62 KommentareRammstein
Deutsches Theater
(Seite-3-Text aus der Süddeutschen Zeitung()
„Rammstein” stehen auf dem Index – und füllen die Arenen der Welt. Die Band des obskuren Genres "Neue Deutsche Härte" ist Deutschlands erfolgreichster Pop-Export. Und wie alle weltweit erfolgreichen deutschen Pop-Exporte erfüllen sie vor allem die Erwartungshaltungen der Welt an Deutschland. Ganz so leicht ist es allerdings nicht, ihnen auf die Spur zu kommen. Denn da ist noch der deutsch-deutsche Kulturkampf, der um die Band tobt.
Spricht man das Wort „Rammstein” möglichst hochdeutsch aus, so hat es alle Eigenschaften, die deutsche Wörter brauchen, um von Nicht-Deutschsprachigen als deutsche Wörter erkannt zu werden. Es hat harte Konsonanten, die nur kurz von gellenden Vokalen unterbrochen werden. So wie Bratwurst, Sauerkraut, Blitzkrieg, so wie der teutonische Kauderwelsch, den Charlie Chaplin als „Der große Diktator” ins Mikrofon brüllt, oder die Lautmalereien, mit denen sich Fernsehkomiker in anderen Ländern über uns Deutsche lustig machen.
Spricht man das Wort „Rammstein” im Kreis deutscher Kulturmenschen aus, sieht man in überaus schmallippige Gesichter. Rammstein sind ein sagenhaft erfolgreicher deutscher Kulturexport, und es kann irgendwie nicht angehen, dass eine Band, die so unverhohlen dreist deutschen Martialismus orchestriert wie auch persifliert, draußen besser ankommt als das, was dem Goethe-Institut in den Kram passt.
Wie schön, wenn man die Musiker, die sich auf der Bühne aufführen, als wollten sie Geiseln nehmen, mal trifft: Sechs nicht mehr ganz junge Herren, die in den neuen Bundesländern schon Rockmusik gespielt haben, als die noch die DDR waren. Der Gitarrist Paul Landers zum Beispiel. Was für ein netter Mensch. Er holt einem erst mal ein Bier, obwohl er selbst nur Tee trinkt so kurz vor dem Auftritt. Ganz sicher ist es ein Missverständnis, dass man Rammstein in so unangenehme Ecken gestellt hat. Nur kommt man diesem Missverständnis nicht gleich auf die Spur.
Vor dem Pavelló de Olímpic de Badalona drängen sich an diesem Abend viele tausend Katalanen, die meisten jung, männlich und schwarz gekleidet. Ein paar Deutschlandflaggen flattern auch über der wartenden Menge. Mit denen wedeln allerdings nicht die angereisten deutschen Fans, sondern die Einheimischen. Für Metallica würden sie ein Sternenbanner und für Motörhead den Union Jack ausrollen. „Hier werden wir so wahrgenommen, wie wir uns auch selbst wahrnehmen”, sagt Landers und lehnt sich im kahlen Garderobenraum an einem der endlosen Betongänge des Pavelló in das kleine Kunstledersofa: „Wenn wir im Ausland sind, behandeln sie uns normal, wie eine Band halt. Die haben hier natürlich keine Probleme mit der ganzen deutschen Ikonographie.”
In einer guten Stunde wird Landers mit einer langstieligen Axt eine schwarze Wand durchschlagen, nur mit einem schwarzen Lederschurz bekleidet durch die Öffnung steigen und vor die katalanischen Fans treten. Sänger Till Lindemann wird neben ihm in einer roten Schlachterschürze und einer roten Federboa „Rrramm!” ins Mikrofon brüllen. Landers wird dann gemeinsam mit dem anderen Gitarristen der Band – Richard Kruspe – antworten: „Sssschtein!” Dazu werden Landers und Kruspe dann eine besonders bebende Sorte von Akkordwänden spielen, und zwar in einer Lautstärke, als gehe es darum, allen hier in der Halle quasi den Kopf vom Rumpf zu kegeln. Das wird dann wirklich sehr teutonisch wirken und ein bisschen gruselig, aber genau deswegen werden die Katalanen im Gleichtakt ihre Fäuste in die Luft schwingen und in den gutturalen Refrain einfallen.
Es sind genau diese Momente, wegen denen man Rammstein daheim – in Deutschland – mit so viel Misstrauen begegnet. Der bodenlange schwarze Ledermantel, den Kruspe da trägt, ist das nicht eigentlich ein SS-Mantel? Und die riesigen, runden Blechwannen mit den Scheinwerferbatterien, die die Bühne von hinten bestrahlen, erinnern die nicht an Flakscheinwerfer? Und was bitte sollen Songs wie „Links 2 3 4”?
Rammstein geht es da ein bisschen wie anderen deutschen Bands, die Welterfolg hatten. Es geht ihnen wie: Kraftwerk und Can. Das waren Bands, die verdammt deutsch klangen und die so gar nichts mit den Beatles, den Stones, Bob Dylan und diesem ganzen angelsächsischen Musikerbe zu tun hatten, auf dem die Popkultur des späten 20. Jahrhunderts aufbaute. Karl Bartos von Kraftwerk sagte mal, dass die Schönheit von Beatles-Songs eh nicht mehr zu erreichen sei, also habe man sich bei Kraftwerk eben gleich auf deutsche statt auf angelsächsische Traditionen berufen. In den deutschen Weltstars spiegelte sich dann das deutsche Bild in der Welt. Das eine waren die Elektroingenieure von Kraftwerk und die Tüftler von Can. Und was kam dann? Von Rang?
Auswärts herrscht ein wirklich sehr reges Desinteresse an unserer gegenwärtigen Kultur. Die des 17., 18. und 19. Jahrhunderts, das ist und bleibt unser Exportschlager. Sicher spielen deutsche Symphonieorchester und Dirigenten in der ersten Liga, sicher gehören Goethe und Schiller auch in den USA zu einer humanistischen Bildung. Aber zeitgenössische Erfolge? Erweitert man die Popkultur auf den Film, dann bestätigt sich das Muster. Man darf nicht vergessen, dass in Deutschland schon vieles als Erfolg gefeiert wird, was im Ausland, und gerade in den Mutterländern des Pop USA und Großbritannien, nicht mehr ist als Exotika. Wenn ein Film in ein paar Filmkunstkinos in US-Großstädten läuft und in der New York Times eine gute Kritik bekommt – dann ist das beachtlich. Mehr nicht.
Was dann doch Erfolg hat, das bedient die Erwartungshaltungen, die die Welt an Deutschland hat. Düster und melancholisch, voller Pathos und Schwere soll deutsche Kultur sein. Seelenlose Technokratie passt noch dazu. So sind es die hyperromantischen Filme von Wim Wenders und das immer etwas verquere, ungelenke Œuvre von Rainer Werner Fassbinder, die ihren Weg gemacht haben. Es ist die Kunst von Anselm Kiefer und Neo Rauch, die Fotografie von Andreas Gursky und den Bechers.
Die deutsche Kultur ist da nicht alleine. Es ist die Popkultur aus dem gesamten Kontinentaleuropa, die immer wieder an ihre Grenzen stößt. Weil Kontinentaleuropa seine Identitäten pflegt. Die beiden einzigen spanischen Stars von Weltrang? Antonio Banderas und Penélope Cruz. Erwartet man von denen nicht irgendwie nach jedem Auftritt, dass sie gleich beim Flamenco die Hacken auf den Boden schlagen? Und Frankreich? Chansonniers und Intellektuellenfilme. Italien? Celentano und Fellini. Deswegen feiert die Band mit dem Namen Rammstein Welterfolge. Das neue Album „Liebe ist für alle da”, das in Deutschland wegen der Sadomaso-Referenzen in dem Lied „Ich tu dir weh” pünktlich zum 20. Jahrestag des Mauerfalls auf dem Index landete: Steht in 17 Ländern in den Top 10. In acht davon auf Platz eins. In England und den USA immerhin noch in den Top 20.
Es fällt den Musikern nicht leicht, sich diesen Welterfolg zu erklären. Kalkuliert ist er nicht. Christian „Flake” Lorenz, der dürre Keyboarder mit der Hornbrille, sagt: „Wir sind im Ausland so erfolgreich, weil wir echt sind. Wir spielen dem Publikum überhaupt nichts vor.” Rammstein sind eine deutsche Band. Das heißt eben auch: deutsch singen, deutsch spielen. Paul Landers: „Wir versuchen einen natürlichen Umgang mit der eigenen Identität, den es in Deutschland natürlich nicht gibt. Deswegen haben es auch Ausländer schwer, Fuß zu fassen und sich zu identifizieren, weil: Womit sollen sie sich denn identifizieren, wenn die Deutschen selbst nicht deutsch sein wollen? Wir wollen das natürlich nicht mit der Brechstange durchziehen. Wir sind aber im Prinzip ein bisschen gezwungen, das zu tun, weil wir nun mal eine deutsche Band sind.” In den meisten Interviews betonen Rammstein, dass sie politisch links stehen – und man merkt den Musikern an, wie genervt sie sind, das jeweils betonen zu müssen.
Landers umklammert seinen Tee. Die ganze Band ist angekränkelt. Flake Lorenz hüstelt. Vorne auf dem Container steht eine Plastikkiste mit Hustensäften, Vitaminpräparaten und Erkältungstropfen. Die Temperaturschwankungen machen der Band zu schaffen – wenn es in den Hallen kalt und zugig ist und es dann zwischendurch kurz richtig heiß wird, weil die Scheinwerferbatterien von oben und die Flammenwerfer von unten die Luft auf der Bühne schockartig aufheizen, bevor dann während der nächsten düsteren Passage wieder ein kalter Luftzug über die Musiker fegt. Die Band wirkt hier hinten wie eine Fußballmannschaft, die sich vor dem Spiel schonen muss.

Auf der Bühne muss gleich zwar nicht ein ganzes Feld bespielt, aber große Bilder müssen mit Leben erfüllt werden. So kommt man dem Missverständnis Rammstein auch langsam auf die Spur. „Wir haben eine große Show”, sagt Landers. „Das macht so kaum einer mehr. Pink Floyd hat es damals gemacht. So ein Spektakel. So ein Theater.” Dazu passen auch Till Lindemanns Gesang und seine Texte im altmodischen Duktus des klassischen Sprechtheaters. Die letzte Strophe aus dem indizierten Lied „Ich tu dir weh” zum Beispiel:
Du bist das Schiff, ich der Kapitän
Wohin soll denn die Reise gehen?
Ich seh im Spiegel dein Gesicht
Du liebst mich, denn ich lieb' dich nicht.
Das klingt nach Otto Sander, nicht nach Ozzy Osbourne. Von ungefähr kommt das nicht. Till Lindemanns Vater war der Lyriker Werner Lindemann, der in der DDR ein paar Dutzend Gedichtbände und Kinderbücher veröffentlicht hat. Nach dem haben sie ein Jahr nach seinem Tode 1993 eine Grundschule in Rostock benannt. Und in den Ohren von Menschen, die des Deutschen nicht mächtig sind, klingen solche Texte eben typisch deutsch.
Rammstein sind sich dessen bewusst. „Es ist schwer, deutsche Rockmusik zu singen”, sagt Flake Lorenz. „Die Sprache ist nicht sehr melodisch, sie ist eckig. Die Amerikaner sagen, das klingt, als habe man den Mund voller Zähne. Für Ausländer ist Deutsch eine sehr aggressive Sprache. Das ist sicher auch ein Reiz für sie.” Für das neue Album haben Rammstein mit dem Klischee gespielt. Für die erste Single „Pussy” hat die Band Lindemann gebeten, einen Text zu schreiben, der vor allem aus deutschen Worten besteht, die in Ländern wie Amerika in den allgemeinen Wortschatz aufgenommen wurden. Da findet sich dann eine Strophe wie:
Zu groß, zu klein
Der Schlagbaum sollte oben sein
Schönes Fräulein, Lust auf mehr
Blitzkrieg mit dem Fleischgewehr
Schnaps im Kopf, du holde Braut
Steck Bratwurst in dein Sauerkraut.
Lupenreine, katapultartige Komik, die mit Erwartungshaltungen spielt. Deswegen ist Kruspes Ledermantel eben auch keine Referenz an die SS, sondern eher ein Zitat aus Pink Floyds legendären Shows zu „The Wall” – als Roger Waters in einem ähnlichen Mantel auf die Bühne kam und „Eins, zwei, drei!” rief, bevor die Pyrotechnik explodierte und die Band den großen Hippietraum aus den siebziger Jahren beerdigte. Zu dem Song „Links 2 3 4” kommen nun – 30 Jahre nach Pink Floyd –, Rammstein im Stechschritt aus dem Bühnenboden, und Lindemann singt etwas, das er offenbar sehr ernst meint:
Kann man Herzen brechen
Können Herzen sprechen
Kann man Herzen quälen
Kann man Herzen stehlen
Sie wollen mein Herz am rechten Fleck
Doch seh ich dann nach unten weg
Da schlägt es links
Das hat er 2001 geschrieben. Zwei Jahre zuvor hatten Rammstein für die Coverversion des Depeche-Mode-Songs „Stripped” ein Video veröffentlicht, in dem sie Bilder aus Leni Riefenstahls Olympiafilm von 1938 verwendeten. Landers erinnert sich: „In manche Sachen stolpern wir dumm und naiv rein, wo man sagen müsste: ,Ihr seid so alt, und ihr benehmt euch noch wie Kinder!’ In dem Fall war es ein bisschen so. Ursprünglich bestand das Video aus zwei Bildebenen: Zum einen waren es die Riefenstahl-Bilder, zum anderen russische Bilder aus derselben Zeit. Aber die Bilder waren so schwach, die hatten nicht so eine Kameratechnik, die waren nicht so gut ausgeleuchtet. So sind die rausgeflogen aus dem Video. Und der Ärger war perfekt.”

Er weiß aber auch, warum sie sich immer wieder mit Bildern und Referenzen Ärger einhandeln. Bei ihrer aktuellen Tour – die sie von Montag an auch durch natürlich ausverkaufte deutsche Hallen führen wird – schürfen sie zwar nicht tief, aber doch weit in der Vergangenheit. Da ist das Sprechtheater genauso wie die Moritat, da sind die Revues aus dem Berlin der Weimarer Republik genauso wie die Filmsprachen von Murnau und Lang. Das alles ist angereichert mit Schockzitaten und Pyrotechnik. Aber es geht eben weniger um den Grusel der diversen Metal-Genres. Nein, Rammstein ist keine Metal-Band. Es ist ganz deutlich: Cabaret. Die ständigen Dynamik-, Licht- und Kostümwechsel, die Balladen und kleinen Spielszenen, die Kulissen im stählernen Design der frühindustriellen Metropolen und die Requisiten wie die Zinkwanne, in der Sänger Lindemann den Keyboarder Lorenz vermeintlich tötet wie ein Stück Vieh, und die beiden übermannshohen Teslaspulen, die blaue Stromblitze erzeugen – das alles kann man furchtbar finden, aber es hat in dieser umwerfenden Perfektion einen circensischen, pathetischen und immer wieder auch sehr komischen Sog.
Man kann Rammstein nun ihren sorglosen Umgang mit deutschen Bildern vorwerfen. Und genau da ist man auf der richtigen Spur. „Wir gehen mit den deutschen Bildern sicher entspannter um, weil wir aus dem Osten kommen”, sagt Landers: „Da gab es eine ganz andere Erziehung.” Alt genug, um sozialistisch sozialisiert zu sein, sind sie ja alle. Der Jüngste von ihnen ist der Bassist Oliver Riedel, und der ist auch schon 38.
„Das ist eine ambivalente Sache”, sagt Flake Lorenz: „Grundsätzlich war jeder Antifaschist. Ist man doch natürlich immer noch. Das wurde einem eingeimpft. Uns haben sie schon als Kind beigebracht, dass die Nazis von früher jetzt in der BRD Anwälte und Ärzte sind. Und dass es bei uns zum Glück keine Nazis mehr gibt!” Deswegen kommen die treibenden und sehr tanzbaren Rhythmen unter manchen Songs auch nicht aus der Militärmusik. „Arbeiterlieder liegen uns sehr nah”, sagt Lorenz: „Das war das Einzige, was mir damals im Musikunterricht Spaß gemacht hat. Und die Eindrücke aus der Kindheit werden immer die stärksten sein. Ich weine ja heute noch, wenn ich den ‚Kleinen Trompeter‘ höre, das ist einfach so drin.”
Auf das Verbot durch die Bundesprüfstelle in Deutschland sind sie nicht stolz. Auch wenn ihre alten Fans, die aus den neuen Bundesländern, feixen. Die verstehen ja den Witz, wenn die im Westen sich wieder mal über vermeintlich verbotene Anspielungen aufregen. Die wissen, dass sie sich da nichts vorzuwerfen haben.
„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind . . .?” Aus dem „Erlkönig” macht Till Lindemann: „Ein Flugzeug liegt im Abendwind – An Bord ist auch ein Mann mit Kind – Sie sitzen sicher, sitzen warm – Und gehen so dem Schlaf ins Garn.”
Die vielen Fans in Barcelona singen jede deutsche Zeile mit. Mag ja sein, dass es Gründe gibt, Rammstein nicht zu mögen. Aber deutsche Kultur im Ausland fördern sie ohne einen Cent aus Steuermitteln.
Fotos: Universal (2), Metallium2/flickr
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Glückwunsch zu diesem gelungenen Artikel. Der erste der sich wirklich mit der Band und ihren Texten näher beschäftigt hat.
Vielen Dank !!
mfg Brigitte
Comment by Brigitte — November 20, 2009 @ 18:56
Tatsächlich ein sehr guter Artikel. Rammstein machen seit Jahren sehr gute Musik und werden hier behandelt wie Aussätzige. Wenn einer von Pink Floyd einen schwarzen Mantel anhat, ist alles okay, aber einer von Rammstein? Das darf nicht sein, nicht in Deutschland. Genauso das Theater mit dem Lied „Ich tu dir weh”. Würde das Lied von einer ausländischen Band oder selbst von Rammstein auf Englisch gesungen, die Indizierung wäre sicher ausgeblieben – mit der Begründung: Die Jugend versteht englisch nicht.
Das Ganze ist absurd – es wird Zeit, BPjM, das Relikt aus den 50er Jahren, abzuschaffen.
Comment by Dion — November 20, 2009 @ 20:59
Guter Text. Ich hatte anfangs auch meine Schwierigkeiten mit Rammstein, bis ich den ganzen Klamauk enttarnt hatte. Vielleicht sollten sie bei Auftritten in Deutschland einen Ironie-Smiley als Bühnenhintergrund nehmen, sonst kapiert das ja wieder niemand.
Comment by ThomasCrown — November 20, 2009 @ 21:24
Toller Text über die Band. Endlich. Man ist ja ständig auf der Hut, sich als Rammstein Fan zu outen...
Comment by elhefe — November 20, 2009 @ 23:55
[...] Rammstein « Der Feuilletonist "Da ist das Sprechtheater genauso wie die Moritat, da sind die Revues aus dem Berlin der Weimarer Republik genauso wie die Filmsprachen von Murnau und Lang. Das alles ist angereichert mit Schockzitaten und Pyrotechnik. Aber es geht eben weniger um den Grusel der diversen Metal-Genres. Nein, Rammstein ist keine Metal-Band. Es ist ganz deutlich: Cabaret" – Endlich mal eine kluge Analyse des Phänomens "Rammstein" (tags: Popkultur Musik) [...]
Pingback by links for 2009-11-20 – synapsenschnappsen — November 21, 2009 @ 08:02
Ich danke ihnen vielmals für diesen Artikel. Endlich hat sich ein Autor mal tiefsinnig mit den Hintergründen Rammstein's beschäftigt und nicht nur die so weit verbreiteten Gerüchte und Vorurteile aufgezählt. Es hat mir eine große Freude bereitet, diesen neutralen, sachlichen und gut recherchierten Text zu lesen. Danke.
Ein großes Lob an den Autor!
Comment by Karo — November 21, 2009 @ 10:23
Dieser bericht Spricht mir aus der Seele, und hatte Tränen in den Augen, mal einer der genau das sagt und Schreibt was ich Denke¨!, denn ich glaube nicht dass viele Leute wissen worum es in den Liedern geht¨!
Comment by black_cayper — November 21, 2009 @ 12:22
Einer der lustigsten Rammstein-Momente war, als sich in Lynchs "Lost Highway" plötzlich deren Gesang in den Score sägte: "Rrrrammstein, ein Mensch brennt". Das Kinopublikum brach in hysterisches Lachen aus. Der Tiefpunkt war für mich der Song "America" - reiner Populismus, der die Ressentiments von Rechten wie Linken bedient, die sich vom "Kulturimperialismus" "kolonisiert" fühlen. So viel zum Spiel mit Identität.
Comment by rp__ — November 21, 2009 @ 15:02
Wow! Super geschriebener Text, einen riesengroßen Respekt hierfür. Sehr neutral, und wahrheitsgemäß geschrieben. Jemand, der sich damit auseinander gesetzt hat.
Ich lese selten so lange Artikel, weil sie meist nur strotzen vor blöden Sprüchen oder endlos vielen Lügen oder Klischées. Hier muss man sagen, dass man einfach nur endlich Verständnis findet!
Ich liebe diese Band und sie sind einfach genial! Ich kann die Indizierung noch immer nicht verstehen, aber trotzdem nochmal: Respekt vor diesem Text
!
Comment by Eli — November 21, 2009 @ 16:28
Toller Text. Endlich mal jemand der sich wirklich mit Rammstein befasst hat.
Comment by Calzifer — November 21, 2009 @ 18:14
Bravo...Hut ab und vollen Respekt für diesen waren Text!!!
Dieser sollte doch auch mal in der "Bild!", dem "Spiegel!" und all den anderen Blättern veröffentlicht werden, damit die Rammstein-Gegner auch mal was anderes lesen können als nur dieses oberflächliche Gekritzel von irgend welchen "seriösen", sensationsgailen Reportern, die irgendwelche stumpfen Berichte in die Blätter bringen müssen um die achso braven Deutschen zu beglücken!
Rammstein ist und bleibt eine sehr erliche und s..gute Band!
Comment by Sylvia Gleißle — November 22, 2009 @ 16:51
Ein kleiner Schuss Wasser in so viel Begeisterung:
Dann ramm(el)(stein)t mal weiter!
Dieser Herr Landers ist doch ein so netter Mensch, da kann es ja nur ein Missverständnis sein, dass man Ramm(el)stein im eigenen Land in so unangenehme Ecken gestellt hat, meint Andrian Kreye. Wo ihre stadionfüllende Kundschaft im Aus- wie im Inland doch überhaupt keine "Probleme mit dem Deutschsein“ und „dem natürlichen Umgang mit ihrer eigenen Identität“ hat, "den es in Deutschland natürlich nicht gibt".
Mit welchem "Deutschsein", welcher "Identität" haben die von Landers beklagten Ramm(el)stein-nicht-versteher eigentlich welche "Probleme"? Was meint er denn mit einem „natürlichen Umgang“ damit, und woraus zieht er die geistes-akrobatische Analyse, dass es diesen "natürlichen Umgang" mit "seinem eigenen Deutschsein" nicht nur aus einem zwar ungenannten aber nachvollziehbaren Grund, sondern "natürlich" in Deutschland nicht gebe?
So dumm und naiv wie diese nicht nur tiefergelegt singenden, DDR-sozialisierten Herren angeblich durch die "Schock-Zitate" ihrer Arbeiter- und Bauernlieder stolpern, sind sie mit Sicherheit nicht. Ihr ebenso geldgeiler wie vorgeblich sorgloser Umgang mit „deutschen Bildern“ bedient dafür schamlos Trotz-Sympathisanten im eigenen Land und weltweit Klischeevorstellungen von einem "Deutschsein", das seit der Naziherrschaft auf deren kleinbürgerlichen, sozialdarwinistisch schwachsinnigen Welteroberungswahn reduziert ist.
Sechs Ramm(el)steine, unermüdlich global playing im Dienste dieses Deutschlandbildes ("Außer uns will ja keiner böse sein"), behaupten dann auch noch nichts näher liegenderes, als „politisch links zu stehen“. Die umwerfend originellen Geschäftsidee dieser Firma, den pubertistischen Rundum-Tabubruch als Cabaret zu bezeichnen, ist dem entsprechend ebenso abenteuerlich, wie es beruhigt, zu wissen, dass sie mit ihrer, nur zu durchschaubar kalkulierten Provokations-"Lyrik" niemals Anwärter auf einen Literatur Nobelpreis sein werden.
Wenn das, was diese Herren verbrechen, Kultur sein soll, dann ist das in meinen Augen ebenso eine Beleidigung für jeden Kultur-Begriff, wie unverschämte Vergleiche mit Kraftwerk, Can und gar Pink Floyd total daneben gehen, lieber Herr Kreye. Aber wenn es denn einzig darum geht, die Erwartungen der Welt an Deutschland zu bedienen, dann ramm(el)(stein)t mal begeistert weiter! Nur bitte ausdrücklich nicht in meinem Namen.
Comment by Karlheinz Damerow — November 23, 2009 @ 13:06
Auch von meiner Seite einen Dank an Herrn Kreye, gut und vor allem tief das Thema bearbeitet. Der Artikel ist nicht eine Zeile langweilig, er zeigt Hintergründe und räumt mit Missverständnissen auf. Realitätsbezogenheit der Art findet man leider viel zu selten.
An der Stelle kann ich auf ein Statement zu einem anderen Kommentar nicht verzichten, der mich mehr als amüsiert.
Karlheinz erinnert mich an eine Sendung des ehemaligen DDR-Fernsehens, Montags 21.45 Uhr hiess es immer "Der Schwarze Kanal" mit Karl-Eduard von Schnitzler. Geballte Hass-Tiraden waren an der Tagesordnung.
Womit ich wieder bei Herrn Kreye wäre. Ich als Bewohner der neuen Bundesländer lache über so einen Schwachsinn
Comment by Jens Groh — November 23, 2009 @ 18:36
Tja, Herr Damerow,
Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden, viele haben
Spaß an Rammstein, warum auch immer. Auch ich mit meinen 54 Jahren gehöre dazu.
Sie haben ja die Möglichkeit wegzuhören. Dann brauchen Sie sich auch nicht mehr so aufzuregen.
Auch ich bedanke mich bei Herrn Kreye für den Artikel, finde den nur gut und nicht so vernagelt wie so manch andere Berichterstattung/Kommentierung, mache meine Anlage jetzt an und höre noch ein wenig R+
Comment by Michael Torloxten — November 24, 2009 @ 05:01
O my Gawd. Daß ich DAS noch erleben darf. Ein deutscher Journalist, der nicht mit Schaum vorm Mund über Rammstein schreibt, was seit 1998 alle schreiben, sondern der es wagt, aus der Reihe zu tanzen und intelligent und kenntnisreich zu berichten.
Danke. Danke. Und nochmals: Danke!
Comment by Quirinus — November 24, 2009 @ 07:03
[...] Rammstein « Der Feuilletonist – "Da ist das Sprechtheater genauso wie die Moritat, da sind die Revues aus dem Berlin der Weimarer Republik genauso wie die Filmsprachen von Murnau und Lang. Das alles ist angereichert mit Schockzitaten und Pyrotechnik. Aber es geht eben weniger um den Grusel der diversen Metal-Genres. Nein, Rammstein ist keine Metal-Band. Es ist ganz deutlich: Cabaret" – Endlich mal eine kluge Analyse des Phänomens "Rammstein" [...]
Pingback by Linkdump for Fr, 20. November 2009 through Mo, 23. November 2009 – synapsenschnappsen — November 24, 2009 @ 08:04
Respekt! Man kann erkennen, dass Herr Kreye sich mit der besten deutschen Band aller Zeiten (haben sie gestern in der Olympiahalle wieder bewiesen) eingehend beschäftigt hat. Danke für diesen tollen Artikel.
Comment by Alma — November 24, 2009 @ 23:03
Vielen Dank für diesen Artikel. Sie haben so geschrieben, wie ich es von anderen Blättern (Spiegel, etc.) erwartet hätte: Objektiv, gut recherchiert und Sie haben nicht in jedem 2. Satz Vorurteile und Beleidigungen herangezogen.
Ich wünschte, ich würde in der Süddeutschen (noch) mehr Artikel dieser Art lesen.
Comment by Mathias Gebhart — November 25, 2009 @ 10:31
Sie haben recht, Michael Torloxten, ich hab die Möglichkeit, wegzuhören und die nutze ich auch, keine Angst. Wenn Andrian Kreye allerdings die weltweite Resonanz auf die Texte von R+ in einer nicht gerade provinziellen Zeitung damit begründet, hier käme der „natürliche Inhalt der Deutschen Identität 2009“ zum Ausdruck, dann denke ich doch, dass ich das Recht habe, darauf hinzuweisen, dass meine persönliche Identität als Deutscher damit ausdrücklich nicht beschrieben wird.
Das Amüsement von Jens Grohs Sudel-Ede-Assoziation kann ich nur leicht gebraucht erwidern. Es ist schon eigenartig wie sich die politischen „Sünden“ der Eltern in den Köpfen ihrer Kinder auswirken. Mein geschichtsvergessen, nachhaltig schweigender und die Vergangenheit verdrängender Nazie-Vater empfahl mir als Antwort auf kritische Fragen: Dann geh doch nach drüben! Ein – ich rate mal, mit Ironie-Smiley – im Schrebergarten-Sozialismus aufgewachsener Bewohner der neuen Bundesländer 2009 vergleicht meinen Kommentar zu R+ mit schwachsinnigen Hass-Tiraden eines DDR-Betonkopfs.
Meinten Sie das mit „Cabaret“, Herr Kreye? Dann verstehe ich Sie.
Comment by Karlheinz Damerow — November 27, 2009 @ 16:28
Vielleicht schon ein wenig affirmativ der Text, oder?
Ich finde es ja auch gut, mal andere (positivere?) Seiten Rammsteins aufzeigen zu wollen; aber ohne irgend eine Form der Kritik.
Mein Gott wie blind (taub?) muss man eigentlich sein, Herr Kreye?
Comment by hmm — November 28, 2009 @ 15:35
korrigiere: Mein Gott, wie blind (taub?) muss man, ohne ein Cent aus Steuermitteln, eigentlich sein, Herr Kreye?
Comment by hmm — November 28, 2009 @ 15:39
Danke für den Artikel. Er ist Objektiv und sehr sachlich, vor allem aber konstruktive Betrachtung von Rammstein.
Comment by Martin — Dezember 2, 2009 @ 11:37
Um die deutsche Identität geht´s hier also, aha. Und ich dachte, ich würde einfach nur tolle Musik hören ...
Wäre es dann aber nicht auch ratsam, Nicoles damaligen Grand Prix de la Chanson-Gewinnertitel "Ein bisschen Frieden" als Nationalhymne zu verwenden? (Auch wenn der Song meiner Ansicht nach sowohl in musikalischer als auch textlicher Hinsicht qualitativ eindeutig nicht an Rammstein heranreicht.)
In jedem Fall sollten wir aber aufpassen, dass wir nicht eines Tages an der politischen Korrektheit ersticken.
Comment by Bea Kietzmann — Dezember 2, 2009 @ 14:01
Grundsolider und ehrlicher Artikel, der Rammstein endlich mal ins richtige Licht rückt. Auf das diesen Artikel auch mal einige unserer moralich so korrekten Politiker lesen und verstehen mögen. Allen voran unsere, zum Glück EX-Familienministerin Frau Von der Leyen!
Doch die haben ja wichtigers zu tun, z.B das Land vor "böser Musik" zu schützen und somit die Wirtschaftskrise am Leben zu erhalten.
MfG
M.Rosko (Rammsteinfan der ersten Stunde)
Comment by M.Rosko (Weißes Fleisch) — Dezember 3, 2009 @ 10:31
Großartiker Artikel.
Danke
Comment by M. Kaiser — Dezember 3, 2009 @ 12:04
Schließe mich gerne den positiven Äußerungen an. Vielen, vielen Dank für diesen tollen Artikel. Nun müßten diesen noch viele, viele Leute lesen, dass man sich nicht ständig für seinen Musikgeschmack rechtfertigen und anpöbeln lassen muß. Ich bin 59 Jahre alt und finde, dass in den Texten der Rammis sehr viel Aufklärerisches steckt. Aber da müßte man sich die Mühe des Zuhörens machen. Also doch lieber englische Texte, die ohnehin kaum jemand versteht, da erübrigt sich das Zuhören. Die Ignoranz der Fernseh- und Radiostationen unseres Landes ist aber für mich das Schlimmste. Da wird nicht mal erwähnt, wenn die Rammis mal wieder einen Preis geholt haben.
Comment by C. Portius — Dezember 3, 2009 @ 12:56
Besten Dank für diesen super Artikel.
Comment by sim4000 — Dezember 4, 2009 @ 12:36
Auch ich kann den Artikel nur loben.
Rammstein ist und bleibt einmalig. Schade, dass viele einfach keinen Humor haben, die Songtexte zu verstehen.
Danke an die SZ!
Comment by Sabine — Dezember 4, 2009 @ 14:45
Ich schließe mich den Danksagungen zu diesem Artikel an.
Ich war, wegen ausverkaufter deutscher Hallen,
im November auf dem Konzert in Bilbao.
Es war schlicht sensationell gut.
15.000 Basken in Ekstase waren für einen auch politisch interessierten Rockfan aus Deutschland ein unbeschreibliches kulturelles Erlebnis.
Welche Offenbarung gegenüber dem minderwertigen Zeug
(Scorpions etc.), dem man sich seit Jahrzehnten auf jeder Bambi-Verleihung aussetzen muß.
Welche Ohrfeige für die Lächerlichmacher und ungläubig Dreinschauenden (Dieter Thomas Heck etc.)
Danke Rammstein.
Comment by Tom — Dezember 4, 2009 @ 23:20
Sorry, ich habe gerade erst Herrn Damerows polemische
Auslassungen gelesen :
" Wenn das, was diese Herren verbrechen, Kultur sein soll, dann ist das in meinen Augen ebenso eine Beleidigung für jeden Kultur-Begriff, wie unverschämte Vergleiche mit Kraftwerk, Can und gar Pink Floyd total daneben gehen ..."
Eigentlich geht es hier also um Rockmusik.
Dazu fiel mir die Anekdote ein, daß Metallica sich
auf Festivals in den USA, als es dort noch kein Rammstein-Auftrittsverbot gab, geweigert haben sollen, nach Rammstein aufzutreten, weil sie nach Rammstein wie eine Schülerband wirkten.
Ich denke, in Sachen Rockmusik, Herr Damerow, kann es kein
höheres Gütesiegel geben
Also wäre es sicher angebrachter, sie schwiegen zu Dingen,
von denen Sie offensichtlich nichts verstehen.
Comment by Tom — Dezember 4, 2009 @ 23:31
Genau dies, dass man sie entweder vergøttert oder hasst, macht Rammstein zu einer der grøssten bands auf der welt. perfekte poesie, harte realitæt, einfach den spiegel vors gesicht gehalten zu bekommen (dies hat noch nie allen gefallen), Rammstein sind ganz einfach wie Til Eulenspiegel, der Hofnarr und Charlie Chaplin vereint, halt zu RAMMSTEIN.
Denn ich bin kein Frosch im Brunnen, der nur ein Stueck vom Himmel sieht...
Gruesse aus Norwegen vom RAMMSTEIN-FAN der ersten Sekunde
Bjørn
Comment by Bjørn — Dezember 6, 2009 @ 16:19
Ich möchte mich den überwiegend positiven Kommentaren zu diesem Artikel anschließen. Ich habe am 23. das Konzert in München gesehen und musste mich am nächsten Tag sehr über die Kritik in der Süddeutschen ärgern - dagegen ist dieser Artikel wirklich ein Ausgleich.
Ich fände es eine gute Idee, wenn Journalisten, die über Bands und Konzerte schreiben, zwangsverpflichtet würden, sich vorher etwas genauer zu informieren. Die Texte der Lieder zu kennen ist schon mal sehr hilfreich, außerdem sollte man Till Lindemann schon mal singen gehört haben, bevor man über das Konzert schreibt. Ihn immer auf angeblich teutonisches Grollen zu reduzieren ist absolut lächerlich.
Interessant finde ich die Frage, warum es um Rammstein immer wieder so einen öffentlichen Aufstand gibt - wer sie nicht mag, muss sie ja nicht anhören. Ich dagegen muss, wenn ich aus Versehen samstags das Fernsehen anmache und nicht schnell genug wegschalte, diesen schrecklichen Musikantenstadt-Schrott aushalten. Darüber regt sich aber niemand aus. Ganz zu schweigen von der Geräuschkulisse, mit der viele Radioprogramme heutzutage die Hörer belästigen.
Vielleicht abschließend noch ein Wort zu Herrn Damerow. Mir gefällt es, dass Bands wie Rammstein (aber übrigens auch die Toten Hosen in Südamerika) im In- wie im Ausland auch als deutsche Bands geliebt werden, denn sie tragen dazu bei, ein vielfältiges Bild unseres Landes zu geben. Wir sind nicht nur Mercedes-Benz und Autobahn und Fußball und Goethe. Rammstein zeigen mit ihren Texten, dass die deutsche Sprache lebendig und kreativ ist und sie haben so einen großen Erfolg im Ausland mit einer tollen Musik und mit den Texten, die sie in meiner Muttersprache singen. Das finde ich gut.
Dass das Video zu Stripped missverständlich war (ich vermute, darauf bezieht sich Herr Damerow mit seinem polemischen Kommentar), haben inzwischen schon viele (und auch Rammstein selbst) gesagt. Danach haben sie aber eine ganze Reihe anderer Videos gemacht, die wirklich bemerkenswert waren.
Ich beneide auf alle Fälle alle, die "ihr" Konzert noch vor sich haben und lasse als einzige ernsthafte Kritik gelten, dass Rammstein in Berlin und einigen anderen Städten zweimal spielt, nicht aber in München. Jungs, das muss bei der nächsten Tournee besser werden!
Comment by Ursula — Dezember 6, 2009 @ 23:45
Ein wunderbarer Artikel in dem man sieht, dass sich der Autor mit der Band intensiv beschäftigt hat!
Rammstein ist und bleibt eine "Glaubensfrage" man mag sie oder man mag sie nicht. Ich habe aber auf keinem Konzert so viele Familien gesehen die vereint abgerockt sind und die Band gefeiert haben. Für einen "alten Mann" wie mich, Jahrgang 1951, ist jedes Konzert ein Erlebnis und manchmal nehme ich die doppelte Dosis!
Wer Rammstein Vorwürfe macht, der sollte einmal in seiner eigenen Seele graben nach versteckten Dingen die die Band benennt.
Die vielen Wichtigwichtel und Vollholzpfosten, die Rammstein verdammen können doch sich bei der so genannten "Volksmusik" weiter verblöden lassen.
Jungs macht weiter so und nochmals Dank für den Artikel!
Comment by Rainer Wagner — Dezember 15, 2009 @ 18:01
Hello! I am from Russia. (I'm sorru, but I don't speak German). I very like RammStein and I am their fanat. It is my favorite group and I listen their songs allways. New album is real masterpeace. I very want to meet with boys from group. Tourists, welcome to Russia! Good bye!
Привет! Я из России. Я обожаю RammStein и являюсь их поклонником. Всегда слушаю их песни и с нетерпением жду, когда они порадуют нас новыми синглами. Новый альбом - просто супер, особенно "Pussy". Так держать, ребята! Я уверен, что вы ещё не раз нас удивите. Я очень хотел бы пообщаться с вами, но к сожалению не говорю на немецком и не имею ваших контактов. Если кто-нибудь из RammStein переведёт это и всё таки не откажет в общении, напишите мне на номер 89612697224, очень буду ждать. Всем пока!!!
Comment by Богдан (Russland) — Dezember 16, 2009 @ 13:31
Ich liebe Rammstein !
Comment by Evik.pupik — Dezember 18, 2009 @ 18:42
Man sollte dankbar sein, dass eine deutsche Band gibt, die im Ausland derart erfolgreich und beliebt ist.
Ich habe Rammstein seit 1998 auf jeder Tour mindestens einmal sehen dürfen und bin bis heute (zuletzt am 29.11. in Köln) jedesmal überwältigt, wie großartig ein Rockkonzert sein kann. 100% Musik + 100% Show = 200% !
Es ist eine Unart der "Deutschen" sich für den eigenen Erfolg rechtfertigen, ja zum Teil sogar schämen und verteidigen zu müssen.
Abschließend noch mein Dank an Herrn Kreye zu diesem Referenzartikel.
Comment by Holger — Dezember 18, 2009 @ 22:59
Herr Rainer Wagner spricht mir aus der Seele. Auch ich bin nicht mehr der Jüngste mit meinen 47 Jahren, aber Rammstein geben mir einfach den nötigen Kick. So Schlicht ihre Musik auch ist, so Genial ist sie! Von Till´s Texten mal abgesehen, denn diese sind einfach nur deutsche Sprachkultur Pur, unabhängig vom Inhalt! Ich bin schon seit frühester Jugend dem Heavybereich zugetan, aber mit den Jahren sind bis auf ganz wenige Ausnahmen,Rammstein die einzigen die mich immerwieder hinter dem Ofen vorlocken.
Das Konzert in Frankfurt vor einer Woche, war mit das BEste was ich je Live erlebt habe und ich habe schon viel erlebt, wirklich viel. Die auch nicht mehr ganz so taufrischen Herren, steigern sich von Mal zu Mal und ich bin überglücklich sie am 8. Februar noch ein Mal in Mannheim sehen zu dürfen. Das ist dann 2 Mal Rammstein in 2 Monaten. Genauso muß das!
Möge uns Fan´s diese Ausnahme-Band noch Lange erhalten bleiben und hoffentlich lassen sie uns nicht wieder 4 Jahre auf ein neues Album warten.
Comment by M.Rosko (Weißes Fleisch) — Dezember 19, 2009 @ 09:16
Hallo. Nun, ich persönlich finde den Text ganz ok, da er sich zwar mit Rammstein auseinandersetzt doch richtigen Fans übermittelt der Text auch nicht irgendwelche zusätzlichen Informationen, doch nichtsdestotrotz.
Nun, ich höre mir schon seit ca. 10 Rammstein an, mir gefällt ihr Gesamtkunstwerk, dennoch habe ich eine empfindliche Kritik zu äussern:
Rammstein sagen, sie bedienen sich der "Dummheit" der Menschen, indem sie ihre Texte (wie z.B. Pussy) "absichtlich" mit klischeeartigen Texten versehen. Doch die Wahrheit sieht da ganz anders aus: Rammstein (d.h. Herr Lindemann) sind -wie jeder Kenner der Rammstein-Texte es weiss- keine besonders betonenswerten Lyriker, ganz im Gegenteil: ihre Lyrik ist eigentlich eher lächerlich, ja sogar infantil. Sie schreiben ihre Texte nicht "absichtlich" klischeeartig, sondern sie können es nicht besser. Lindemann ist ein SEHR schlechter Lyriker (sein Buch "Messer" ist für mich reiner Trash, ich habe es gelesen), genauso die Texte.
Übrigens, was das neue Album angeht, da muss ich ganz ehrliche sagen, dass ich es schlecht finde. Als bestes Lied empfinde ich "Führe micht".
Comment by Dr. Paracelsus — Dezember 19, 2009 @ 23:57
Bea Kietzmann spricht ja das richtige Thema an: Würde Deutschland RAMMSTEIN zum nächsten Eurovision Grand Prix de la Chanson schicken... ich glaube, wir hätten die besten Chancen, diesen komischen Wettbewerb mal wieder zu gewinnen. Und das eben, weil Rammstein eine deutsche Band ist, die Deutsch singt und "deutsche Kultur" repräsentiert.
Wenn man mal überlegt, wen Deutschland sonst ins Rennen geschickt hat...?!
Aber hoffentlich werden sich die Verantwortlichen von Rammstein darauf niemals einlassen.
Comment by Thomas — Dezember 21, 2009 @ 12:19
Ohjeeee, würden sich Rammstein jemals die Blöse geben, sich solch einer peinlichen und anspruchslosen Veranstaltung wie den "Eurovision Grand Prix..." zur Verfügung zu stellen, gäbe es wenigstens einen Rammsteinfan weniger.
Rammstein sind und bleiben "die bösen Buben" im dt. Musikgeschäft und das ist auch gut so. Sie fahren gut damit und die, auf deren Stimme es ankommt, nämlich uns Fans, wissen das zu schätzen. Alle anderen kann man eh nicht Ernst nehmen, eben weil sie sich selbst viel zu Ernst nehmen. Und die, die am lautesten Zeder und Mordio schreien, wenn sie Rammstein hören, haben meist die fettesten Leichen im Keller liegen!
Comment by M.Rosko (Weißes Fleisch) — Dezember 21, 2009 @ 18:57
Ja, so ist es recht. Bleibt die bösen Buben und haltet dieser verkommenen Gesellschaft den Spiegel vor`s Gesicht. Ich habe jedes eurer Konzerte genossen. Man spürt die Kraft und das kreative Umfeld dieser einzigartigen Stadt Berlin !
Comment by Karsten — Dezember 21, 2009 @ 21:30
Rammstein ist nach meiner Meinung die beste Gruppe die Deutschland jemals zu bieten hatte. Ob rechts oder links ist mir sowas von egal. Super Musik, super Texte und eine spitzenmäßige Show.
---- Leiht Euer Ohr einer Legende ----
Ich habe das Konzert am 11.12.09 in Frankfurt sowas von genossen und freue mich auf Rock im Park in Nürnberg im kommenden Jahr
Comment by O.Hein — Dezember 30, 2009 @ 22:19
@ Dr. Paracelsus
Ich habe , auf Ihre Kritik hin, " Messer " von Lindemann ebenfalls gelesen. Mehrfach.
Wie wunderbar, dass wir auf diesem Weg in die Welt der Kunstkritik eintauchen könnten, wenn es denn
eine Plattform gäbe, die diese über das Tippen von Sätzen hinaus zuliesse.
Das Gedicht gefällt Ihnen nicht. Mir schon.
Ich halte es für Kunst.
Ob es "große" Kunst " ist, lasse ich offen in einem affirmativen Sinn.
Das es Kunst ist, ergibt sich aus den Normen der Kunstkritik. Die Freiheit ist unbestechlich.
Comment by Tom — Januar 1, 2010 @ 04:13
Guten Tag,Deutschland!Ich bin aus Rumanien.Ich suchte noch etwas uber Rammstein zu erfahren und hab diesen Artikel und Kommentaren gefunden!Danke fur das!Seit 10Jahren habe ich Rammstein ins Herz und Ohren.Zuerst das Musik,dann mit Worterbuch habe ich besser die Liedertexten verstanden.Ja,es ist Gedicht,Kunst,Song.Rammstein sind mennschlich,sind ''die Welt'',ist Weinen und Lachen!Ist''Sturm und Drang''des heutigen Deutschlands!Ich finde hier sehr schwer CD,bis jetzt noch nicht''Liebe ist fur alle da.Ich bin 54,ich liebe Rammstein,ich habe noch andere Leute gelernt,sie zu lieben.Ich habe Deutschland nur ein Mal in mein Leben besucht.Sie mussen nicht so kritiker sein!
Comment by victoria moiceanu — Januar 1, 2010 @ 13:31
Sehr geehrter Herr Kreye,
Herzlichen Dank für diesen überaus lohnenswerten und runden Artikel. Man spürt, dass Sie versucht haben sich unvoreingenommen und intensiv mit Deutschlands erfolgreichster Band auseinanderzusetzen und das ist Ihnen auch prächtig gelungen.
Natürlich ist Musik immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber diese Hexenjagd die von den "Wichtigen" unserer Gesellschaft beim Thema Rammstein entfacht wird, ist einfach nur lächerlich.
Rammstein setzten und setzen Maßstäbe mit Ihrer Musik, mit Ihrer gigantischen Show und mit Ihrem Beitrag, die Deutschen im Ausland zu repräsentieren.
Allen, die von Vorurteilen gegenüber dieser Band geprägt sind, möchte ich die Dokumentation über Rammstein "Anaconda im Netz" empfehlen. Einfach einmal anschauen, dann hat sich vielleicht der eine oder andere Vorbehalt erledigt. Man muss ja nicht gleich Fan werden, aber man kann diese Band ja zumindest tolerieren.
Comment by Christoph — Januar 5, 2010 @ 21:49
Herr Kreye,
danke für diesen klaren und aufschlussreichen Bericht. Obwohl ich gern etwas mehr über die Meinung der Band selbst zur Indizierung gelesen hätte.
Über mich: Ich bin 30 Jahre alt und begeistere mich sehr seit frühem alter für Musik verschiedenster Richtungen. Kenne Rammstein aslo auch entsprechend lang. Allerdings mochte ich sie damals noch nicht. Das Interesse hat sich erst nach und nach entwickelt, als ich mir die zeit genommen habe, mich mit den Texten und der Art wie sie geschrieben wurden zu befassen. Und seitdem ich zu nehmen weiß, wie so manches gemeint ist, schockieren soll, ins lächerliche gezogen werden soll oder einfach nur (uns Fans) unterhalten soll, ist es auch für mich eine der besten Bands die Deutschland je hatte. Sowohl mit Ihren Texten als auch den Bühnenshows !
Es wäre doch Interssant, wenn sich die Zillertaler Schürzenjäger Textlich plötzlich mit dem Thema eines Österreichischen Bürgers befassen, der Jahre lang einige seiner Kinder in den Keller sperrt und mit seiner Tochter Kinder zeugt und dazu noch eine fetzige Schunkelmusik dazu komponiert. Oder wie "unser" neuer Schlager-Held Michael Wendler auf Malle "Mein Teil" zum besten gibt. Ob es den gleichen kritischen und wachrüttelnden Effekt hätte oder gar zensiert würde ? Wer weiß das schon...
Zurück zum Thema.
Auch die Art des Spielens, setzen diverser Arangements und auch die Liebe zum Detail(z.B. Kindergesang oder Orchester mit Chorunterstützung). Harter wie melodischer Sound. Und für mich das gelingen des Rezeptes : Hauptsächlich "Einfach" aber (und deßwegen) Genial !
Und wie so manch !Ramm(el)stein!-Hasser es in dieser Kommentarliste ja nur zu deutlich verlauten lässt, diese Band nicht wirklich zu mögen, finde ich es doch sehr bewundernswert, dass er sich so lange Zeit genommen hat,sich diesen Artikel so aufmerksam zu Gemüte zu führen und anscheinend für sich selber nur zwischen den Zeilen zu lesen. Denn mit Beleidigungen, Vorurteilen und Ignoranz kommt man doch nur sehr begrenzt in der heutigen Welt voran. Aber was will man (ohne Jemanden in irgend einer Weise angreifen zu wollen) von Leuten erwarten, die mit sich und ihrer Umwelt anscheinend nicht zufrieden sind und die Zeit haben, ihre Meinung öffentlich im Internet zu verkünden. Denn wie man feststellen kann, hat die Süddeutsche Zeitung doch einen recht Intelektuellen Leserkreis und da kann ich mir solche Kommentare einfach nicht erklären..
Um mit zwei Textpassagen abzuschließen :
Der Mann will von der Brücke steigen,
Die Menschen fangen an zu hassen.
Bilden einen dichten Reigen
und wolln ihn nicht nach unten lassen.
_
Wenn ich mal nach ner andern seh,
tritt sie mir sofort auf den Zeh.
Drum hat ja auch mein toller Mann
diese feschen Holzschuh an.
Ein Hoch auf Rammstein und "unsere" spitzen-Volksmusik
Comment by Jakob (mit der Liese) — Januar 9, 2010 @ 06:48
Es ist mir ein Bedürfnis, spät, aber nachzulegen.
Ja, man muss sich schon beschäftigen mit der Veranstaltung genannt RAMMSTEIN , bevor man ahnt, was ihr innewohnt.
Mir ging es genauso, ambivalentes Empfinden allenthalben, bevor ich im späten Alter, mit weit über dreißig Jahren, als Fan einer Musikgruppe festlegte, tz,tz.
Warum dieses? Die Musik empfand ich oftmals hymnengleich (so auch Mangager Fialik auf Anakonda im Netz)daherkommt; Die Texte düster / schwermütig, eben typisch deutsch. Wie hat es der Freund aus Rumänien weiter oben beschrieben: Sturm und Drang lässt grüßen. Dazu die Lust zu provozieren.
"Da ist das Sprechtheater genauso wie die Moritat, da sind die Revues aus dem Berlin der Weimarer Republik genauso wie die Filmsprachen von Murnau und Lang. Das alles ist angereichert mit Schockzitaten und Pyrotechnik. Aber es geht eben weniger um den Grusel der diversen Metal-Genres. Nein, Rammstein ist keine Metal-Band. Es ist ganz deutlich: Cabaret."
Man kann es nicht trefflicher ausdrücken.
Diese Kombination von Melodie, Gesang und Text, so ist zu vernehmen, wird international als spezifisch deutsch angesehen. Entstanden ist Sie durch Musiker "die in den neuen Bundesländern schon Rockmusik gespielt haben, als die noch die DDR waren". Ihre bundesrepublikanisch sozialisierten Kollegen wären für so einen Rückgriff wahrscheinlich nicht frei genug im Denken gewesen.
Nicht umsonst gibt es einen Report mit dem Titel "Ursprung Punkszene oder Rammstein hätte es im Westen nie gegeben".
Ein Dank an Herrn Kreye, der sich für diesen Artikel tatsächlich Zeit genommen haben muss und sich deshalb mit mit dem darin beschriebenen Objekt wirklich auseinander gesetzt hat. Eine Tatsache die im heutigen journalistischen Betrieb zu erwähnen ist, da bei vielen anderen Artikeln, so scheint es, lediglich vorab bestehende Auffassungen niedergeschrieben werden ohne dass eine inhaltliche Beschäftigung mit der Sache erfolgt.
Comment by Lutztz — Januar 17, 2010 @ 18:25
Ich fand den Artikel gut!
Mich begleitet Rammstein nun seit ca. 15 Jahren, ich sah sie schon als Vorband spielen. Man soll doch Eines nicht vergessen, es ist nur Musik, die soll unterhalten und vielleicht gefallen! Ich erlaube mir doch auch kein Urteil über die ganzen Stadl- Sendungen der ARD, es ist eben nicht die meine Musik und dann lass ich es eben. Manch Einer der sich so negativ über Rammstein äussert, war wahrscheinlich noch nie im Ausland, genau so werden wir dort gesehen, Brautwurst und Sauerkraut. Genauso wird unsere deutsche Sprache verstanden.
Ich finde es gut, eine Band mit Profil und so soll es auch noch recht lange bleiben!
Comment by Ebbhead — Februar 11, 2010 @ 18:27
Ich stimme diesem Artikel voll und ganz zu..... Till macht wirklich manchmal sehr kontroverse Texte...
Ich beobachte schon seit längerem das verhalten von "Ausländern" auf Rammstein.... Und es fasziniert mich doch immer wieder wie diese dann nur wegen dieser Band anfangen Deutsch zu lernen, damit sie auch wirklich den Inhalt wieder geben können.
Das, wie gesagt, Verblüfft mich immer wieder.
Aber komischerweise ist es teilweise im Ausland selbstverständlich Rammstein zu kennen.
Sogar in Thailand oder in China sind die 6 bekannt wie Bunte hunde.
Und der Artikel ist meiner meinung nach sehr gelungen.
Und wie auch Ebbhead sagte, die Band hatt einfach Profil und steht auch zu dem was sie macht.
Comment by Sebastian — Februar 17, 2010 @ 23:37
Herr Kreye,
ein wirklich sehr guter Text über Rammstein. Ich bin 15 und höre Rammstein seit 4 Jahren und ich muss sagen das ich die Leute nicht verstehen kann die diese gute deutsche Band so verurteilen und schlecht machen, ohne sich vorher mit den Texten beschäftigt zu haben.
Die Texte sind provokant, aber das ist gerade das womit viele nicht zurecht kommen.
Ich war am 15.02.2010 in Kiel auf dem Konzert und war überwältigt von der Show die einem geboten wird.
Comment by Arne — Februar 19, 2010 @ 22:06
Hallo Leute,
dieser Artikel ist wirklich prima und auch für hartgesottene Fans absolut lesenswert. Allerdings muss ich zugeben, dass eine so lange Ausführung nicht ohne kritische Anmerkungen auskommen kann (hat weiter oben ja auch schon jemand moniert). Lange Jahre habe ich Rammstein bewußt ignoriert, weil ich nur die beiden Lieder "heirate mich" und "rammstein" kannte - was für bescheuerte Texte !!! Ich schätze mal alle Menschen, die auch nur im Entferntesten etwas mit der namensgebenden Tragödie zu tun hatten, bekommen heute noch das kalte Kotzen, wenn sie auf musikalische Weise daran erinnert werden. Soetwas kommerziell zu nutzen ist milde formuliert geschmacklos. Aber was soll`s: wenn man das Gesamtwerk sieht und solche Musik mag (und ich mag sie - oh jaaa !!), dann muss man halt hin und wieder mal ein Auge zudrücken - oder auch mal zwei wie bei diesem "großartigen" Video pussy ... Wie hat Paul Landers in einem FAZ-Interview sinngemäß so schön gesagt: wir sind nicht besonders schlau, wir sind eben Musiker - und als Musiker glaube ich instinktiv, dass uns da etwas ganz besonderes gelungen ist.
So können sich auch geniale Musiker hin und wieder mal irren ... Jedenfalls sind Rammstein nicht mehr und nicht weniger als eine Rockband und müssen nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen; und somit verbietet sich die oben vorgebrachte Fundamentalkritik von ganz alleine.
Comment by thilo storch — Februar 21, 2010 @ 00:01
Hallo rammstein i don't speak Deuscht, aber ich denke schon
"Sie sind eine der King of Rock" !!!!!!!!!!!!
Ich liebe Deutschland und Deine Musik!! wow sehr gut !!!!!!!!!
Comment by bitch — März 4, 2010 @ 02:41
Congratulation to an EXCELLENT article. It's refreshing to read something about Rammstein by someone who did some real looking and researching, not just about whether they like their music or not.
To me as a German who lives abroad for 20 years, mostly in the US, this article couldn't hit the nail on the head any better than it does. Everything you say about the perception of Germany and the German language aligns exactly with my experiences. Germany has a very particular position in countries around the world. The language, the autobahn, the cars, the history are things very well known, particularly in the US--a country that can't exactly boast with a highly educated youth in subjects like history or geography.
Rammstein music to me is a style of its own, and I've looked for that style of music long and hard. It could not be done in any other language, without Tills enunciation, without the guitar riffs, Flake's techno sounds or Oliver's amazing bass playing. To the people I know in the US who like Rammstein, these factors congeal to a sound that embodies Germany, the country and its language, like our cars, our autobahn and Neuschwanstein.
Comment by Wolfi Frank — April 22, 2010 @ 18:13
Wirklich ein guter Text !
Endlich versteht jemand, der bei der Zeitung schreibt, Rammstein...
Jungs macht weiter so...ihr wart und bleibt immer die Besten aus Deutschland !
Grüße Nyky
Comment by Nyky — April 27, 2010 @ 19:49
Der Artikel über RAMMSTEIN ist wirklich gut geworden.Respekt.
Endlich mal ein Artikel,der RAMMSTEIN nicht bloß runtermacht und an die Moral apelliert.Mag sein,dass RAMMSTEIN provokant sind,aber Nazis sind sie nicht,genauso wenig wie Pornographisch.RAMMSTEIN sind und bleiben die Nummer eins,nicht nur in Deutschland und Europa.
RAMMSTEIN sind das beste,was Deutschland kulturell zu bieten hat.Und geschadet haben RAMMSTEIN ja bislang auch keinem.
Ihr seid die Nummer eins!
Bitte weiterso und mehr davon!
Schöne Grüße,
Malte
PS: Ich als RAMMSTEIN-Fan muss sagen,sowas ist einzigartig und gehört zu den kulturschätzen Deutschlands.
RAMMSTEIN sehe ich daher gleichauf mit Werken von Schiller und Göthe.
Comment by Malte — Juni 5, 2010 @ 17:06
Die Latte an oft prallen Kommentaren hier zeigt doch ganz schön, dass sich viele Rammstein-Fans (und das ganz ohne moslemische Prägung) ganz schön pikiert geben können und offenbar meinen, ausgerechnet hier lobhudeln zu müssen. Wahrscheinlich, weil es einfach "zu Viele" gibt, die Rammstein derbe verkennen, und es dann auch noch wagen, das ironiearm zu dokumentieren anstatt einfach mal die Fresse zu halten.
Nun, ich habe wegen des Blogeintrags und den Kommentaren mal ein paar Liedtexte nachgelesen: es haut mich nicht gerade vom Hocker, dass zwar mit krasser Themenwahl aber mit meist schlichten Worten und teilweise gedrechselten Phrasen provoziert werden soll. Der Sound ist wie bei "böhmischer" Blasmusik, volkstümlicher Musik, Kraftwerk, Scooter, Elisabeth Schwarzkopf, Haydn, 50Cent, Bay City Rollers, Mötörhead und Heino weitgehend Geschmacksache - dazu will ich mich nicht weiter unnötig abwertend äußern.
Zum Erfolg bei den Massen brauchte Lena den Stefan - das hatten Rammstein nicht nötig, sie schafftens augenscheinlich von alleine. Gut, dieser (schwäbische) Fleiß sei hier neidfrei anerkannt.
Mit typisch deutsch schillerndem Gruß
der Matze
Comment by Der Matze — Juni 9, 2010 @ 18:59
Endlich ein Artikel, der die Klarheit und Wahrheit über Rammstein zu Tage bringt, danke hierfür.
Rammstein sind die deutsche Antwort auf eine verweichlichte Musikepoche der 90er Jahre und haben sich an die Spitze jener Bands gekämpft, zu denen auch Metallica, Depeche Mode, Motörhead etc. gehören.
Und dass Sie nach all den Kritiken, den Spott und Hohn immer noch existieren, sich behauptet haben, dafür sollte man Ihnen Anerkennung und Respekt zollen.
Kritiker wird es immer geben; zum Glück, denn ohne Kritik könnte man die Genialität dieser Band nicht immer wieder bestätigen und in Worte fassen.
Comment by cikay86 — Juni 11, 2010 @ 18:15
Daaaaaaaanke endlich ein nicht von vorn bis hinten mit vorurteilen zwanghaftigkeit und der gleichen vollgestopfter arktikel, allerdings hat der autor die eigentliche überwähltigende wirkung von rammsteins musik zu knapp behandelt wie sie wenn man sich auf sie einlässt einen berauscht, sicherlich ist sie einigen schlicht zu laut und zu hart aber ich hab selbst schon bei menschen wo ich es nie für möglich gesehen das sie total befreit zu ihren lieder aussichherrausgehen konnten.
Comment by shlomo kelevra — Oktober 11, 2010 @ 22:12
International wie national leistet Rammstein für Deutschland mehr, als all der subventionierte Schrott, der von der deutschen politisch-kulturellen Hegemonie als Kultur aus Steuermitteln bezahlt und gefördert wird. Erwähnt sei vor allem die Theaterszene der Peymänner, das deutsche "Kabarett" im ARD Abendprogramm und die abgehalfterte Auslese, die als Musik im deutschen Radio läuft. Jedes mal wenn wir in Deutschland Auto fahren, nehmen wir CD's mit. Denn Rammstein läuft da nicht - sondern Chris de Burgh und Bon Jovi. Unglaublich.
(Bin kein großer Rammstein-Fan, nur ein deutschstämmiger und deutschsprachiger Ausländer, oft und immer gerne wieder in der "alten Heimat". Wer als im Ausland gelebt hat, weiß, wie lustig - und überflüssig - der deutsche Selbstekel ist).
Comment by Spätgekommener — Januar 30, 2011 @ 16:59
Leute Leute Leute,also der Vergleich mit "Sudel-Ede" vom Schwarzen Kanal gefällt mir als 67`geboborener West-Berliner einfach grandios..! Wenn wir schon von Deutschtum und sonem Sch... reden,so haben doch auch diese grandiosen ehemaligen DDR-Bürger namens RAMMSTEIN ihre Hypothek als Nazis oder Mörder mit in die Wiege bekommen..!Ist ja leider so. Ey Kritiker..,hört euch ma die Standings der einzeilnen Mitglieder als MENSCH an! "FLAKE" als Beispiel hat vor über 10Jahren schon vom Stapel gelassen, "jedes 14jährige Kind hat im TV schon mehr Dreck gesehen, als wir singen könnten.." und recht hatta..! Vorschlag: Till Lindemann verzichtet aufs Mikro, schnappt sich als ausgebildeter, und zugelassener Pyrotechniker,ne Gitarre und dann gibts 3 Stunden Open-Air mal ganz gepflegt instrumental aufs jammernde Kritikeröhrchen...! Die Jungs sind einfach grandios.., und wer nie auch nur EINMAL LIVE dabei war, sollte Ü-Eier sammeln.., Puzzln, oder aber Gedanken machen, ob er nich mit den schockgefrosteten und eingetopften Babys auffliegen könnte..! Gruß an alle Fans. *RAMMSTEIN-STYLE*
Comment by Fieser Fettsack — Juni 9, 2011 @ 02:16
Gelungener Artikel- Gratulation, Rammstein zeigt nichts anderes als Realitäten,poetisch meist sehr gut gelungen und tiefgängig, musikalisch sicherlich nicht für jeden Geschmack.Was in diesem Lande die Emotionen auflädt ist die herrschende Doppelmaral: Da sind Manager und Bertiebsrat von deutschen Konzernen, welche in den Nachbarländern des Ostens sich ihre Triebe im Nobelambiente und der einschlägigen Luxus-Damenwelt befriedigen und wenn schon an die Öffentlichkeit gelangt,sind verschwendete Steuergelder oder die finanziellen Ausschweifungen einer sonst angeblich klammen Branche, zumindest wenn's um's zahlen geht, das Thema. Rammstein zeigt aber nur das was war ("Pussy"). Oder sollen die ein Video machen mit den Damen und Herren am runden Tisch bei Kaffee und Kuchen ?
Damit kann aufgebrachte Teil in unserer Gesellschaft nicht leben : Wie man sich die eigene Gesellschaft wünscht und wie sie wirklich ist.
Und, es war einst ein Jäger, der die Leber einer jungen Dame der bösen Stiefmutter vorlegen sollte. Ach so, der Name dieser Dame: Schneewittchen.
Mit Rammstein bin ich auch bei den Lehrlingen meiner Firma auf Augenhöhe. Ein kleiner Hinweis an jene, die Rammstein in Grund und Boden rammen und anschließend den Generationenkonflikt beklagen.
Wenn im Madison Square Garden, Moskau Tokio oder sonst wo rund um die Welt zig tausende schon bei den ersten
Tönen aufschreien (vor Freude) und jubelnd die Hände hochreißen und anschließend noch ganze Textteilen in deutsch (!)mitskandieren und eigens mitgebrachte schwarz-rot goldene Fahen schwenken, bei berechtigter Kritik, die Rammstein-Rammer sollten doch einfach mal sagen was sie denn wirklich wollen.
Sie wissen es aber wohl nicht und gerade das ist aber das
das Problem der deutschen Seele, sie kommt mit sich selbst und dieser Welt nicht klar.
Gruß an alle von einem Rammsteinen zugetanen 1951er.
Kommentar von einem alten Sack
Comment by Wilfried Schmidt — Juli 3, 2011 @ 16:50
Vielen Dank an den Autor dieses Artikels.
Es ist eine Freude, endlich einmal einen gut recherchierten Artikel über das Phänomen Rammstein zu lesen.
Als Fan sieht man sich häufig Anfeindungen gegenüber, vor allem wird man des öfteren von Menschen, die sich nicht unnötig mit Kenntnis belasten, in die Fascho-Ecke gestellt - von der ich weiter kaum entfernt sein könnte, ebenso wenig wie Rammstein. Was man erkennen kann, wenn man die Texte und Videos mit einer halben aktivierten Gehirnzelle aufnimmt.
Ich bin dankbar für die Chuzpe dieser sechs, uns ungeschönt und in aller Härte den Spiegel vorzuhalten, es zu wagen, Themen künstlerisch aufzuarbeiten, an die sich sonst kaum jemand traut. Das tut so gut! Das ist so befreiend!
Herzlichen Dank deshalb nochmals an den Autor!
Comment by Brigitte — Dezember 24, 2011 @ 15:20