2 KommentareDennis Hopper R.I.P.

Es gibt sicherlich keinen Schauspieler, der fünfzig Jahre lang jede Dekade sp konsequent mit einer Geste auf den Punkt gebracht hat. Und das ausschließlich in Nebenrollen. Den brüchigen Utopismus und die vergebliche Rebellion der 60er mit seinem schicksalsträchtigen Mittelfinger in "Easy Rider".

Den Zynismus der 70er mit seiner Absage an alle Werte und Haltungen in jener euphorischen, abgeklärten Umarmung des Chaos in "Apocalypse Now".

Die Dekadenz und Haltlosigkeit der 80er mit dem lautstarken Inhalieren eines nicht näher definierten Stimulans während der sadomasochistischen Verführungen in "Blue Velvet".

Die extreme und selbstzerstörerische Beschleunigung der 90er mit seinem hochempfindlichen elektronischen Zünder in der ins Verderben rasenden U-Bahn in "Speed".

Den selbstherrlichen Exzess der Nullerjahre im hemmungslos sexistischen Eröffnungsmonolog der Fernsehserie "L.A. Crash".
Wirklich verstehen wird man sein Werk wohl nur mit Campbell, Rilke und Rimbaud.
Alle Fotos: Szenenbilder Verleih/Sender
2 Kommentare »
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goodbye hollywut!
rock gefällt dem easy rider
großes vorbild: orson wells
“mach mal ac/dc!” schreit er
dj nickt und spielt “hells bells”
bösewicht bei 24
bei blue velvet und bei speed
“wenn die gage stimmt, dann tanz ich
selbst zu nem campinolied“
hollywut in kopf und magen
klug und sinnreich wie karl popper
ja, man muss es sehr beklagen:
eine erde ohne hopper
Comment by 1ng0 — Juni 8, 2010 @ 22:25
Kommentar-Lyrik - sehr charmant.
Comment by akreye — Juni 9, 2010 @ 10:21