07.01.10 | 16:21 | 1 Kommentar

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)



Und dann gibt es noch die Sorte Trailer, die einen ganzen Film in zwei Minuten durcherzählt. Sieht gut aus, gerade jetzt zur Skisaison, auch wenn der Vergleich, dass der Film "fürs Skifahren das bedeuten wird, was 'Der weisse Hai' fürs Baden bedeutete" etwas kühn ist. Würde eher sagen, "Frozen" ist fürs Skifahren, was "OpenWater" fürs Tauchen war.

01.01.10 | 18:07 | 0 Kommentare

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)



Cormack McCarthys "The Road" war sicherlich einer der düstersten Romane der Nullerjahre. Ähnlich beklemmend scheint der Film zu sein. Offensichtlich viel zu beklemmend fürs Kinopublikum, zumindest wenn man den ersten Trailer ansieht. Der zweite Trailer (siehe oben) bedient sich einer viel melancholischeren Grundstimmung (soweit melancholisch überhaupt ein Begriff ist, der im postapokalyptischen Kontext noch funktioniert). Nur ist die Frage, ob die religiösen Motive einen letzten Rest Hoffnung symbolisieren sollen, oder ob der Trailer eher für ein christliches US-Publikum an die Offenbarung des Johannes anschliessen soll.

25.12.09 | 13:57 | 3 Kommentare

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)



Bin mir ja nicht ganz sicher, ob mir die deutsche Fernsehtradition besser gefällt, am Silvesterabend den melancholisch-trunkenen Kalauer "Dinner For One" auszustrahlen, oder die amerikanische Fernsehtradition, an Weihnachten Frank Capras "It's A Wonderful Life" zu zeigen, der das mit der Lebensbejahung schon 1946 auf einem Level verhandelte, das im wahren Leben erst fünfzig Jahre später mit der weiten Verbreitung hauptberuflicher Psychopharmakologen erreicht wurde.

17.12.09 | 17:11 | 0 Kommentare

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)



Das war sicherlich das kürzeste pitch meeting in der Geschichter Hollywoods. Matt Damon und Paul Greengrass sagen - wir machen einfach, was wir immer machen. Na denn. Funktioniert ja.

10.12.09 | 13:29 | 0 Kommentare

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)



Trailer für Pop-Alben. Sehr nette Tradition, die da mit Youtube wieder auflebt.

03.12.09 | 11:10 | 0 Kommentare

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)




In den USA gilt das Versäumnis der Medien, die Finanzkrise vorherzusehen, als noch größeres Versagen, als die kriegstreiberische Berichterstattung im Kielwasser der Neocons vor und während dem Irakkrieg. Michael Ruppert, Protagonist der Doku "Collapse" ist nur einer von unzähligen Kassandras, die den Zusammenbruch vorhesahen und nun im Nachhinhein hervorgeholt werden.

26.11.09 | 16:20 | 0 Kommentare

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)




Trailer für Avantgardefilme sind eines der schwierigsten Genres, weil sie letztlich wissenschaftliche Exegese mit Marktschreierei verbinden müssen. Wie man am Trailer des essentiellsten aller New-York-Filme (John Cassavetes' "Shadows" mit Musik von Charles Mingus' Saxophonisten Shafi Hadi) sieht, der das planlose aber inhaltsschwere Herumlungern schon ein Jahr vor Godards "Ausser Atem" letztgültig auf den Punkt gebracht hat. Was natürlich keineswegs so spannend und dramatisch ist, wie das der Trailer verspricht.

19.11.09 | 09:19 | 0 Kommentare

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)



Höchste Trailerkunst - wenige Szenen aus einem Film zu zeigen, der nach Tobias Kniebe ganz offensichtlich davon lebt, dass die meiste Zeit nichts passiert, und stattdessen die Reaktionen des hysterischen Publikums.

12.11.09 | 00:23 | 2 Kommentare

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)




Erstaunlich, wie formelhaft Michael Moores FIlme geworden sind. Das schlägt sogar auf den Trailer durch. So streng verfahren sonst Serien wie Dr. House. Und dann fällt einem wieder ein, dass Michael Moore ursprünglich ein Komiker war, der seinen Durchbruch vor allem dem Erfolg der ultrarechten Komiker verdankte.

05.11.09 | 13:00 | 0 Kommentare

Trailerpark (die Zweiminutenkritik)



Horrorfilme haben oft deswegen die besten Trailer, weil den Schnittmeistern bei dem Genre offensichtlich die Freiheit gelassen wird, eine zweimnütige Mini-Inszenierung des Filmes zu konstruieren. Und weil sich die schlichten Geschichten fast immer problemlos in zwei Minuten Hochspannung packen lassen. Je spannender desto besser, dann lockt der obligatorische Cliffhanger noch mehr Leute in die Kinos. Die Neuverfilmung von George A. Romeros "The Crazies" zum Beispiel funktioniert hier ganz hervorragend als eigenständiges Minimovie mit drei richtigen Akten. Wobei auffällt, dass die Angst in Romeros Original 1973 noch die Angst vor einer gesichtlosen, mörderischen Regierung ist (post-Watergate/-Vietnam etc.), während die neuen Version vor allem mit der Angst vor Seuchen und biologischer Kriesgführung spielt. Horrorfilm als Metapher... gibt es ja viele kluge Studien dazu.

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