässer als sonst, mit dunklen, weit aufgerissenen Augen wie Höhlen, darin die Angst, etwas komplett falsch zu machen …
Aber sie hat sich gottlob ja richtig entschieden – nämlich indem sie ihrem Herzen und dem Ruf der Heimat gefolgt ist. Es mag pathetisch klingen, aber Brigitte Hobmeier spricht tatsächlich von „Sehnsucht nach der Heimat“ und „heimkommen wollen“, wenn sie von ihrer Entscheidungsfindung damals erzählt.
Sie ist in Ismaning geboren, eine waschechte Bayerin, Münchnerin – mit Wurzeln in Niederbayern, von wo ihre Eltern stammen, aus Wendelskirchen, um genau zu sein, 20 Kilometer von Landshut entfernt, das ist tiefstes Martin-Sperr-Gebiet. Hier, in diesem Landstrich, wo sie ihre Kindheit und alle Ferien verbrachte, ist die Hobmeierin verwurzelt. Sie beherrscht den derbsten, g´schertesten Dialekt mit all den einschlägigen Schimpf- und Kraftausdrücken; sie verfügt über urbayerische Tugenden wie Sturheit, Erdung, Trotz, Widerborstigkeit, Eigensinn; und sie sagt Sätze wie: „Dieser Boden hier tut mir gut.”

Familie Hobmeier mit Hausarzt (rechts)
Dass Brigitte Hobmeier, die ihre Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen absolviert hat und danach fast zwei Jahre mit Steins „Faust“-Ensemble herumgetingelt ist, dass dieses weggezogene Münchner Kindl überhaupt von Stückls Neuanfang am Volkstheater erfuhr, ist Johan Adam Oest zu verdanken, dem Schauspieler vom Wiener Burgtheater, der in Steins Expo-„Faust“ einer der beiden Mephistos war. Er hat Brigitte Hobmeier gesagt: Du, da soll in München so ein Verrückter das Volkstheater übernehmen, das wär doch was für Dich . . .
Die Geschichte von Hobmeiers Vorsprechen am Volkstheater sollte man sich am besten von Christian Stückl erzählen lassen. Der weiß zwar nicht mehr, was die „Gitti“ ihm damals vorgespielt hat, dafür aber noch sehr genau, wie. Sie hatte nämlich eine Quarktasche dabei, und die muss sie so eindrucksvoll ausgepackt und auf der Bühne verspeist haben, dass Stückl sofort wusste: „Die wui i ham!“ 170 Schauspieler waren zu diesem Vorsprechen geladen, aber die Hobmeierin war die einzige, bei der er sich sofort sicher war. Es war übrigens die Restaurantszene aus Friederike Roths „Die einzige Geschichte“, die sie damals so quarktaschenverstärkt vorgetragen hat, und dann noch was aus der „Bernauerin“.

Preisträgerin mit Bürgermeisterin und Laudatorin
Hobmeier und Stückl – die beiden schienen in ihrer saftigen bayerischen Art wie für einander geschaffen, und wenn Stückl über die Hobmeierin sagt, sie sei ein „Theaterviech“, dann gilt das natürlich umgekehrt auch für ihn. Am Volkstheater avancierte Brigitte Hobmeier mit bayerischer Grandezza gleich in ihrer ersten Rolle, als Geierwally, zum Publikumsliebling – und dann sehr schnell zum Star des jungen Ensembles.
Als die „Gitti“, wie ihre Kollegen und Freunde sie nennen, in ihrer dritten Spielzeit dann wieder diesen Drang in sich spürte, der sie fort- und vorantreibt, da kündigte sie. Kündigte, ohne etwas Neues zu haben – aber sich auf Erfolgen auszuruhen, das ist ihre Sache nicht. Zum Abschied spielte sie bei Stückl noch die Lulu. Eine Paraderolle, weil diese Wedekind-Figur ähnliche Gegensätze in sich vereint, wie Brigitte Hobmeier sie als Schauspielerin ohnehin mitbringt: changierend zwischen Kindfrau und Vamp, Unschuldsengel und Mordsweib, zwischen Frömmigkeit und Frivolität, Entrücktheit, Derbheit und Arroganz – all das, was den speziellen Hobmeier-Mix ausmacht, dieses bayerisch-sommersprossig-bleichgesichtig-rothaarig-katholisch-ätherisch-Robuste, wenn Sie verstehen, was ich meine . . .

Die Ausgezeichnete beim Fototermin mit blauem Sofa
(Lassen sie mich an dieser Stelle einen aktuellen Einschub machen. Denn als ich heute auf Facebook auf diese Preisverleihung hingewiesen habe, da postete der Berliner Schauspieler Thomas Arnold einen Kommentar, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Er schrieb:
„Eine Kollegin, die den Glanz der früheren Zeit und den Heiligenschein ins Theater zurückgebracht hat – als Theater noch etwas Besonderes, Außerordentliches war. Sternenstaub und Handwerk sind hier wieder vereint.“)
Als sie 2005 an die Kammerspiele wechselte – sie selbst hat sich an dem Haus beworben –, da sagte der Intendant Frank Baumbauer zu ihr: „Hier werden Sie´s nicht so gut haben wie am Volkstheater.“ Wohl wahr, wenn man bedenkt, wie klein sie in diesem Edel-Ensemble angefangen hat. In Tschechows „Kirschgarten“ spielte sie 2006 die Anja, zu der Tschechow einmal in einem Brief anmerkte: Sie ist eine so unwichtige Figur, mir ist ganz egal, wer sie spielt.
Oder dann ihre Rolle in dieser grässlichen Fosse-Inszenierung von Laurent Chétouane!

Und noch mal die schöne Hobmeierin
Aber Brigitte Hobmeier wollte es ja wissen, wollte nicht, wie sie es selbst ausdrückt, „Prinzessin sein im geschützten Hort“, sondern sich messen, sich stellen, herausgefordert werden an einem großen Haus mit vielen Stars und tollen Leuten. Und sie hat ja auch das Beste daraus gemacht, hat sich – wie auch jetzt wieder in „Hotel Savoy“ – mit der ihr eigenen Unbedingtheit in diese Minirollen gestürzt, ihnen Aufmerksamkeit, Bedeutung erspielt. Sie ist zwar eine geborene Hauptdarstellerin, aber eben auch eine großartige Supporterin – von wegen „Diva“!
Die Saison 2006/07 wurde dann ihre Spielzeit, da hat Brigitte Hobmeier ihre Kammerspiele-Chance erhalten. Zunächst als Elisabeth in Horváths „Glaube Liebe Hoffnung“, diesem unsentimentalen Sozialstaats-Totentanz, inszeniert von Stephan Kimmig. Hobmeier, einst Herzerlverkäuferin auf dem Oktoberfest (damit verdiente sie sich ihr Schauspielstudium), war die Idealbesetzung für Horváths traurige Glücksritterin: eine kraftvolle Unterschichtskämpferin, die sich taff, kokett und überaus trotzig zur Wehr setzt gegen die Zumutungen des Lebens. Die nie Glück hat – und trotzdem weitermacht. Bis sie sich am Ende bäuchlings auf der Bühne in einer Pfütze ertränken will, aber nicht einmal dieses Glück wird ihr gewährt. Ihr Japsen klingt einem bis heute in den Ohren. Was für eine Szene! Nicht umsonst hat sie für diese Rolle den „Faust“ als beste Darstellerin erhalten.
Dann kam Thomas Ostermeier, Intendant der Berliner Schaubühne, gebürtiger Niederbayer, aufgewachsen in Landshut, mit der Hobmeierin sofort auf einer Wellenlänge. Er inszenierte mit ihr als erotischen Fixstern Fassbinders „Die Ehe der Maria Braun“. Das war ein Abend, an dem sie aufs Schönste ihren kühlen Sex-Appeal ausspielen konnte und einen mit ihrer Hanna-Schygullahaftigkeit schier verblüffte.

Große Kolleginnen: Gundi Ellert, Doris Dörrie und (Hobmeiers erste "Filmmutti") Ulrike Kriener
Es war übrigens diese Rolle, in der sie Flo, ihr Mann, zum ersten Mal auf der Bühne sah. Kein Witz! Sie hatte es ihm verboten, sie im Theater zu sehen, wollte das Berufliche stets raushalten aus ihrer Beziehung. Und er hatte sich bis zu dieser Premiere auch immer daran gehalten. Nun aber ging er in einen Kostümverleih, klebte sich einen Schnurrbart an und kam: inkognito.
So viel zu den Eigentümlichkeiten in der Hobmeier-Ehe. Der Mann, ein Münchner, ist übrigens studierter Mathematiker, aber innerlich ein berufener Schriftsteller – als solcher hat er sich im Moment nach Berlin zurückgezogen, um seinen ersten Roman zu schreiben. Sollte er wider Erwarten heute Abend hier sein, dann sicher in guter Verkleidung. – Die beiden haben übrigens einen Sohn miteinander, den kleinen August. Er wird im September sechs.
Im April 2009 folgte, wieder mit Ostermeier, „Susn“ von Herbert Achternbusch, ein Stück aus den achtziger Jahren, aber wie geschrieben für die Hobmeier. Sie hat den Text dieser weiblichen Passionsgeschichte nicht einfach nur gespielt, sie hat ihn durchdrungen, ihn sich mit Leib und bayerischer Seele anverwandelt – und die Titelfigur dann auch gleich in allen Altersstufen gespielt. Es ist eine Wandlung über vier Lebensalter hinweg: vom aufmüpfigen Dorfmädchen im Beichtstuhl über die zornig-depressive Studentin in der Großstadt, die an der Seite des lieblosen Herbert verkümmert – bis hin zur vergrämten alten Alkoholikerin auf der Kloschüssel.
Es war ein brillanter Soloabend. Rau, ehrlich, schonungslos. Völlig uneitel. Ein Abend, der auch über die Videolandschaftsbilder sehr viel von Heimat erzählte, von Bayern, von dieser waidwunden Sehnsucht derer, die dieses Land lieben und hassen und fliehen wollen – und ihm doch nie entkommen. Brigitte Hobmeier hat diese Rolle ein „Geschenk“ genannt, weil sie da nicht nur aus dem Vollen, sondern auch aus ihrem Innersten schöpfen und sich mit all ihrer Spielgier hineinschmeißen konnte.

Brigitte Hobmeier zeigt der Kammerspiele-Pressefrau Maiken Hagemeister das Geschenk von Sepp Bierbichler: eine Erstausgabe von Achternbuschs "Susn". Er hat sie, wie eine Widmung zeigt, von Achternbusch selbst bekommen. Nun gab er das Buch an die Susn-Darstellerin weiter, verpackt in einem Gefrierbeutel und versehen mit der Widmung "Servus Howe" (so nennt er die Hobmeierin auf gut Bayerisch).
Auch für uns Zuschauer war der Abend ein Geschenk, und so möchte ich Johan Simons, den neuen Intendanten, an diesem Abend herzlichst ersuchen, „Susn“ doch bitte wieder in den Spielplan zu nehmen. Auch wenn das vielleicht nur Bayern verstehen . . . aber diese Inszenierung rührt an unsere ureigensten Empfindungen und Prägungen. Sie erzählt davon, dass Bayern weniger ein Land als ein Zustand ist. Man würde diesen Abend gerne noch da haben und besuchen können, wie eine Andacht oder einen guten alten Bekannten. Und so schön es ist, Brigitte Hobmeier als Sissi in „Ludwig II.“ zu sehen – als Susn hätten wir noch viel mehr von ihr.
Aber wir müssen ja schon froh sein, dass sie uns überhaupt erhalten geblieben ist. Ostermeier wollte sie an die Berliner Schaubühne abziehen (sie hat dort bei ihm in den „Dämonen“ von Lars Norén gespielt), auch Film und Fernsehen kommen immer wieder auf sie zurück (erst im Mai lief mit ihr der viel beachtete ZDF-Film „Die Hebamme“), und das ist ja alles auch kein Wunder bei dieser Ausnahmeschauspielerin mit diesem Ausnahmegesicht.
Noch ein Wort dazu, dass es manchmal heißt, sie sei schwierig oder zickig. Wahrscheinlich ist das nur ihrer Unbedingtheit und ihrer niederbayerischen „Wuidheit“ geschuldet. Brigitte Hobmeier sagt: „Ich lass mich ungern komplett fremd bestimmen.“ Und sie verweist auf den raueren, viel direkteren Umgangston, mit dem sie, das Arbeiterkind, aufgewachsen ist.
Wenn Hobmeier aufstampft und zu einem Regisseur sagt: „So a Schmarrn!“, dann bedeutet das in etwa so viel, wie wenn ein Kollege aus nördlicheren oder wohlerzogeneren Gefilden sagen würde: „Du, könnten wir in dieser Szene vielleicht noch mal etwas Anderes ausprobieren?“

Alles gesagt: Die Laudatorin verlässt den Schauplatz - und gratuliert herzlichst!
Nein nein, das passt schon so, wie sie ist. Dafür kriegt sie jetzt auch den Münchner Theaterpreis. Und dafür hat sie letztes Jahr in Regensburg bei den Bayerischen Theatertagen – mit „Susn“ – auch jenen Preis einer Jugend-Jury bekommen, der sich „Die Rampensau“ nennt. Das ist sehr schön, denn damit ist die Intensivschauspielerin Brigitte Hobmeier eine urkundlich beglaubigte Rampensau.
Herzlichen Glückwunsch!