0 KommentareMarion Brown R.I.P.

ode to
MARION BROWN
by Gunter Hampel
we spend more than 33 years together
in music
in brother-ship
geminis of choice
my friend from atlanta georgia
2 peace warriors
striving for a better world
for us and our children
and all beings
to live in.
celebrating life.
with our music
we were capable of
in jubilation of the
spirit and the earth
i am shure
we will continue
with Jeanne and Steve
to play in a little corner
of heaven's kitchen
because what we had to go through
in our lifetime
just to fullfill
our destiny
DESERVES
a place
no one will believe
unless
you have lived it.
gemini brother
though we both are virgos
thx Marion.
my tears
are running wild
thx marion
my mind is just
filled
with the
journeys
of life and music
encounters and
creations
when we learned
and appreciated
our lives
by taking a fresh look
at this universe
we began to understand
and giving ourselves
to others
and served
others
with our hearts'
MUSIC
have a good journey
bro'
G.
---------------------
(Nachruf aus der Süddeutschen Zeitung vom 20.10.2010) Marion Brown konnte eine ganze Unterhaltung mit Schweigen bestreiten. Doch seine in sich gekehrte Art und sein forschender Blick täuschten darüber hinweg, mit welcher Kraft er seine Ideen entwickelte. Wenn die Alphatiere des Free Jazz auf ihren Tenorsaxofonen mächtige Klangwalzen erzeugten, stand er ruhig neben ihnen und konstruierte auf seinem Altsaxofon Melodielinien, die er kunstvoll in die Ekstase führte.
Marion Brown hatte früh zum freien Jazz gefunden. Aufgewachsen in Atlanta absolvierte er seinen Wehrdienst in einer Army-Kapelle. Er studierte zunächst Musik am Clarke College in Atlanta, dann Rechtswissenschaften an der afroamerikanischen Howard University in Washington. Im Jahr 1960 zog er nach New York, wo er sich mit dem Dichter Amiri Baraka anfreundete. Barakas Nachbar war der Saxofonist Archie Shepp, der Browns Mentor wurde. Bald gehörte Brown zu einem Kreis von Musikern, die den Jazz für immer verändern sollten. Ornette Coleman war auch dabei, Pharoah Sanders, Rashied Ali. Brown spielte auf Shepps furiosem Album 'Fire Music'. Und Shepp war es auch, der Brown John Coltrane vorstellte. Der engagierte ihn im Sommer 1965 für eine Studiosession mit großem Ensemble, aus der das Album 'Ascencion' wurde.
Mit einem Stipendium der Cité Internationale des Artistes ging Brown nach Paris. Dort lernte er viele der Musiker kennen, mit denen er über Jahre hinweg arbeiten sollte - Gunter Hampel, Jeanne Lee, Steve McCall. Mit denen spielte er 1968 die improvisierte Filmmusik für Marcel Camus" 'Un été sauvage ' ein. Im selben Jahr erschien 'Porto Novo', das ihn als wichtigen Solisten etablierte.
Kurz vor seiner Rückkehr in die USA nahm Brown im Sommer 1970 noch sein bekanntestes Album auf, 'Afternoon of a Georgia Faun', auf dem er die Stimmung von Debussys 'Nachmittag eines Fauns' mit einem perkussiven Klangbild und einer dynamischen Kollektivimprovisation aufnahm. Europa und seine Kultur blieben für Brown so wichtig wie seine Studien afrikanischer Musik. Er arrangierte Werke von Erik Satie und schrieb Musik für Georg Büchners 'Woyzeck'.
Es war aber vor allem der Multiinstrumentalist Gunter Hampel, in dem er einen Widerpart fand. 'Wir haben unser wichtigstes Album ,Gemini" genannt', sagte Hampel. 'Denn wir waren über 33 Jahre hinweg wirklich unzertrennliche Brüder.' Im Zusammenspiel mit Hampel entwickelte Brown eine lyrische Sprache, mit der er endgültig eine eigene Stimme im Kanon des freien Jazz verankerte.
Die letzten Jahrzehnte seine Lebens waren von Krankheit geprägt. Freunde und Gönner holten Marion Brown aus einem Altersheim in New York und brachten ihn in einem Pflegeheim in Florida unter. Dort ist er am vergangenen Montag gestorben. Er wurde nicht ganz 80 Jahre alt. AK
Foto: Birth Records
Keine Kommentare »
Noch keine Kommentare
RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL


