28.07.11 | 17:04 | 0 Kommentare

TED Global 2011/15:Josette Sheeran: Ending hunger now

Chefin des UN World Food Program, die während TED Global auch ein Interview zur Hungerkatastrophe in Afrika gab.

28.07.11 | 09:21 | 0 Kommentare

TED Global 2011/14: Paul Bloom: The origins of pleasure

27.07.11 | 15:02 | 0 Kommentare

TED Global 2011/13: Geoffrey West: The surprising math of cities and corporations

26.07.11 | 11:40 | 0 Kommentare

TED Global 2011/12: Rory Stewart: Time to end the war in Afghanistan

22.07.11 | 23:20 | 0 Kommentare

Introducing “Otis”

Funkmaster Flex - 07.24.08 - CiRCA Toronto

Über 20 Minuten lang hat New Yorks Hip-Hop-Radio-DJ Funkmaster Flex gestern auf Hot 97 Jay Zs und Kanye Wests neue Single "Otis" anmoderiert: "You rappers only breathe during certain times of the year. THIS IS NOT ONE OF THEM!" ... YOU WILL NEVER WEAR THE CROWN… you can CLEAN it – PAUSE!” ... "THIS IS SERIOUS, NEW YORK CITY!"

Radiomitschnitt - hier.

Single-Teaser "Otis" - hier

Foto: Funkmaster Flex by Jess Baumung

22.07.11 | 12:15 | 0 Kommentare

Friday Night Live

22.07.11 | 12:13 | 0 Kommentare

Der Außerirdische

kreye-g_clinton

Zu seinem 70. Geburtstag eine Erinnerung an eine Angeltour mit der P-Funk-Ikone George Clinton

George Clinton wollte sich an jenem Sommertag in einem Barbershop in Detroit treffen, was natürlich eine hervorragende Idee war. Zum einen weil die Barbershops in den amerikanischen Innenstädten traditionell das soziale Zentrum der Schwarzenviertel sind. Immerhin galt George Clinton schon seit Beginn der Siebziger als Schlüsselfigur der schwarzen Kultur. Zum anderen, weil er sich dort seinen neonfarbenen Strähnenberg neu einfärben wollte, mit dem er immer ein wenig so aussah wie ein Außerirdischer.

Als Außerirdischer hatte er sich seit Mitte der Siebziger verstanden, als er begann, die Shows seines furiosen Musikerkollektivs Parliament/Funkadelic als monumentale Science-Fiction-Opern zu inszenieren. Damit galt er bald als der wahre Gralshüter der schwarzen Musik, weil er es geschafft hatte, den revolutionären Funk von James Brown und Sly Stone von der Kampflaune der späten Sechziger zu befreien und als „pure and uncut“, kurz „P-Funk“ in die Siebziger zu transportieren. Da übersteigerte er das ganze esoterische Gehabe vom Zeitalter des Wassermanns und die Selbstverwirklichungsmanie der „Me Decade“ mit hysterischen Gospelchören, überdrehten Kollektivimprovisationen und Bassläufen. Er landete in silbernen Raumschiffen auf der Bühne, und die unübersichtliche Zahl der Musiker verkleidete sich mit viel Glitter und Plastik zu einem Ensemble von Comicfiguren. Clinton war die Vaterfigur seines persönlichen Kosmos, der von lauter weiteren Stars besiedelt wurde. Vom Bassisten Bootsy Collins etwa, dem Keyboarder Bernie Worrell oder dem Gitarristen Eddie Hazel.

George Clintons große Zeiten waren an jenem Sommertag längst vorüber. Er versteckte sich vor der Steuerfahndung auf seiner Farm in Michigan, hatte kein Telefon und keine Arbeit. Vor den Fahndern konnten ihn nicht einmal die Tantiemen für die unzähligen Hits wie „Flashlight“, „Mothership Connection“ oder „Atomic Dog“ retten. Sein Glück war das Geschichtsbewusstsein der schwarzen Musik, die sich schon viel früher historisierte, als es der Rock und der Pop später taten. So hatten in den späten achtziger Jahren junge Hip-Hop-Stars Clintons breitflächige Rhythmuskonstrukte als Rohmaterial entdeckt. Und der neue Gralshüter des Funk, Prince, beschloss gerade, George Clintons Steuerschulden zu bezahlen und ihn ins Plattenstudio zu holen, damit er nicht als weitere verarmte Legende in den Tiefen der Musikgeschichte verschwände.

Das Treffen mit der Legende war aber zunächst einmal schwierig. Irgendjemand hatte angerufen, das mit dem Barbershop klappe wohl nicht. Danach folgte kein Lebenszeichen mehr. Weil aber das Ticket nach Detroit schon gebucht war, gab es eigentlich keinen Grund, es nicht doch zu versuchen. Da stand er dann am Gate, die neonfarbenen Haare hoch auf seinem Schädel aufgerichtet. Er packte den Besuch in seinen Wagen und so ging es eine Stunde über Land. Den Rückflug sollte man doch lieber stornieren. Man gehe jetzt angeln.

Die Farm entpuppte sich als gepflegter Bauernhof mit Wald und Teich. Auf dem verging der Nachmittag dann auch in freundlicher Ruhe. Geduldig saß George Clinton im Ruderboot. Hier im pastoralen Idyll am Rande der großen Seen wirkten seine Neonfrisur und seine grell-orangenen Stiefeln mindestens so stark, wie seine kostümierten Auftritte im Science-Fiction-Bühnenbild.

Die Fische wollten an diesem Tag nicht anbeißen. So gab es den Fang vergangener Tage aus dem Tiefkühler. Seine Frau verabschiedete sich nach dem Dessert. Denn dann verlor sich George Clinton im Gestern. Große Kartons mit Tonbändern holte er hervor, spielte bis zum Morgengrauen Produktionen vor, die niemals erschienen. Große Musik lagerte da in seinen Schränken. Und die war auch der Grund, warum er pleite war. Die besten Bühnenbildner des Broadways hätte er engagiert, noch jedem Hilfsmusiker ein Album produziert. Seine Kreativität war sein finanzielles Ende gewesen.

Ein paar Monate später erschien dann das Album "Cinderella Theory", das Prince produzierte. Die Rapper begannen, Lizenzgebühren zu zahlen. Die alten Mitstreiter kamen zurück. Prince erreichte, was er wollte. Die Kreativität des Genies George Clinton war wieder entfesselt und seither nicht zu bremsen. Am heutigen Freitag wird er 70 Jahre alt.

Foto: Andrian Kreye und George Clinton in Brooklyn/Michigan, Sommer 1989 (Privat OH)

22.07.11 | 12:00 | 0 Kommentare

Die Verherrlichung des Banalen

LifeInaDay



(Von Andrian Kreye) Am kommenden Sonntag jährt sich der Tag, an dem der erste Film nach dem sogenannten Wiki-Prinzip gedreht wurde. Das heißt, dass sehr viele Leute, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, gemeinsam über das Internet an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. In diesem Falle an dem Film "Life in a Day", den der Internetkonzern Google gemeinsam mit den Regiestars Ridley und Tony Scott produziert hat. Das ist formal ein Novum, auch wenn sich bei einem Film, den ein Konzern wie Google produziert, natürlich die Frage nach dem ideologischen Subtext stellt.
Zunächst aber war der 24. Juli eine gute Wahl für ein solches Vorhaben, denn bisher spielte das Datum in der Geschichtsschreibung nur eine untergeordnete Rolle - 1411 bekämpften sich an diesem Tag schottische Fürstenclans in der Schlacht von Harlaw, 1832 wurde die Sklaverei in Chile abgeschafft und 1938 wurde erstmals die Eiger Nordwand bestiegen. Da ist noch Platz für einen potentiellen großen Wurf.

Nun sind bei Werken in den Frühzeiten einer Technologie die Herkulesaufgaben ihrer Entstehungsgeschichte und die technischen Details oft wichtiger als der Inhalt. Deswegen erinnert der von Google gemeinsam mit den Brüdern Scott produzierte Film "Life in a Day" zunächst auch an jene Kinetoskop-Vorführungen Ende des 19. Jahrhunderts. Damals zeigte man auf Kirmesplätzen und in Schaubuden kurze Sequenzen mit Bewegtbildern von Hahnenkämpfen, springenden Pferden und Alltagsszenen, die vor allem darauf ausgelegt waren, die ungeschulten Sehgewohnheiten des 19. Jahrhunderts zu überfordern.

Google und die Scott-Brüder haben nun gemeinsam mit dem Regisseur Kevin Macdonald den ersten Film gedreht, der die sozialen Technologien des 21. Jahrhunderts in eine lineare Erzählform übersetzt. "Life in a Day" geht also den umgekehrten Weg wie die Schnipsel, mit denen Thomas Alva Edison Werbung für die neue Technologie des Films machen wollte. Das traditionelle Medium Film soll hier das komplexe Konstrukt der sozialen Medien begreifbar machen.

Über Googles Videowebseite YouTube hatten die Scotts und Regisseur Macdonald die Nutzer aufgerufen, am 24. Juli 2010 Videoaufnahmen zu machen, die dann zu einem Film verarbeitet werden sollten. Eingegangen sind dann Beiträge von 80 000 YouTube-Nutzern aus 140 Ländern, die Material in einer Länge von 4600 Stunden produziert hatten. Ein normaler Dokumentarfilm wird in einem Verhältnis 1 zu 10 gedreht, das heißt, dass der Regisseur für 90 Minuten Kino rund 15 Stunden Material sichten und in Form bringen muss.

Die Leistung, aus einem solchen Material ein in sich schlüssiges Filmwerk zu erstellen, ist natürlich beeindruckend. Sie spiegelt vor allem all das wieder, was die gegenwärtige Entwicklungsphase des Internets einem so an modernen Gesellschaftsformen anpreist. Das "Crowdsourcing", wie das Rekrutieren von freiwilliger Arbeitskraft im Internet genannt wird. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse in der Realtime-Welt des Cyberspace. Das Egalitätsprinzip des Internets, das einem historischen Ereignis die gleiche Datenmenge und -geschwindigkeit garantiert wie einer Alltäglichkeit.

Und doch erinnert "Life in a Day" in Ästhetik und Inhalt nicht nur metaphorisch an die Kinetoskopfilme des 19. Jahrhunderts. Ein Großteil der Sequenzen sind Amateuraufnahmen, mit den üblichen Mängeln in Licht, Ton und Tiefenschärfe. Um den Kinobesucher mit dieser "Do it yourself"-Ästhetik nicht zu überfordern, gibt es dazwischen immer wieder Zwischenbilder von Landschaften, Städten und Sonnenuntergängen, die Macdonald auf professionellem 35mm-Material drehen ließ.

Einige der unzähligen Handlungsstränge, die in diesem Film einzig und allein vom Verlauf der 24 Stunden eines Tages zusammengehalten werden, sind durchaus anrührend. Der Vater in einer der japanischen Wohnwaben, der mit seinem kleinen Sohn der verstorbenen Mutter ein Räucherstäbchen anzündet. Der Vater aus Sri Lanka, der in einer Villensiedlung in Dubai die karge Einsamkeit des Fremdarbeiterlebens auf sich nimmt, um der Familie daheim Geld zu schicken. Die amerikanischen Frontsoldaten, die vor einem Einsatz herumalbern. Geburt, Krankheit, Freude, Trauer, Kinder, Tiere - was da als beliebige Collage durchaus einen filmischen Sog entwickelt, hat allerdings durchaus einen ideologischen Subtext und nicht nur dokumentarischen Wert.

Der letzte vergleichbare Film war Godfrey Reggios "Koyaanisqatsi", eine Montage aus Landschafts- und Stadtbildern in verschiedenen Geschwindigkeiten, die zu den Minimal-Music-Kaskaden von Philip Glass zum pathetischen Klagelied gegen die zerstörerischen Kräfte der Zivilisation wurde. "Life in a Day" ist dagegen die Verherrlichung des Banalen durch einen Konzern, der sein Geschäftsmodell zu einem guten Teil auf einem radikalen kulturellen Gleichheitsprinzip aufgebaut hat.

Die sozialen Medien des Internets, so die Maxime, haben eine Chancengleichheit der kulturellen Wertigkeit geschaffen, in der ein Halbwüchsiger, der vor der Webcam zu einem Popsong Grimassen schneidet, ebenso viel gilt wie die Aufnahme eines Cellokonzertes von Yo-Yo Ma oder von einer Performance von Marina Abramovic. Das ist ein verführerischer Trugschluss, der eher an sozialistische Verirrungen als an Clay Shirkys Idee von "Here comes everybody" erinnert. Doch der letzte Schluss aus diesem Film bleibt - das ganze Leben ist letztlich nur Rohmaterial für eine digitale Utopie.

Trailer - hier
Abb.: Rapid Eye Movies

21.07.11 | 12:40 | 0 Kommentare

TED Global 2011/11: A conversation with Nadia Al-Sakkaf: See Yemen through my eyes

20.07.11 | 16:24 | 0 Kommentare

TED Global 2011/10: Mikko Hypponen: Fighting viruses, defending the net

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