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0 KommentareCulture Jamming
Greenpeace's Antwort auf den viralen "The Force"-Spot
Update: Das Video wurde gelöscht. Angeblich wegen Urheberrechtsverletzungen von Lucasfilm. VW hat sich allerdings auch schon und sehr verschnupft geäußert.
0 KommentareTED Talk der Woche: A civil reaction to violence
In this passionate talk from TEDx San Miguel de Allende that's already caused a sensation in Mexico, Emiliano Salinas, son of former president Carlos Salinas de Gortari, confronts the current climate of violence in Mexico -- or rather, how Mexican society responds to it.
0 Kommentare#musicmonday

Perfekter Mix aus Old School Summer Jams von Will Smiths einstigem Partnern.
tracklist:
1. Summertime Intro
2. Kool & The Gang: Summer Madness (Live Version)
3. Kool & The Gang: Summer Madness
4. Quincy Jones: Summer In The City
5. Ahmad: Back In The Day
6. Ice Cube: It Was A Good Day
7. Roy Ayers f/ Mary J Blige: Everybody Loves The Sunshine
8. Pharcyde: Passin’ Me By (Ffej Remix)
9. Jay-Z f/ Babyface: Sunshine
10. Ramsey Lewis: Sun Goddess
11. A Tribe Called Quest: Find A Way (Ffej String Edit)
12: Bush Babies f/ Mos Def: The Love Song
13. Jodeci: Get On Up
14. The Commodores: High On Sunshine
15. J Dilla f/ Dwele : Think Twice
16. Erick Sermon f/ Marvin Gaye: Music (Mick’s Marvapella Edit)
17. Bernard Wright: Who Do You Love
18. LL Cool J: Loungin’
19. A Tribe Called Quest: Hot Sex
20. Main Source: Live At The BBQ
21. Nuyorican Soul: Nautilus
22. Pharcyde & Sublime: Summertime
23. Fresh Prince and Jazzy Jeff: Summertime Remix
24. Michael Jackson: I Can’t Help It
25. De La Soul: Breakdawn
26. Musiq: Just Friends
27. Carl Thomas: Summer Rain
28. Faze-O: Riding High
29. Dionne Warwick: Walk On By
30. Skee-Lo: I Wish
31. Black Moon: Who Got The Props
32. Frankie Beverly and Maze: Before I Let Go
33. Nu Shooz: I Can’t Wait
34. Montell Jordan: This Is How We Do It
35: The Roots f/ George Benson: Breezin’
36: Fresh Prince and Jazzy Jeff: Time To Chill
37. Biggie: Can’t You See
38. James Brown: The Payback
39. En Vogue: My Lovin’
40. Bobby McFerrin: Sunshine Of My Life
41. Fifth Dimension: Let The Sun Shine In
42. Mos Def: Sunshine
43. Nine: Whatcha Want
44. Otis Redding: Sittin’ On The Dock
45. 2Pac: I Get Around (Mick’s String Edit)
46. Zapp: Computer Love (Terry’s Mirage On The Water Mix)
47. Seals And Croft: Summer Breeze
48. Jay-Z: Dear Summer
49. Weldon Irvine: Morning Sunrise
0 KommentareFriday Night Live
...über den außerordentlich treffsichern Soul/Funk-Blog bklyn
10 KommentareMit Gott debattiert man nicht
(Von Andrian Kreye) Und wer respektiert eigentlich die Gefühle von Atheisten? Sind sie denn auch durch den Paragraph 166 des deutschen Strafgesetzbuches geschützt, der die „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“ mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren belegt? Wer als dezidiert Ungläubiger im katholischen Bayern lebt, könnte die alles übertönenden Kirchenglocken an einem Feiertagswochenende ja durchaus als Angriff auf seine Identität empfinden. Es soll hier aber nicht um spirituelle Ruhestörung gehen, sondern um Debattenkultur.
Liest man in der jüngsten Frankfurter Sonntagszeitung das Gespräch zwischen den beiden Journalisten Matthias Matussek, der sich mit seinem neuen Buch „Das katholische Abenteuer“ als leidenschaftlicher Rebell des Glaubens positioniert, und Claudius Seidl, dessen Leidenschaft eher die katholische Kultur als der katholische Glauben entfacht, so scheint es weniger die Frage nach dem Glauben an sich als die Frage nach dem richtigen Glauben zu sein, die den Diskurs bestimmt. Wenn aber lediglich die Ökumene zur Diskussion steht, ist der Weg von der Glaubensdebatte zur Glaubensfrage noch weit.
Glaubensdebatten haben in weltlichen Gesellschaften oft eine beruhigende Funktion, weil sie den Eindruck vermitteln, dass das eigentlich Endgültige offen verhandelt werden und so seinen Platz im demokratischen Diskurs finden kann. Dabei unterscheidet sich die Diskussion theologischer Wahrheiten von den Debatten um Politik und Wissenschaft doch in zwei Punkten ganz fundamental. Zum einen schließt der Diskurs die Grundsatzfrage aus, ob es einen Gott gibt oder nicht, er geht also von einer unbeweisbaren endgültigen Wahrheit aus. Zum anderen setzt er ein in sich geschlossenes Menschenbild voraus, wie es ja zuletzt die Kanzlerin selbst beschworen hat. Das schafft Sicherheiten in einer unsicheren Welt.
Doch kann man den Atheismus in einer Glaubensdebatte überhaupt verteidigen? Man könnte die Glaubensarbeit mit dem hohen Preis vergleichen, den das Nichtglauben fordert. Die schwere Krankheit, der Tod und der Schicksalsschlag sind beispielhafte Momente, in denen der Atheismus mit seinem Eingeständnis, auf vieles keine Antwort zu haben, eine Bürde ist. Es reicht auch schon, naseweise Dreijährige um sich zu haben, deren Fragen man mit der Unerschütterlichkeit des Glaubens leicht ins Metaphysische abdrängen könnte. So aber wird dem Ungläubigen mit einem vorwurfsvollen „wieso denn?“ viel zu früh die Fehlbarkeit attestiert.
Das Kernproblem ist, dass es mit jeder Verteidigung so aussieht, als wolle sich der Atheismus direkt mit dem Glauben vergleichen. Das aber ist ein Irrweg, der weniger in der theologischen, als in der politischen Debatte in die Sackgasse führt. Denn erlaubt man die Rückkehr des Glaubens in den politische Diskurs, lässt man sich letztlich auf eine Debatte mit Gott ein. Und da sind sich alle Religionen einig: Mit Gott debattiert man nicht.
Nun hat die Rückkehr der Religiosität in den politischen Diskurs eine Relevanz bekommen, die weit über theologische Debatten hinausgeht. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Bildersturm des 11. Septembers 2001 von den Terroristen der al Qaida ganz gezielt als Religionskonflikt inszeniert war. Ein Köder, den die westlichen Gesellschaften dankbarer angenommen haben, als ihnen bewusst ist. Nicht zuletzt, weil der inszenierte Kampf der Kulturen in Amerika auf fruchtbaren Boden fiel, wo George W. Bushs Chefstratege Karl Rove die fundamentalistischen Tendenzen der Evanglikalen manipulierte und so einen mächtigen Wählerblock mobilisierte. Der 11. September und seine Folgen zwangen die Agnostiker der laizistischen Welt in die Rolle der Atheisten. Glaube, so schien es, konnte nicht mehr von außen betrachtet werden. Mit einem Male waren so grundverschiedene Themen wie Geopolitik, Einwanderungsprobleme und nationale Identitätsfragen mit Glauben belastet. Da muss jedes säkulare Argument an seine Grenzen stoßen.
Sicher, es gab Versuche, den säkularen Humanismus zu einer Weltanschauung zu erklären. Die „Brights“ des angelsächsischen Neo-Atheismus um die „four horsemen“ Richard Dawkins, Daniel Dennett, Sam Harris und Christopher Hitchens gingen mit wissenschaftlichen Argumenten in radikale Opposition zu den neo-religiösen Strömungen, die nicht nur in den USA ein enorm wissenschaftsfeindliches Klima schufen. Auf dem europäischen Festland usupierte dagegen die rechtspopulistische Islamkritik den Atheismus und betrieb eine Fundamentalisierung des Humanismus.
Beide Positionen ließen sich oft in die rhetorische Ecke drängen. Menschen- und Bürgerrechte mögen universal gültig sein, doch im Kern sind sie keine Absolutismen. Sie sind zwar ethisch begründet, doch sie sind Produkt einer juristischen Begriffsfindung und Ausformulierung und nicht das Wort einer Gottheit. Doch die Trennung von Ethik und Glauben funktioniert nur in der Theorie. Weil sich der Atheismus weltanschaulich, wie schon erwähnt, nicht mit dem Glauben vergleichen kann.
Die kurze Antwort auf die selbstgestellte Frage, wer denn nun die Gefühle von Atheisten respektiert, muss also lauten: niemand. Die Rolle des Atheisten in der Gesellschaften muss eine politische sein. In der Politik darf kein Platz sein für Gefühle. Die theologische Debatte wird sich immer um das Allerinnerste eines in sich geschlossenen Weltbildes und seiner Anhänger drehen. Da aber ist der Atheismus kein Antipode, sondern ein Fremdkörper. Er vertritt Unsicherheiten, lässt Zweifel und Widersprüche bestehen. Vernunft ist da nur ein schwacher Trost.





